Der Lehner SIGMA Plattformlift ist ein vertikal fahrender Plattformlift für Rollstuhlfahrer, Menschen mit eingeschränkter Mobilität und alle, die Höhenunterschiede zwischen mehreren Ebenen möglichst barrierearm überwinden möchten. Anders als ein klassischer Plattformtreppenlift fährt der SIGMA nicht entlang einer Treppe, sondern senkrecht nach oben und unten. Genau dadurch eröffnet er völlig andere Möglichkeiten bei Hauseingängen, Hochparterre-Wohnungen, Einfamilienhäusern, öffentlichen Gebäuden und mehrgeschossigen Projekten.
Lehner Lifttechnik positioniert den SIGMA als kompakte Alternative zu einem klassischen Personenaufzug, wenn ein vollwertiger Aufzugsschacht baulich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Der aktuelle Herstellerstand nennt eine Hubhöhe von mindestens 650 mm bis maximal 8.000 mm, eine Tragfähigkeit von 385 kg, bis zu vier Haltestellen, verschiedene Zugangsrichtungen und einen robusten Doppelkettenantrieb.
Besonders interessant ist die Weiterentwicklung des SIGMA: Neben der offenen Plattform sind inzwischen zusätzliche Lösungen wie geschlossener Fahrkorb, Faltenbalg, offener oder geschlossener Schacht sowie unterschiedliche Türkonfigurationen vorgesehen. Damit kann der SIGMA je nach Gebäude deutlich näher an die Funktion eines klassischen Aufzugs heranrücken.
Treppenlift-Kosten für Ihre Situation prüfen
Welche Kosten tatsächlich entstehen, hängt von Treppe, Liftart und Einbausituation ab. Mit wenigen Angaben können passende Fachbetriebe Ihre Situation gezielter einschätzen.
🟢 Kurzantwort: Der Lehner SIGMA ist ein vertikaler Plattformlift für Innen- und Außenbereiche mit bis zu 8 m Hubhöhe und 385 kg Tragfähigkeit. Er eignet sich besonders für Rollstuhlfahrer und für Gebäude, in denen mehrere Ebenen ohne einen klassischen Aufzugsschacht barrierefrei verbunden werden sollen. Serienmäßig gehören unter anderem Notstromversorgung, Plattformbeleuchtung und eine integrierte Auffahrrampe zum Konzept.
Dieser Ratgeber behandelt ausschließlich den Lehner SIGMA und beantwortet die wichtigsten Fragen zu Technik, Plattformgrößen, Rollstuhltransport, Innen- und Außenmontage, Haltestellen, Sicherheit, Kosten, Förderung, Montage und der Frage, wann der SIGMA gegenüber einem Plattformtreppenlift oder klassischen Aufzug sinnvoller sein kann.
Lehner SIGMA auf einen Blick
| Merkmal | Lehner SIGMA |
|---|---|
| Hersteller | Lehner Lifttechnik |
| Liftart | Vertikalplattformlift |
| Fahrtrichtung | senkrecht |
| Einsatz | privat und öffentlich |
| Innenbereich | ja |
| Außenbereich | ja |
| Minimale Hubhöhe | 650 mm |
| Maximale Hubhöhe | 8.000 mm |
| Tragfähigkeit | 385 kg |
| Plattformgröße Standard | 1.100 × 1.400 mm |
| Kompakte Plattform | 920 × 1.100 mm |
| Plattformhöhe | ab 50 mm |
| Antrieb | Doppelkettenantrieb |
| Haltestellen | bis zu 4 |
| Zugänge | auf allen vier Seiten möglich |
| Stromversorgung | 1 × 230 V |
| Notstromversorgung | serienmäßig |
| Plattformbeleuchtung | serienmäßig |
| Integrierte Rampe | ja |
| Temperaturbereich | −15 bis +45 °C |
| Standardfarbe | RAL 9022 |
| Weitere Farben | alle RAL-Farben möglich |
| Geschlossener Fahrkorb | optional |
| Faltenbalg | optional |
| Offener Schacht | optional |
| Geschlossener Schacht | optional |
| Automatischer Türöffner | optional |
| Sicherheitsvorhang | optional |
Die technischen Kerndaten stammen von der aktuellen SIGMA-Produktseite von Lehner.

