Wer einen anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5 hat, kann für einen Treppenlift unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 Euro erhalten. Leben mehrere anspruchsberechtigte Pflegebedürftige gemeinsam in einer Wohnung, sind für eine gemeinsame Maßnahme insgesamt bis zu 16.720 Euro möglich.
Damit gehört der Zuschuss der Pflegekasse zu den wichtigsten Finanzierungshilfen für Menschen, die ihre Treppe aufgrund eingeschränkter Mobilität nicht mehr sicher bewältigen können.
Allerdings gibt es häufig Missverständnisse: Die Pflegekasse bezahlt nicht automatisch jeden Treppenlift vollständig. Entscheidend sind der Pflegegrad, die persönliche Wohnsituation und die Frage, ob der Treppenlift die häusliche Pflege erleichtert oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglicht.
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Dieser Ratgeber erklärt die Treppenlift-Förderung 2026 Schritt für Schritt – einschließlich Pflegegrad, Antrag, Zuschusshöhe, mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt und der aktuellen KfW-Situation.
Wie hoch ist der Treppenlift-Zuschuss der Pflegekasse 2026?
Die Pflegekasse kann bis zu 4.180 Euro je Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes bezuschussen.
Die gesetzliche Grundlage dafür ist § 40 Absatz 4 SGB XI. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme im Einzelfall beispielsweise die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert oder eine möglichst selbstständige Lebensführung der pflegebedürftigen Person wiederherstellt.
Das Bundesgesundheitsministerium nennt einen fest installierten Treppenlift ausdrücklich als Beispiel für eine solche wohnumfeldverbessernde Maßnahme.
Treppenlift-Zuschuss nach Pflegegrad im Überblick
| Pflegegrad | Maximaler Zuschuss je Maßnahme |
|---|---|
| Pflegegrad 1 | bis 4.180 € |
| Pflegegrad 2 | bis 4.180 € |
| Pflegegrad 3 | bis 4.180 € |
| Pflegegrad 4 | bis 4.180 € |
| Pflegegrad 5 | bis 4.180 € |
Wichtig: Ein höherer Pflegegrad erhöht diesen Höchstbetrag nicht. Auch mit Pflegegrad 1 können bereits bis zu 4.180 Euro möglich sein. Die aktuell geltenden Beträge sind für alle Pflegegrade 1 bis 5 gleich.
Bekommt man bereits mit Pflegegrad 1 einen Zuschuss zum Treppenlift?
Ja. Pflegegrad 1 reicht grundsätzlich aus, um einen Zuschuss für eine wohnumfeldverbessernde Maßnahme beantragen zu können.
Das ist besonders wichtig, weil gelegentlich angenommen wird, ein Treppenlift werde erst ab Pflegegrad 2 oder 3 bezuschusst.
Das stimmt nicht.
Das Bundesgesundheitsministerium bestätigt ausdrücklich, dass die Pflegekasse bei Pflegegrad 1 bis 5 entsprechende Zuschüsse gewähren kann.
Der Pflegegrad allein garantiert allerdings noch keine Bewilligung.
Entscheidend ist, ob die konkrete Maßnahme die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.
Unter welchen Voraussetzungen bezuschusst die Pflegekasse einen Treppenlift?
Ein Treppenlift kann als sogenannte Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes gefördert werden.
Nach § 40 SGB XI kommt ein Zuschuss insbesondere infrage, wenn dadurch:
- die häusliche Pflege ermöglicht wird,
- die häusliche Pflege erheblich erleichtert wird oder
- eine möglichst selbstständige Lebensführung wiederhergestellt wird.
Das lässt sich an einem typischen Beispiel verdeutlichen.
Eine Person kann aufgrund eingeschränkter Mobilität die Treppe zum Obergeschoss kaum noch bewältigen. Dort befinden sich jedoch Schlafzimmer und Badezimmer.
Ermöglicht ein Treppenlift wieder den sicheren Zugang zu diesen Räumen, kann genau darin eine Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes liegen.
