Plattformlift Schweiz 2026: Kosten, Voraussetzungen und Lösungen für Rollstuhlfahrer

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Ein Plattformlift ermöglicht es Menschen im Rollstuhl, Treppen und Höhenunterschiede zu überwinden, ohne für die Fahrt auf einen Sitztreppenlift umsteigen zu müssen. Die Person fährt mit dem Rollstuhl auf eine Plattform, die sich entlang der Treppe bewegt. Deshalb wird diese Liftart in der Schweiz häufig auch als Rollstuhllift oder Plattform-Treppenlift bezeichnet.

Damit unterscheidet sich ein Plattformlift grundlegend von einem klassischen Sitztreppenlift. Während ein Sitzlift vergleichsweise wenig Platz benötigt, muss eine Plattform genügend Fläche für Rollstuhl und Nutzer bieten. Dadurch spielen Treppenbreite, Bewegungsflächen, Tragfähigkeit, Zugänge und bauliche Situation eine besonders grosse Rolle.

Aktuelle Schweizer Anbieterangaben zeigen für Plattformlifte Einstiegspreise im Bereich von ungefähr CHF 10’000 bis CHF 16’000 und darüber, abhängig insbesondere davon, ob die Treppe gerade oder geschwungen verläuft. Stannah nennt derzeit etwa CHF 10’000 für gerade und CHF 16’000 für geschwungene Plattformlifte; auf der allgemeinen Plattformlift-Seite wird ein Einstieg ab etwa CHF 13’000 genannt. Das sind Preise eines einzelnen Anbieters und keine allgemeingültigen Schweizer Durchschnittspreise.

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Wer zunächst die verschiedenen Liftarten vergleichen möchte, findet im Ratgeber Treppenlift Schweiz einen allgemeinen Überblick.

Was ist ein Plattformlift?

Ein Plattformlift ist eine technische Liftlösung, bei der eine Plattform entlang einer Treppe fährt.

Die Plattform ist gross genug, damit ein Rollstuhl darauf positioniert werden kann. Der Nutzer muss deshalb nicht zwingend vom Rollstuhl auf einen separaten Liftsitz wechseln.

Typische Bestandteile sind:

  • Fahrplattform
  • Führungsschiene beziehungsweise Fahrbahn
  • Antrieb
  • Bedienelemente
  • Sicherheitsbarrieren
  • Auffahrklappen
  • Sicherheitssensoren
  • Haltestellensteuerung
  • gegebenenfalls Fernbedienung oder Rufsteuerung

Nach der Benutzung lässt sich die Plattform bei vielen Anlagen hochklappen. Dadurch soll die Treppe für andere Personen weiterhin nutzbar bleiben.

Stannah beschreibt beispielsweise zusammenklappbare Plattformen, verschiedene Plattformgrössen, Sicherheitsbarrieren und unterschiedliche Steuerungsmöglichkeiten.

Für wen ist ein Plattformlift geeignet?

Ein Plattformlift kommt vor allem dann infrage, wenn eine Person eine Treppe mit dem Rollstuhl überwinden muss.

Das ist der entscheidende Unterschied zum Sitztreppenlift.

Plattformlift für Rollstuhlfahrer

Kann eine Person nicht sicher vom Rollstuhl auf einen Sitztreppenlift wechseln, kann ein Plattformlift eine wesentlich passendere Lösung sein.

Die Person fährt mit dem Rollstuhl auf die Plattform, sichert sich beziehungsweise wird durch die vorgesehenen Sicherheitseinrichtungen geschützt und fährt anschliessend entlang der Treppe.

Am Ziel kann die Plattform wieder mit dem Rollstuhl verlassen werden.

Damit entfällt ein zusätzlicher Transfer.

Warum der Transfer entscheidend sein kann

Ein Sitztreppenlift kann auf einer schmaleren Treppe technisch möglich sein und deutlich weniger kosten.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass er für den Nutzer geeignet ist.

Wer beispielsweise Schwierigkeiten beim:

  • Aufstehen,
  • Hinsetzen,
  • Umsetzen aus dem Rollstuhl,
  • Halten des Gleichgewichts
  • oder sicheren Stehen

hat, benötigt möglicherweise eine Lösung, bei der dieser Transfer vermieden wird.

Die richtige Frage lautet deshalb nicht nur:

„Welcher Lift passt auf meine Treppe?“

Sondern auch:

„Welcher Lift kann von der betroffenen Person tatsächlich sicher und möglichst selbständig benutzt werden?“

Plattformlift oder Sitztreppenlift?