Was ist der Lehner SIGMA?
Der SIGMA ist ein vertikaler Plattformlift.
Das bedeutet: Die Plattform fährt nicht schräg entlang einer vorhandenen Treppe, sondern vertikal zwischen verschiedenen Ebenen.
Das Grundprinzip ähnelt damit stärker einem kleinen Aufzug als einem klassischen Treppenlift.
Der typische Ablauf
Plattform betreten oder mit Rollstuhl auffahren
↓
Tür beziehungsweise Sicherung schließen
↓
Fahrt starten
↓
senkrecht zur nächsten Haltestelle fahren
↓
Plattform auf der gewünschten Ebene verlassen
Der Vorteil dieses Konzepts liegt auf der Hand: Die vorhandene Treppe muss nicht Teil der Fahrstrecke sein.
Dadurch kann ein SIGMA beispielsweise:
- neben einer Treppe,
- im Eingangsbereich,
- an einer Fassade,
- innerhalb eines Treppenhauses,
- zwischen mehreren Geschossen
installiert werden.
Lehner beschreibt vertikale Plattformlifte ausdrücklich als wirtschaftlich interessante Alternative zu klassischen Aufzügen für bestimmte Anwendungsfälle.
SIGMA oder Treppenlift: Wo liegt der Unterschied?
Das ist für die Kaufentscheidung entscheidend.
Ein Treppenlift folgt der Treppe.
Der SIGMA überwindet dagegen den Höhenunterschied vertikal.
| SIGMA | Plattformtreppenlift |
|---|---|
| fährt senkrecht | fährt entlang der Treppe |
| benötigt eigene Stellfläche | nutzt vorhandenen Treppenverlauf |
| bis 8 m Hubhöhe | Fahrweg abhängig von Treppe |
| mehrere Haltestellen möglich | folgt Schienenverlauf |
| Rollstuhl fährt mit | Rollstuhl fährt ebenfalls mit |
| optionale Kabine/Schacht | offene Plattform entlang Treppe |
| eher aufzugähnlich | eher treppenbezogen |
Lehner unterscheidet seine Vertikalplattformlifte entsprechend klar von den Plattformtreppenliften DELTA, STRATOS und OMEGA.
Für wen eignet sich der SIGMA?
Der SIGMA kann besonders interessant sein für Menschen, die:
- einen Rollstuhl nutzen,
- einen Rollator transportieren müssen,
- Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben,
- mehrere Ebenen barrierefrei verbinden möchten,
- einen klassischen Aufzug vermeiden möchten,
- eine Lösung im Außenbereich benötigen.
Lehner nennt ausdrücklich sowohl private als auch öffentliche Bereiche als Einsatzgebiet.
Typische Gebäude
Der SIGMA kann beispielsweise infrage kommen bei:
- Einfamilienhäusern,
- Mehrfamilienhäusern,
- Praxen,
- Büros,
- Vereinsgebäuden,
- öffentlichen Einrichtungen,
- Schulen,
- Eingangsbereichen,
- Hochparterre-Wohnungen.
Gerade bei Gebäuden, in denen ein normaler Aufzug zu viel Platz benötigen würde, kann ein vertikaler Plattformlift interessant sein. Lehner beschreibt solche Systeme ausdrücklich als Möglichkeit, auch im Bestand mit vergleichsweise überschaubarem baulichem Aufwand mehrere Ebenen barrierefrei zu verbinden.
Wie hoch fährt der Lehner SIGMA?
Die maximale Hubhöhe ist eine der wichtigsten Besonderheiten.