Der Treppenlift muss zur persönlichen Situation passen
Es reicht nicht aus, lediglich einen Pflegegrad zu besitzen und irgendeinen Lift kaufen zu wollen.
Die Pflegekasse betrachtet die konkrete Situation.
Relevant können beispielsweise sein:
- Mobilität der pflegebedürftigen Person
- Treppensituation im Haus
- Lage wichtiger Wohnräume
- bestehender Unterstützungsbedarf
- Art des geplanten Lifts
- erwartete Verbesserung durch die Maßnahme
Deshalb sollte der Antrag nachvollziehbar darstellen, welches konkrete Problem durch den Treppenlift gelöst wird.
Bezahlt die Pflegekasse den kompletten Treppenlift?
Nicht zwangsläufig. Der Zuschuss ist auf maximal 4.180 Euro je Maßnahme begrenzt.
Kostet der Treppenlift mehr, muss die verbleibende Differenz grundsätzlich anderweitig finanziert werden, soweit keine weiteren Kostenträger oder Fördermöglichkeiten greifen.
Ein vereinfachtes Rechenbeispiel:
| Position | Beispiel |
|---|---|
| Kosten des Treppenlifts | 9.500 € |
| möglicher Pflegekassenzuschuss | bis 4.180 € |
| verbleibender Betrag | mindestens 5.320 € |
Das Beispiel dient nur zur Verdeutlichung der Berechnung. Ob und in welcher Höhe tatsächlich ein Zuschuss bewilligt wird, entscheidet die zuständige Pflegekasse im Einzelfall.
Gerade deshalb lohnt es sich, Treppenlift-Angebote zu vergleichen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Können Ehepaare bis zu 8.360 Euro für einen Treppenlift bekommen?
Ja, das kann möglich sein, wenn zwei anspruchsberechtigte Pflegebedürftige gemeinsam wohnen und die Voraussetzungen für die gemeinsame Maßnahme erfüllt sind.
Für mehrere Pflegebedürftige in einer gemeinsamen Wohnung sieht § 40 SGB XI einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je anspruchsberechtigter Person vor.
Damit ergeben sich rechnerisch:
| Anspruchsberechtigte Personen | Maximaler Gesamtbetrag |
|---|---|
| 1 Person | 4.180 € |
| 2 Personen | 8.360 € |
| 3 Personen | 12.540 € |
| 4 Personen | 16.720 € |
| mehr als 4 | insgesamt max. 16.720 € |
Der Gesamtbetrag für die gemeinsame Maßnahme ist auf 16.720 Euro begrenzt.
Beispiel: Ehepaar mit zwei Pflegegraden
Leben zwei Ehepartner gemeinsam im Haus und haben beide einen anerkannten Pflegegrad, kann für einen gemeinsam benötigten Treppenlift ein höherer Gesamtzuschuss infrage kommen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass automatisch 8.360 Euro ausgezahlt werden. Auch hier müssen die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sein und die tatsächlichen Kosten der Maßnahme berücksichtigt werden.
Was könnte Ihr Treppenlift kosten?
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1. Welche Liftart benötigen Sie?
2. Wie verläuft die Treppe?
3. Wo soll der Lift eingebaut werden?
4. Kommt ein gebrauchter Lift infrage?
5. Ist ein Pflegegrad vorhanden?
Der tatsächliche Preis hängt unter anderem ab von:
- Treppenverlauf und Schienenlänge
- Liftmodell und Ausstattung
- Baulicher Situation
- Montage und Zusatzarbeiten
Unverbindliche Orientierung, kein verbindliches Angebot. Der tatsächliche Preis kann außerhalb der Spanne liegen. Zuschüsse werden nicht automatisch abgezogen.
Welche Treppenlifte können bezuschusst werden?
Das Bundesgesundheitsministerium nennt fest installierte Treppenlifte ausdrücklich als Beispiel für eine mögliche bezuschusste Wohnumfeldverbesserung.