Beide Systeme bewegen sich entlang einer Treppe, erfüllen aber unterschiedliche Anforderungen.

MerkmalSitztreppenliftPlattformlift
Nutzer fährtauf einem Sitzauf einer Plattform
Rollstuhl während der Fahrtnormalerweise neinja
Umsetzen erforderlichmeist jagrundsätzlich vermeidbar
Platzbedarfgeringerhöher
Geeignet für schmale Treppenhäufigerstärker eingeschränkt
Gerade Treppenjaja
Kurventreppenjaje nach System
Innenbereichjaja
Aussenbereichentsprechende Modelleentsprechende Modelle
Kostenhäufig niedrigerhäufig höher

Diese Gegenüberstellung zeigt auch, warum ein Plattformlift nicht einfach als „grösserer Treppenlift“ betrachtet werden sollte.

Er erfüllt einen anderen Zweck.

Was kostet ein Plattformlift in der Schweiz 2026?

Eine pauschale Preisangabe ist bei Plattformliften schwierig.

Treppenverlauf, Plattformgrösse, Förderstrecke, Montagebedingungen, Innen- oder Aussenbereich und technische Ausstattung können den Preis erheblich beeinflussen.

Stannah Schweiz veröffentlicht derzeit folgende Richtpreise für die eigenen Plattformlifte:

Plattformliftveröffentlichter Richtpreis
Gerade Treppeab ca. CHF 10’000
Geschwungene Treppeab ca. CHF 16’000
Allgemeiner Einstieg Plattformliftab ca. CHF 13’000

Diese Zahlen stammen aus aktuellen Anbieterangaben. Sie sind keine offiziellen Schweizer Durchschnittspreise und keine Garantie für eine konkrete Offerte.

Die Kosten können bei komplexeren Anlagen entsprechend höher liegen.

Einen breiteren Überblick über Treppenliftpreise gibt unser Ratgeber Treppenlift Kosten Schweiz.

Warum unterscheiden sich die Preise so stark?

Bei einem Plattformlift müssen wesentlich mehr Faktoren berücksichtigt werden als lediglich die Länge der Treppe.

Relevant sind beispielsweise:

  • gerader oder geschwungener Treppenverlauf
  • Länge der Fahrstrecke
  • Anzahl der Etagen
  • Plattformgrösse
  • notwendige Tragfähigkeit
  • Innen- oder Aussenmontage
  • vorhandene Treppenbreite
  • Befestigungsmöglichkeiten
  • Haltestellen
  • Türen und Durchgänge
  • elektrische Ausstattung
  • Sicherheitskomponenten
  • bauliche Anpassungen
  • Montage
  • Service und Wartung

Deshalb sollte ein im Internet genannter „Ab-Preis“ immer nur als erste Orientierung betrachtet werden.

Was kostet ein Plattformlift für eine gerade Treppe?

Eine gerade Treppe ist technisch meist einfacher zu erschliessen als eine Treppe mit Kurven.

Stannah nennt aktuell für die eigenen geraden Plattformlifte einen Richtpreis ab ungefähr CHF 10’000.

Ob dieser Preis für eine konkrete Anlage realistisch ist, lässt sich ohne Aufmass nicht beurteilen.

Eine kurze gerade Treppe im Innenbereich kann eine völlig andere Ausgangssituation darstellen als eine lange Aussentreppe mit schwierigen Zugangsverhältnissen.

Was kostet ein Plattformlift für eine Kurventreppe?

Bei geschwungenen Treppen muss die Führung an den individuellen Treppenverlauf angepasst werden.

Stannah nennt aktuell einen Richtpreis ab ungefähr CHF 16’000 für einen geschwungenen Plattformlift.

Kurven, Zwischenpodeste und mehrere Treppenabschnitte können den technischen Aufwand erhöhen.

Dasselbe Prinzip kennen wir bereits vom Sitztreppenlift. Einen ausführlichen Überblick dazu gibt unser Ratgeber Kurventreppenlift Schweiz.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis eines Plattformlifts?

Treppenverlauf

Eine gerade Fahrbahn lässt sich in der Regel einfacher realisieren als ein System mit mehreren Kurven.

Plattformgrösse

Die Plattform muss zur Nutzung und zum eingesetzten Rollstuhl passen.

Förderstrecke

Je länger der Weg, desto umfangreicher können Führungssystem und Installation werden.