In der Praxis kommen je nach Mobilität und baulicher Situation unterschiedliche Lösungen infrage.
Sitzlift
Der klassische Sitztreppenlift ist für Personen gedacht, die sich auf einen Sitz setzen und am Ziel wieder aufstehen beziehungsweise umsetzen können.
Kurventreppenlift
Verläuft die Treppe um Kurven oder über Zwischenpodeste, wird häufig eine individuell angepasste Schienenführung benötigt.
Plattformlift
Ein Plattformlift kann insbesondere dann interessant sein, wenn eine Person einen Rollstuhl nutzt und mitsamt Rollstuhl transportiert werden soll.
Hublift
Ein Hublift überwindet Höhenunterschiede vertikal und kommt beispielsweise im Eingangsbereich eines Hauses infrage.
Ob eine konkrete Ausführung als wohnumfeldverbessernde Maßnahme bezuschusst wird, sollte vor dem Kauf mit der zuständigen Pflegekasse geklärt werden.
Wie beantragt man den Treppenlift-Zuschuss?
Der Antrag sollte nicht komplizierter gemacht werden als nötig. Trotzdem ist eine saubere Reihenfolge wichtig.
Schritt 1: Bedarf feststellen
Zunächst sollte klar sein, weshalb die vorhandene Treppe zum Problem geworden ist.
Beispielsweise:
- Treppensteigen ist nur noch unter Schmerzen möglich.
- Es besteht Unsicherheit oder Sturzgefahr.
- Eine Etage kann nicht mehr selbstständig erreicht werden.
- Eine Pflegeperson muss regelmäßig beim Treppensteigen unterstützen.
- Badezimmer oder Schlafzimmer befinden sich in einer schwer erreichbaren Etage.
Schritt 2: Passende Treppenlift-Lösung ermitteln
Anschließend sollte geprüft werden, welche technische Lösung überhaupt infrage kommt.
Dafür spielen unter anderem eine Rolle:
- gerade oder kurvige Treppe
- Treppenbreite
- Anzahl der Etagen
- Innen- oder Außenbereich
- Sitzlift oder Plattformlösung
- bauliche Besonderheiten
Schritt 3: Kostenvoranschlag einholen
Für den Antrag ist es sinnvoll, einen konkreten Kostenvoranschlag beziehungsweise ein Angebot für die geplante Maßnahme zu haben.
Damit kennt die Pflegekasse sowohl die vorgesehene Lösung als auch die voraussichtlichen Kosten.
Schritt 4: Antrag bei der Pflegekasse stellen
Der Zuschuss wird bei der Pflegekasse der pflegebedürftigen Person beantragt.
Dabei sollte nachvollziehbar beschrieben werden, weshalb der Treppenlift notwendig beziehungsweise hilfreich ist und welche Verbesserung dadurch erreicht werden soll.
Schritt 5: Entscheidung abwarten
Gerade bei einer größeren Investition sollte die Bewilligung geklärt sein, bevor verbindlich mit der Umsetzung begonnen wird.
§ 40 SGB XI enthält zudem Entscheidungsfristen: Grundsätzlich hat die Pflegekasse über einen Antrag auf Zuschüsse zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen spätestens innerhalb von drei Wochen nach Antragseingang zu entscheiden; wird eine Pflegefachperson oder der Medizinische Dienst beteiligt, beträgt die gesetzlich genannte Frist fünf Wochen. Das Gesetz enthält außerdem Regelungen für den Fall, dass diese Fristen nicht eingehalten werden.
Was sollte im Antrag für einen Treppenlift stehen?
Der Antrag sollte vor allem die tatsächliche Alltagssituation verständlich machen.
Nicht nur:
„Ich möchte einen Treppenlift.“
Sondern beispielsweise sinngemäß:
„Aufgrund meiner eingeschränkten Mobilität kann ich die Treppe zum Obergeschoss nicht mehr sicher selbstständig bewältigen. Dort befinden sich Schlafzimmer und Badezimmer. Durch den Einbau eines Treppenlifts sollen diese Räume wieder selbstständig erreichbar werden.“
Entscheidend sind immer die tatsächlichen individuellen Verhältnisse.