Anzahl der Haltestellen

Eine einfache Verbindung zwischen zwei Ebenen unterscheidet sich von einer Anlage über mehrere Etagen.

Innen oder aussen

Im Aussenbereich muss das System für Witterungseinflüsse geeignet sein.

Bauliche Anpassungen

Je nach Gebäude können zusätzliche Arbeiten erforderlich sein.

Sicherheits- und Bedienausstattung

Steuerungen, Barrieren, Zugangssysteme und weitere Funktionen unterscheiden sich je nach Produkt.

Montage und Service

Auch diese Leistungen sollten beim Preisvergleich berücksichtigt werden.

Wie breit muss die Treppe für einen Plattformlift sein?

Das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt.

Ein Plattformlift benötigt normalerweise deutlich mehr Platz als ein Sitztreppenlift, weil nicht nur ein Sitz, sondern eine für einen Rollstuhl nutzbare Plattform entlang der Treppe bewegt wird.

Stannah gibt auf seiner allgemeinen Schweizer Plattformlift-Seite an, dass in vielen Fällen ungefähr 1,20 Meter Treppenbreite ausreichend seien. Gleichzeitig nennt der Anbieter für bestimmte gerade Installationen kleinere technische Mindestwerte von ungefähr 95 cm bei Wandbefestigung beziehungsweise 105 cm bei Befestigung auf der Treppe.

Diese unterschiedlichen Zahlen zeigen sehr gut, warum man nicht mit einer einzigen pauschalen Mindestbreite arbeiten sollte.

Technische Mindestbreite ist nicht dasselbe wie gute Nutzbarkeit

Eine Anlage kann möglicherweise technisch eingebaut werden.

Trotzdem müssen weitere Fragen geklärt werden:

  • Passt der verwendete Rollstuhl auf die Plattform?
  • Kann der Rollstuhl sicher auffahren?
  • Gibt es ausreichend Bewegungsfläche vor der Plattform?
  • Können andere Personen die Treppe weiterhin benutzen?
  • Kann die Plattform nach der Fahrt platzsparend geparkt werden?
  • Gibt es Geländer oder andere Hindernisse?
  • Sind Türen betroffen?
  • Reicht der Platz an der oberen Haltestelle?

Deshalb ist ein Aufmass vor Ort besonders wichtig.

Welche Plattformgrösse wird benötigt?

Auch hierfür gibt es keine für jede Situation identische Antwort.

Die benötigte Fläche hängt unter anderem von Rollstuhl, Nutzer und Einsatzort ab.

Besonders interessant sind in der Schweiz die Anforderungen des hindernisfreien Bauens.

Stannah fasst in einem aktuellen Fachbeitrag zur SIA 500 unter anderem eine Plattform-Mindestabmessung von 1,10 × 1,40 m zusammen; nur ausnahmsweise könne die Breite auf 0,90 m reduziert werden. Vor der Station wird dort grundsätzlich eine Bewegungsfläche von mindestens 1,40 × 1,40 m genannt, wobei für geradlinige Zu- und Wegfahrt Besonderheiten gelten.

Solche Werte sind insbesondere bei öffentlich zugänglichen beziehungsweise normativ relevanten Gebäudesituationen wichtig.

Bei einer privaten Wohnsituation sollte trotzdem nicht einfach irgendein Normwert aus dem Internet auf das konkrete Projekt übertragen werden. Planung, Nutzung und geltende Anforderungen müssen im Einzelfall geprüft werden.

Was bedeutet SIA 500 beim Plattformlift?

Die SIA 500 „Hindernisfreie Bauten“ ist im Schweizer Kontext eine wichtige Referenz für barrierefreies beziehungsweise hindernisfreies Bauen.

Bei Plattformliften können unter anderem Plattformabmessungen, Bewegungsflächen, Bedienbarkeit und Tragfähigkeit relevant sein.

Stannah nennt in seiner Zusammenfassung beispielsweise:

  • Plattform grundsätzlich mindestens 1,10 × 1,40 m
  • Bewegungsfläche vor der Station grundsätzlich mindestens 1,40 × 1,40 m
  • Vorgaben zur Position der Bedienelemente
  • Anforderungen an die Nennlast
  • gegebenenfalls Eurokey-Zugang
  • Anforderungen an Abschrankungen beziehungsweise Sicherheit

Wichtig ist dabei: Für ein konkretes Bauprojekt sollte die Einhaltung der jeweils relevanten Normen fachlich geplant und geprüft werden. Eine Online-Zusammenfassung ersetzt keine Projektierung.

Plattformlift für eine gerade Treppe

Bei einer geraden Treppe verläuft das Führungssystem ohne Kurve.

Das kann beispielsweise sinnvoll sein bei:

  • geraden Hauseingangstreppen
  • einem geraden Treppenlauf im Einfamilienhaus
  • Zugängen zu öffentlichen Gebäuden
  • Geschäftsräumen
  • Praxen
  • Mehrfamilienhäusern

Der technische Aufbau ist häufig einfacher als bei einem kurvigen Plattformlift.

Wer statt eines Rollstuhllifts einen Sitzlift benötigt, findet die entsprechende Lösung unter Gerader Treppenlift Schweiz.

Plattformlift für eine kurvige Treppe

Auch geschwungene Treppen können mit Plattformliften erschlossen werden.

Stannah bietet beispielsweise Plattformlifte ausdrücklich sowohl für gerade als auch für geschwungene Treppen an. Bei Kurvenanlagen kann die Plattform nach Angaben des Herstellers platzsparend neben beziehungsweise an der Treppe geparkt werden.

Eine Kurvenanlage kann beispielsweise erforderlich sein bei:

  • L-förmigen Treppen
  • U-förmigen Treppen
  • Zwischenpodesten
  • mehreren Richtungswechseln
  • mehreren miteinander verbundenen Treppenabschnitten

Der höhere Planungsaufwand erklärt auch, weshalb veröffentlichte Anbieterpreise für geschwungene Anlagen höher liegen.

Plattformlift im Einfamilienhaus

Ein Plattformlift kann im Einfamilienhaus sinnvoll werden, wenn eine Person dauerhaft einen Rollstuhl nutzt und verschiedene Ebenen des Hauses erreichen muss.

Dabei sollte frühzeitig geprüft werden, ob die vorhandene Treppe genügend Platz bietet.

Gerade in älteren Einfamilienhäusern wurden Treppen nicht unbedingt für eine spätere Rollstuhlliftanlage geplant.

Wichtige Fragen

  • Wie breit ist die Treppe?
  • Ist sie gerade oder geschwungen?
  • Welche Etagen müssen verbunden werden?
  • Welcher Rollstuhl wird verwendet?
  • Wie gross ist die Plattform?
  • Gibt es ausreichend Platz zum Auffahren?
  • Gibt es oben ausreichend Platz zum Verlassen?
  • Bleibt die Treppe für andere Personen nutzbar?
  • Gibt es Türen oder Durchgänge?
  • Kann die Anlage sinnvoll geparkt werden?

Unser allgemeiner Ratgeber zur Wohnsituation befindet sich unter Treppenlift im Einfamilienhaus in der Schweiz.

Plattformlift im Mehrfamilienhaus

Hier wird die Situation komplexer.

Ein Plattformlift kann beispielsweise eine Eingangstreppe überwinden und damit einen bislang nicht rollstuhlgängigen Hauseingang erschliessen.

Dabei können allerdings zusätzliche Fragen entstehen:

  • Wem gehört die Treppe?
  • Handelt es sich um Gemeinschaftseigentum?
  • Wer darf bauliche Veränderungen veranlassen?
  • Muss ein Flucht- oder Verkehrsweg berücksichtigt werden?
  • Welche baurechtlichen Anforderungen gelten?
  • Wer trägt Anschaffungs- und Betriebskosten?
  • Wer ist für Wartung verantwortlich?

Genau deshalb behandeln wir den Treppenlift im Mehrfamilienhaus Schweiz als eigene Seite in diesem CH-Cluster.

Plattformlift in einer Mietwohnung

Auch bei einem Mietobjekt ist die technische Machbarkeit nur ein Teil der Entscheidung.

Wenn die Anlage gemeinschaftlich genutzte Gebäudeteile betrifft, sollte insbesondere die rechtliche und organisatorische Situation vor einer Bestellung geklärt werden.

Das betrifft beispielsweise:

  • Hauseingang
  • gemeinsames Treppenhaus
  • Aussenanlage
  • gemeinschaftliche Podeste
  • Befestigungen am Gebäude

Auch dieses Thema bekommt deshalb einen eigenen Ratgeber: Treppenlift in der Mietwohnung Schweiz.

Plattformlift für draussen

Plattformlifte können auch im Aussenbereich eingesetzt werden.

Stannah bietet entsprechende Systeme für gerade und geschwungene Aussentreppen an und beschreibt sie als wetterfest beziehungsweise für extreme Wetterbedingungen ausgelegt.