Es sollten deshalb keine Beschwerden oder Einschränkungen angegeben werden, die nicht bestehen.
Sinnvolle Unterlagen können sein
Je nach Einzelfall können beispielsweise relevant sein:
- Antrag auf wohnumfeldverbessernde Maßnahme
- Kostenvoranschlag
- Beschreibung der geplanten Maßnahme
- gegebenenfalls ergänzende Unterlagen zur Wohnsituation
Welche Unterlagen die konkrete Pflegekasse verlangt, sollte direkt dort geprüft werden.
Muss ein Arzt den Treppenlift verschreiben?
Ein Treppenlift wird im Rahmen dieses Zuschusses nicht einfach wie ein klassisches Medikament auf Rezept verordnet.
Die Grundlage ist vielmehr der Zuschuss für eine Wohnumfeldverbesserung nach § 40 Absatz 4 SGB XI.
Die Pflegekasse kann die Voraussetzungen beziehungsweise Notwendigkeit der beantragten Maßnahme prüfen. Deshalb sollte man bei Unsicherheit vorab mit der eigenen Pflegekasse klären, welche Nachweise im konkreten Fall benötigt werden.
Kann man den Treppenlift-Zuschuss nachträglich beantragen?
Hier ist Vorsicht sinnvoll.
Wer erst einen Lift verbindlich bestellt oder einbauen lässt und sich anschließend um die Finanzierung kümmert, kann unnötige Risiken eingehen.
Deshalb ist die sichere Reihenfolge:
Angebot einholen → Antrag stellen → Bewilligung beziehungsweise Kostenübernahme klären → Auftrag erteilen.
So besteht vor der Investition Klarheit darüber, welchen Betrag die Pflegekasse tatsächlich übernimmt.
Was passiert, wenn noch kein Pflegegrad vorhanden ist?
Ohne anerkannten Pflegegrad greift der hier beschriebene Pflegekassenzuschuss nicht.
Bestehen bereits relevante Einschränkungen im Alltag, kann unabhängig vom Treppenlift geprüft werden, ob die Voraussetzungen für einen Pflegegrad vorliegen.
Wichtig ist dabei:
Ein Pflegegrad sollte nicht allein deshalb beantragt werden, um einen Treppenlift-Zuschuss zu erhalten. Entscheidend ist der tatsächliche Grad der Selbstständigkeit beziehungsweise der bestehenden Beeinträchtigungen.
Wird anschließend mindestens Pflegegrad 1 anerkannt, kann grundsätzlich auch ein Antrag auf Zuschuss zur Wohnraumanpassung infrage kommen. Das BMG bestätigt entsprechende Leistungen bereits für Pflegegrad 1.
Kann ein Treppenlift auch ohne Pflegegrad finanziert werden?
Ja. Ein Pflegegrad ist keine Voraussetzung dafür, einen Treppenlift zu kaufen.
Ohne Pflegegrad entfällt lediglich diese spezielle Finanzierungsmöglichkeit über die Pflegekasse.
Dann können beispielsweise folgende Möglichkeiten geprüft werden:
- Eigenfinanzierung
- Finanzierung beziehungsweise Ratenzahlung
- KfW-Förderkredit
- regionale Förderprogramme
- je nach individueller Situation möglicherweise andere zuständige Kostenträger
Welche Möglichkeit tatsächlich infrage kommt, hängt vom Einzelfall ab.
Gibt es 2026 einen KfW-Zuschuss für den Treppenlift?
Hier ist die aktuelle Lage besonders wichtig.
Der KfW-Investitionszuschuss Barrierereduzierung 455-B kann derzeit nicht neu beantragt werden.
Das Programm wurde am 8. April 2026 wieder für Anträge geöffnet. Für Einzelmaßnahmen waren damals 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten von maximal 25.000 Euro je Wohneinheit vorgesehen.