In der Schweiz ist das besonders relevant, weil eine Aussenanlage je nach Region erheblichen Witterungseinflüssen ausgesetzt sein kann.

Dazu gehören:

  • Regen
  • Schnee
  • Frost
  • Feuchtigkeit
  • starke Temperaturschwankungen
  • UV-Strahlung
  • Verschmutzung

Deshalb sollte eine Aussenanlage ausdrücklich für diesen Einsatz vorgesehen sein.

Unser nächster Spezialratgeber innerhalb dieses Clusters behandelt genau dieses Thema: Treppenlift für Aussentreppen in der Schweiz.

Plattformlift oder Hublift?

Diese beiden Begriffe werden häufig miteinander verwechselt.

Der grundlegende Unterschied liegt in der Bewegungsrichtung.

Plattformlift an der Treppe

Ein Plattform-Treppenlift folgt dem Verlauf der Treppe.

Er bewegt sich also schräg nach oben beziehungsweise unten und kann je nach System auch Kurven überwinden.

Hublift

Ein Hublift bewegt die Plattform dagegen senkrecht.

Er kann beispielsweise interessant sein, wenn ein Höhenunterschied neben einer Treppe überwunden werden soll und dort ausreichend Platz für eine vertikale Anlage vorhanden ist.

Stannah beschreibt seine Hublifte beziehungsweise Hebebühnen als Lösungen für Höhenunterschiede von etwa 20 cm bis 3 m.

Welche Lösung ist besser?

Das hängt vom Gebäude ab.

Ein Plattformlift kann sinnvoll sein, wenn die vorhandene Treppe als Fahrweg genutzt werden soll.

Ein Hublift kann dagegen interessant sein, wenn neben der Treppe ausreichend Platz besteht und eine vertikale Verbindung baulich günstiger ist.

Bei einer Beratung sollten deshalb nicht nur verschiedene Hersteller, sondern gegebenenfalls auch unterschiedliche Liftkonzepte verglichen werden.

Plattformlift oder klassischer Personenaufzug?

Auch ein klassischer Aufzug kann Rollstuhlfahrern den Wechsel zwischen Ebenen ermöglichen.

Die technischen Konzepte unterscheiden sich jedoch erheblich.

Ein Plattformlift nutzt häufig die vorhandene Treppe. Ein Personenaufzug benötigt dagegen eine vertikale Fahrstrecke und je nach System deutlich umfangreichere bauliche Voraussetzungen.

Deshalb sollte die Entscheidung anhand des konkreten Gebäudes erfolgen.

Relevant sind:

  • benötigte Förderhöhe
  • Anzahl Etagen
  • verfügbarer Platz
  • Anzahl Nutzer
  • Nutzungshäufigkeit
  • Innen- oder Aussenbereich
  • Baukosten
  • Genehmigungs- und Planungsaufwand
  • Wartung
  • langfristige Nutzung

Kann die IV einen Plattformlift finanzieren?

Für Menschen mit Behinderung ist die Frage nach der Invalidenversicherung (IV) besonders wichtig.

Die Schweizer Hilfsmittelregelungen sehen unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen für Hilfsmittel und bauliche Anpassungen vor. Entscheidend ist jedoch immer die konkrete persönliche Situation.

Deshalb sollte eine mögliche Finanzierung vor der Bestellung abgeklärt werden.

Das gilt bei einem Plattformlift umso mehr, weil die Kosten erheblich sein können und unterschiedliche technische Lösungen infrage kommen.

In unserem Spezialratgeber Treppenlift und IV in der Schweiz 2026 erklären wir die Voraussetzungen und das Vorgehen ausführlicher.

Auch unser Überblick Treppenlift Finanzierung Schweiz behandelt weitere mögliche Finanzierungswege.

Zahlt die Krankenkasse einen Plattformlift?

Hier sollte man besonders vorsichtig mit pauschalen Aussagen sein.

Aus der Tatsache, dass eine Person aus medizinischen Gründen auf einen Rollstuhl angewiesen ist, folgt nicht automatisch, dass die Grundversicherung einen Plattformlift für das Gebäude bezahlt.

Versicherungsart, konkrete Leistung, persönliche Situation und weitere Kostenträger müssen voneinander getrennt betrachtet werden.

Deshalb sollte vor einer Bestellung geklärt werden:

  1. Welche Versicherung besteht?
  2. Welche Leistung soll beantragt werden?
  3. Ist möglicherweise die IV oder eine andere Stelle zuständig?
  4. Welche Unterlagen werden benötigt?
  5. Muss die Bewilligung vor der Bestellung vorliegen?

Eine ausführliche Einordnung gibt unser Ratgeber Zahlt die Krankenkasse einen Treppenlift in der Schweiz?.

Kann ein Plattformlift nachträglich eingebaut werden?

Grundsätzlich sind Plattformlifte gerade für die Nachrüstung bestehender Gebäude interessant.

Stannah beschreibt beispielsweise Anlagen, die ohne umfangreiche bauliche Anpassungen nachgerüstet werden können.

Ob das im konkreten Gebäude funktioniert, hängt aber wesentlich stärker vom verfügbaren Raum ab als bei vielen Sitztreppenliften.

Besonders zu prüfen sind

  • Treppenbreite
  • Platz vor der unteren Haltestelle
  • Platz an der oberen Haltestelle
  • Rollstuhl-Wendefläche
  • Geländer
  • Türen
  • Durchgänge
  • Treppenmaterial
  • Befestigungsmöglichkeiten
  • Stromversorgung
  • Flucht- und Verkehrswege

Deshalb sollte „nachrüstbar“ nicht mit „passt überall“ verwechselt werden.

Für den allgemeinen nachträglichen Einbau gibt es zusätzlich unseren Ratgeber Treppenlift ohne grossen Umbau in der Schweiz.

Wie funktioniert ein Plattformlift bei Stromausfall?

Das hängt vom jeweiligen System ab.

Moderne Anlagen können mit Akkus beziehungsweise Batterien ausgestattet sein. Stannah gibt beispielsweise für die eigenen Plattformlifte an, dass sie batteriebetrieben sind und dadurch auch bei einem Stromausfall funktionieren können.

Bei der Angebotsprüfung sollte trotzdem konkret gefragt werden:

  • Wie funktioniert das System bei Stromausfall?
  • Wie viele Fahrten sind möglich?
  • Wie werden die Akkus geladen?
  • Was passiert bei einem Defekt?
  • Gibt es eine Notabsenkung beziehungsweise Notfallfunktion?
  • Wie wird Hilfe gerufen?

Die konkrete Bedienung hängt vom Modell ab und sollte bei der Einweisung erklärt werden.

Welche Tragfähigkeit braucht ein Plattformlift?

Das hängt vom Nutzer und vom verwendeten Rollstuhl ab.

Zu berücksichtigen ist nicht nur das Körpergewicht.

Relevant ist das Gesamtgewicht aus:

Nutzer + Rollstuhl + gegebenenfalls mitgeführten Gegenständen.

Für hindernisfreies Bauen nennt die von Stannah zusammengefasste SIA-500-Anforderung beispielsweise eine Nennlast von mindestens 360 kg beziehungsweise eine entsprechende Flächenbelastbarkeit.

Die erforderliche Tragfähigkeit der konkreten Anlage muss aber anhand der tatsächlichen Nutzung bestimmt werden.

Besonders bei schweren Elektrorollstühlen sollte dieser Punkt früh geklärt werden.

Wie bleibt die Treppe für andere Personen nutzbar?

Das ist insbesondere in Mehrpersonenhaushalten und Mehrfamilienhäusern wichtig.

Viele Plattformlifte besitzen eine klappbare Plattform.

Wenn der Lift nicht benutzt wird, kann die Plattform hochgeklappt werden. Dadurch reduziert sich der Platzbedarf.

Stannah beschreibt dieses Prinzip ausdrücklich für die eigenen Anlagen.

Trotzdem bleibt die Führungsschiene beziehungsweise Fahrbahn vorhanden.

Deshalb sollte vor dem Kauf geprüft werden, wie viel freie Treppenbreite im geparkten Zustand tatsächlich verbleibt.

Was sollte eine gute Plattformlift-Offerte enthalten?

Gerade bei einer technisch komplexeren Anlage sollte die Offerte möglichst transparent sein.