Aufgrund der hohen Nachfrage waren die für 2026 bereitgestellten Bundesmittel jedoch bereits am 31. Juli 2026 vollständig mit Anträgen belegt. Seitdem besteht ein Antragstopp. Bereits bestehende Zusagen bleiben gültig.
Stand: 17. September 2026.
Kommt der KfW-Zuschuss 455-B 2027 wieder?
Das steht derzeit noch nicht endgültig fest.
Die KfW erklärt, dass eine erneute Antragstellung möglich werden kann, wenn für 2027 erneut Bundesmittel bereitgestellt werden.
Deshalb sollten Interessenten die Förderlage erneut prüfen, bevor sie eine Maßnahme beginnen.
Welche KfW-Förderung gibt es aktuell noch?
Als Alternative besteht der KfW-Förderkredit „Altersgerecht Umbauen – Kredit 159“.
Die KfW nennt derzeit einen Kreditbetrag von bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit für Maßnahmen zum Abbau von Barrieren. Das Programm richtet sich nicht ausschließlich an Senioren; gefördert werden grundsätzlich Personen, die entsprechende Barrieren in Haus oder Wohnung reduzieren.
Ein Kredit ist allerdings etwas anderes als ein Zuschuss:
Ein Zuschuss muss bei Einhaltung der Bedingungen grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden. Ein Kredit muss zurückgezahlt werden.
Das sollte bei Vergleichen von Fördermöglichkeiten klar getrennt werden.
Lassen sich Pflegekassenzuschuss und andere Förderungen kombinieren?
Eine Kombination verschiedener Förderungen kann unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein. Dabei müssen jedoch die Bedingungen des jeweiligen Programms berücksichtigt werden.
Gerade bei KfW-Programmen bestehen eigene Kombinationsregeln. Auch darf eine Förderung nicht dazu führen, dass mehr öffentliche Mittel als zulässig für dieselben Kosten beansprucht werden.
Deshalb sollte bei einer geplanten Kombination vor Antragstellung beziehungsweise Beauftragung geprüft werden, welche Programme miteinander vereinbar sind.
Was kostet ein Treppenlift nach Abzug des Pflegekassenzuschusses?
Das lässt sich erst sinnvoll beantworten, wenn ein konkretes Angebot vorliegt.
Denn Treppenliftpreise hängen unter anderem ab von:
- gerader oder kurviger Treppe
- Länge des Schienenverlaufs
- Anzahl der Etagen
- Innen- oder Außenbereich
- gewünschter Ausstattung
- baulichen Besonderheiten
- neuem oder gegebenenfalls gebrauchtem System
Die einfache Rechnung lautet anschließend:
Treppenliftpreis – bewilligter Zuschuss = verbleibender Eigenanteil
Beispiel 1
Treppenlift kostet 7.500 Euro und die Pflegekasse bewilligt den maximalen Zuschuss von 4.180 Euro:
Was könnte Ihr Treppenlift kosten?
Beantworten Sie fünf kurze Fragen und erhalten Sie eine unverbindliche Kostenspanne – ohne Kontaktdaten.
1. Welche Liftart benötigen Sie?
2. Wie verläuft die Treppe?
3. Wo soll der Lift eingebaut werden?
4. Kommt ein gebrauchter Lift infrage?
5. Ist ein Pflegegrad vorhanden?
Der tatsächliche Preis hängt unter anderem ab von:
- Treppenverlauf und Schienenlänge
- Liftmodell und Ausstattung
- Baulicher Situation
- Montage und Zusatzarbeiten
Unverbindliche Orientierung, kein verbindliches Angebot. Der tatsächliche Preis kann außerhalb der Spanne liegen. Zuschüsse werden nicht automatisch abgezogen.
7.500 € – 4.180 € = 3.320 € verbleibende Kosten
Beispiel 2
Treppenlift kostet 12.000 Euro:
12.000 € – 4.180 € = 7.820 € verbleibende Kosten
Diese Beispiele sind reine Rechenbeispiele und keine Preisangaben für einen konkreten Treppenlift.
Warum sollte man Angebote vor der Entscheidung vergleichen?
Der Pflegekassenzuschuss verändert nicht die grundlegende Frage, ob das Treppenlift-Angebot wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.
Angenommen, zwei geeignete Anbieter bieten unterschiedliche Lösungen für dieselbe Treppe an.
Dann können Unterschiede bestehen bei:
- Anschaffungspreis
- Schienensystem
- Ausstattung
- Garantie
- Wartung
- Reparaturbedingungen
- Lieferzeit
- Rückbau
- Service
Deshalb sollte die Entscheidung nicht allein danach getroffen werden, welcher Anbieter zuerst vor Ort war.
Ein Vergleich kann insbesondere bei individuell angefertigten Kurventreppenliften sinnvoll sein.
Treppenlift-Zuschuss: die wichtigsten Punkte auf einen Blick
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Zuschuss Pflegekasse 2026 | bis zu 4.180 € |
| Mindest-Pflegegrad | Pflegegrad 1 |
| Pflegegrad 2–5 | ebenfalls bis zu 4.180 € |
| Zwei Anspruchsberechtigte | bis zu 8.360 € gemeinsam |
| Maximale gemeinsame Förderung | bis zu 16.720 € |
| Treppenlift grundsätzlich förderfähig? | Ja, wenn Voraussetzungen erfüllt sind |
| Automatischer Anspruch auf 4.180 €? | Nein, Einzelfallprüfung |
| KfW 455-B aktuell beantragbar? | Nein |
| KfW-Kredit 159 aktuell vorhanden? | Ja |
| Erst kaufen und danach Förderung klären? | Nicht empfehlenswert |
Die Beträge von 4.180 beziehungsweise maximal 16.720 Euro entsprechen dem derzeit geltenden § 40 SGB XI und den aktuellen Angaben des Bundesgesundheitsministeriums.
Treppenlift-Förderung richtig planen: eine praktische Checkliste
Bevor ein Treppenlift bestellt wird, können diese Punkte nacheinander geprüft werden:
- Besteht bereits ein anerkannter Pflegegrad?
- Welche konkrete Einschränkung verursacht die Treppe?
- Welche Etage muss weiterhin erreichbar bleiben?
- Welche Liftart kommt technisch infrage?
- Liegt mindestens ein konkretes Angebot vor?
- Wurden gegebenenfalls mehrere Anbieter verglichen?
- Ist der Antrag bei der Pflegekasse gestellt?
- Liegt die Entscheidung der Pflegekasse vor?
- Wurden weitere Fördermöglichkeiten geprüft?
- Erst danach sollte die endgültige Beauftragung erfolgen.
Gerade Punkt 6 ist wichtig: Ein hoher Zuschuss macht ein ungünstiges Angebot nicht automatisch zu einem guten Angebot.
Treppenlift-Angebote kostenlos vergleichen
Wer einen Treppenlift benötigt, sollte zunächst klären, welche Lösung zur eigenen Treppe und Mobilität passt.
Über Treppenlift Pilot können Interessenten kostenlos und unverbindlich passende Treppenlift-Fachbetriebe vergleichen.
Das ist insbesondere sinnvoll, wenn noch Fragen bestehen zu:
- gerader oder kurviger Treppe
- Sitzlift oder Plattformlift
- technischen Möglichkeiten
- Kosten
- Zuschüssen
- Neu- oder Gebrauchtlösung
Wichtig: Die Entscheidung über einen Zuschuss trifft ausschließlich die zuständige Pflegekasse. Ein Treppenlift-Anbieter kann eine Förderung nicht garantieren.
Häufige Fragen zum Treppenlift-Zuschuss 2026
Wie viel zahlt die Pflegekasse für einen Treppenlift?
Die Pflegekasse kann für eine wohnumfeldverbessernde Maßnahme bis zu 4.180 Euro gewähren, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Ein fest installierter Treppenlift wird vom Bundesgesundheitsministerium ausdrücklich als mögliches Beispiel genannt.