PrüffrageWarum wichtig
Welches Modell wird angeboten?Vergleichbarkeit
Welche Plattformgrösse?passend zum Rollstuhl
Welche Tragfähigkeit?Nutzer + Rollstuhl berücksichtigen
Gerade oder kurvige Führung?erheblicher Preiseinfluss
Innen oder aussen?unterschiedliche Anforderungen
Montage enthalten?Gesamtpreis
Bauliche Arbeiten enthalten?mögliche Zusatzkosten
Elektroarbeiten enthalten?mögliche Zusatzkosten
Inbetriebnahme enthalten?vollständige Leistung
Garantie enthalten?langfristige Absicherung
Wartungskosten?Folgekosten
Störungsdienst?wichtig bei täglicher Nutzung
Ersatzteile verfügbar?langfristige Nutzung
Rückbaukosten?besonders bei Miete wichtig
Normen berücksichtigt?abhängig vom Einsatzort

Sollte man mehrere Plattformlift-Angebote vergleichen?

Gerade bei Plattformliften ist das sinnvoll.

Ein Anbieter kann möglicherweise eine andere technische Lösung vorschlagen als ein anderer.

Deshalb sollte nicht nur verglichen werden:

Anbieter A: CHF X
Anbieter B: CHF Y

Sondern auch:

Welche Anlage bekomme ich dafür?

Beispielsweise kann sich unterscheiden:

  • Plattformgrösse
  • Tragfähigkeit
  • Schienenverlauf
  • Platzbedarf
  • Ausstattung
  • Garantie
  • Montage
  • Service
  • Wartung
  • Lieferzeit

Weitere Hinweise gibt unser Ratgeber Treppenlift Anbieter Schweiz.

Plattformlift neu, Occasion oder Miete?

Bei Sitztreppenliften sind Occasion und Miete bekannte Alternativen zum Neukauf.

Bei einem Plattformlift sollte noch genauer geprüft werden, ob ein gebrauchtes System zur konkreten Treppe und zum Rollstuhl passt.

Occasion

Bei einem gebrauchten Plattformlift sollte geklärt werden:

  • Welche Komponenten sind gebraucht?
  • Passt die Führung zur Treppe?
  • Welche Plattformgrösse besitzt das System?
  • Welche Tragfähigkeit hat es?
  • Wie alt ist der Antrieb?
  • Welche Sicherheitstechnik ist vorhanden?
  • Gibt es Ersatzteile?
  • Welche Garantie wird angeboten?
  • Was kostet die Anpassung?
  • Was kostet die Montage?

Unser Ratgeber Treppenlift Occasion Schweiz erklärt die grundsätzlichen Unterschiede beim Gebrauchtkauf.

Miete

Bei zeitlich begrenztem Bedarf kann eine Mietlösung interessant erscheinen.

Allerdings sollte gerade bei individuell angepassten Anlagen der vollständige Mietpreis betrachtet werden:

Installation + Anpassung + monatliche Miete + Service + spätere Demontage.

Erst daraus ergibt sich ein sinnvoller Vergleich mit einem Kauf.

Mehr dazu unter Treppenlift mieten Schweiz.

Die wichtigsten Fragen vor dem Kauf

Vor einer Entscheidung sollten mindestens folgende Punkte geklärt sein:

  1. Muss der Nutzer während der Fahrt im Rollstuhl bleiben?
  2. Welcher Rollstuhl wird verwendet?
  3. Wie gross und schwer sind Nutzer und Rollstuhl zusammen?
  4. Ist die Treppe gerade oder geschwungen?
  5. Wie breit ist die Treppe an der engsten Stelle?
  6. Gibt es genügend Bewegungsfläche an beiden Haltestellen?
  7. Bleibt die Treppe für andere Personen nutzbar?
  8. Soll der Lift innen oder aussen installiert werden?
  9. Gibt es mehrere Etagen?
  10. Welche Plattformgrösse wird angeboten?
  11. Welche Tragfähigkeit besitzt die Anlage?
  12. Welche baulichen Arbeiten sind notwendig?
  13. Welche Normen beziehungsweise Vorschriften sind im konkreten Gebäude relevant?
  14. Welche Garantie besteht?
  15. Was kostet die Wartung?
  16. Wie funktioniert der Störungsdienst?
  17. Welche Finanzierungsmöglichkeiten wurden geprüft?
  18. Liegen vergleichbare Offerten mehrerer Anbieter vor?

Häufige Fragen zum Plattformlift in der Schweiz

Was kostet ein Plattformlift in der Schweiz?

Aktuelle veröffentlichte Preise von Stannah beginnen ungefähr bei CHF 10’000 für gerade und CHF 16’000 für geschwungene Plattformlifte. Auf der allgemeinen Plattformlift-Seite nennt der Anbieter einen Einstieg ab etwa CHF 13’000. Das sind Anbieter-Richtpreise, keine allgemeingültigen Schweizer Durchschnittspreise.

Was ist der Unterschied zwischen Plattformlift und Treppenlift?

Bei einem klassischen Sitztreppenlift sitzt die Person auf einem integrierten Sitz. Bei einem Plattformlift kann sie mit ihrem Rollstuhl auf die Plattform fahren und damit die Treppe überwinden.

Wie breit muss eine Treppe für einen Plattformlift sein?

Das hängt von System, Befestigung, Plattformgrösse und Nutzung ab. Stannah nennt für bestimmte gerade Installationen etwa 95 cm bei Wandmontage beziehungsweise 105 cm bei Treppenmontage; als allgemeine Orientierung werden auf der Plattformlift-Seite etwa 1,20 m genannt. Eine konkrete Treppe sollte deshalb vermessen werden.

Gibt es Plattformlifte für Kurventreppen?

Ja. Es gibt Plattformlifte für gerade und geschwungene Treppen. Bei einer Kurvenanlage muss das Führungssystem entsprechend dem Treppenverlauf geplant werden.

Kann ein Plattformlift draussen montiert werden?

Ja. Dafür gibt es speziell für den Aussenbereich vorgesehene Systeme. Sie müssen für Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und weitere Witterungseinflüsse ausgelegt sein.

Kann ein Plattformlift bei Stromausfall fahren?

Das hängt vom Modell ab. Stannah gibt beispielsweise für die eigenen Plattformlifte Batteriebetrieb und damit eine Funktionsmöglichkeit bei Stromausfall an.

Kann die IV einen Plattformlift finanzieren?

Unter bestimmten Voraussetzungen können Hilfsmittel beziehungsweise bauliche Anpassungen im Rahmen der IV relevant sein. Ob eine Finanzierung im konkreten Fall möglich ist, sollte vor einer Bestellung mit der zuständigen Stelle geklärt werden.

Plattformlift oder Hublift – was ist der Unterschied?

Ein Plattform-Treppenlift folgt dem Verlauf einer Treppe. Ein Hublift bewegt sich vertikal. Stannah beschreibt Hublifte beispielsweise als Lösung für Höhenunterschiede von ungefähr 20 cm bis 3 m.

Ist ein Plattformlift auch im Einfamilienhaus möglich?

Ja, sofern die baulichen Voraussetzungen passen. Besonders wichtig sind Treppenbreite, Plattformgrösse und ausreichend Bewegungsfläche an den Haltestellen.

Kann die Plattform weggeklappt werden?

Bei vielen Modellen ja. Dadurch benötigt der Lift im geparkten Zustand weniger Platz und die Treppe kann weiterhin von anderen Personen genutzt werden.

Ist ein Plattformlift auch für einen Elektrorollstuhl geeignet?

Das kann möglich sein. Entscheidend sind insbesondere Plattformabmessungen und zulässige Tragfähigkeit. Gewicht und Abmessungen des konkreten Elektrorollstuhls sollten deshalb bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Fazit: Plattformlifte sind eine eigenständige Lösung für Rollstuhlnutzer

Ein Plattformlift kann in der Schweiz eine wichtige Lösung sein, wenn eine Person eine Treppe überwinden muss und während der Fahrt im Rollstuhl bleiben soll.

Damit unterscheidet sich diese Liftart deutlich von einem Sitztreppenlift.

Besonders wichtig sind Treppenbreite, Plattformgrösse, Bewegungsflächen, Tragfähigkeit, Treppenverlauf und die Möglichkeit eines sicheren Ein- und Ausstiegs.

Aktuell veröffentlichte Schweizer Anbieterpreise zeigen eine Grössenordnung von etwa CHF 10’000 für einfachere gerade Anlagen und CHF 16’000 für geschwungene Plattformlifte, wobei die tatsächliche Offerte erheblich von der konkreten Situation abhängen kann.

Bei einem Plattformlift sollte deshalb nicht allein der niedrigste Preis entscheiden. Gerade für Rollstuhlnutzer ist entscheidend, ob die Anlage im Alltag selbständig, sicher und dauerhaft praktikabel verwendet werden kann.

Vor einer Bestellung sollten ausserdem mögliche Finanzierungsmöglichkeiten geklärt und mehrere technisch vergleichbare Offerten eingeholt werden.

Wer zunächst verschiedene Anbieter gegenüberstellen möchte, kann sich unter Treppenlift Anbieter Schweiz informieren oder über Treppenlift Pilot eine unverbindliche Anfrage stellen.

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