Welchen Pflegegrad braucht man für einen Treppenlift-Zuschuss?
Bereits Pflegegrad 1 kann ausreichen. Der Zuschuss für Wohnumfeldverbesserungen steht grundsätzlich Pflegebedürftigen der Pflegegrade 1 bis 5 offen.
Gibt es mit Pflegegrad 2 mehr Geld als mit Pflegegrad 1?
Nein. Der maximale Zuschuss je Maßnahme beträgt derzeit bei Pflegegrad 1 ebenso wie bei Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 4.180 Euro.
Können zwei Personen im Haushalt jeweils 4.180 Euro erhalten?
Bei mehreren anspruchsberechtigten Pflegebedürftigen in einer gemeinsamen Wohnung können die Zuschüsse für eine gemeinsame Wohnumfeldverbesserung zusammengeführt werden. Bei zwei Personen sind damit grundsätzlich bis zu 8.360 Euro möglich. Insgesamt ist der Betrag je gemeinsamer Maßnahme auf 16.720 Euro begrenzt.
Zahlt die Krankenkasse einen Treppenlift?
Der hier beschriebene Zuschuss für die Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes ist eine Leistung der Pflegekasse nach § 40 Absatz 4 SGB XI. Das sollte nicht mit Leistungen der Krankenversicherung für Hilfsmittel verwechselt werden.
Wird ein gebrauchter Treppenlift ebenfalls bezuschusst?
Ob die konkret geplante gebrauchte Anlage und die damit verbundenen Einbaukosten im individuellen Fall anerkannt werden, sollte vor dem Kauf direkt mit der Pflegekasse geklärt werden. Entscheidend ist nicht allein die Bezeichnung „gebraucht“, sondern die beantragte Maßnahme und deren Voraussetzungen.
Muss der Treppenlift vor dem Antrag ausgesucht sein?
Es ist sinnvoll, zunächst die technische Lösung zu klären und einen Kostenvoranschlag einzuholen. Die endgültige Beauftragung sollte erst erfolgen, wenn die Finanzierung beziehungsweise Förderentscheidung geklärt ist.
Kann ich 2026 noch den KfW-Zuschuss 455-B beantragen?
Nein. Die für 2026 verfügbaren Mittel waren am 31. Juli 2026 vollständig mit Anträgen belegt. Die KfW nimmt derzeit keine neuen Anträge für 455-B an.
Gibt es eine Alternative zum KfW-Zuschuss?
Die KfW bietet weiterhin den Förderkredit Altersgerecht Umbauen 159 an. Dieser kann bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit umfassen.
Fazit: Bis zu 4.180 Euro Zuschuss können die Treppenlift-Kosten deutlich reduzieren
Wer einen anerkannten Pflegegrad 1 bis 5 besitzt und aufgrund eingeschränkter Mobilität einen Treppenlift benötigt, sollte die Förderung durch die Pflegekasse unbedingt prüfen.
Der wichtigste Betrag für 2026 lautet:
Bis zu 4.180 Euro je anspruchsberechtigter Person und Maßnahme.
Bei mehreren anspruchsberechtigten Pflegebedürftigen in derselben Wohnung können für eine gemeinsame Maßnahme insgesamt bis zu 16.720 Euro möglich sein.
Dabei gilt jedoch: Der Zuschuss wird nicht automatisch ausgezahlt. Die Pflegekasse prüft, ob die Voraussetzungen der Wohnumfeldverbesserung erfüllt sind.
Deshalb ist die sinnvollste Reihenfolge:
Bedarf feststellen → Treppenlift-Lösung prüfen → Angebote vergleichen → Zuschuss beantragen → Bewilligung klären → Treppenlift beauftragen.
So lässt sich nicht nur die Förderung sauber planen. Auch das Risiko sinkt, sich vorschnell für eine technisch oder wirtschaftlich ungünstige Lösung zu entscheiden.