Lehner nennt aktuell:
Minimum: 650 mm
Maximum: 8.000 mm
Damit kann der SIGMA erheblich größere Höhenunterschiede überwinden als klassische kleine Hublifte.
Warum 8 Meter bemerkenswert sind
Viele Hublifte sind primär für:
- drei Stufen,
- ein Podest,
- einen Hauseingang
gedacht.
Der SIGMA kann dagegen auch mehrere Ebenen erschließen.
Beispiel
Erdgeschoss:
0 m
- Obergeschoss:
ca. 3 m
- Obergeschoss:
ca. 6 m
Ein entsprechend geplantes SIGMA-System kann damit theoretisch mehrere Ebenen innerhalb seines maximalen Hubbereichs verbinden.
Wichtig
Die tatsächliche Realisierbarkeit hängt von Gebäude, Zugangssituation, regionalen Vorschriften und gewählter Einhausung ab.
Offene Plattform und 8 Meter sind nicht dasselbe
Lehner erklärt, dass bei einer offenen Plattform je nach privatem oder öffentlichem Einsatz und regionalen Vorgaben niedrigere Grenzen gelten können. Für größere Hubhöhen stehen geschlossene Fahrkorb- beziehungsweise Schachtlösungen zur Verfügung.
Wie hoch darf der SIGMA offen fahren?
Lehner differenziert ausdrücklich nach Nutzung und Ausführung.
Auf der aktuellen Produktseite wird angegeben:
- im öffentlichen Bereich mit offenem Fahrkorb bis zu etwa 3 m,
- im privaten Bereich aufgrund der Baumusterprüfung bis zu etwa 4 m,
- mit geschlossenem Fahrkorb beziehungsweise Schacht bis zu 8 m.
Regionale Vorschriften können allerdings zusätzliche Anforderungen stellen.
Deshalb muss ein SIGMA-Projekt immer anhand des konkreten Installationsortes geprüft werden.
Geschlossener SIGMA bis 8 Meter
Seit der jüngeren Weiterentwicklung stehen für den SIGMA zusätzliche Einhausungslösungen zur Verfügung.
Lehner nennt unter anderem:
- geschlossenen Fahrkorb,
- Faltenbalg,
- geschlossenen Schacht,
- offenen Schacht.
Damit kann der SIGMA wesentlich stärker an ein klassisches Aufzugskonzept heranrücken.
Geschlossener Fahrkorb
Eine geschlossene Kabinenlösung erhöht insbesondere bei größeren Hubhöhen das Sicherheits- und Komfortniveau.
Geschlossener Schacht
Ein geschlossener Schacht kapselt den Fahrweg zusätzlich ab.
Offener Schacht
Eine leichtere Einhausung kann je nach Gebäude eine optisch und konstruktiv interessante Alternative sein.
Faltenbalg
Lehner nennt einen Faltenbalg für Hubhöhen bis etwa 1,8 m als eine mögliche Schutzlösung.
Wie viel Gewicht trägt der SIGMA?
Der aktuelle Herstellerwert beträgt 385 kg.
Das ist für einen Rollstuhlplattformlift ein wichtiger Wert.
Was zählt zur Belastung?
Entscheidend ist das Gesamtgewicht aus:
Nutzer + Rollstuhl + gegebenenfalls Begleit- oder Hilfsmittel
Bei einem Elektrorollstuhl kann das Gewicht schnell deutlich steigen.
Beispiel
Nutzer: 95 kg
Elektrorollstuhl: 140 kg
Gesamt: 235 kg
Damit verbleibt noch ausreichend Abstand zur Nenntragfähigkeit von 385 kg.
Trotzdem gilt
Die zulässige Tragfähigkeit darf nicht überschritten werden und die konkreten Vorgaben der gelieferten Anlage bleiben maßgeblich.
SIGMA für Elektrorollstühle
Mit einer Tragfähigkeit von 385 kg ist der SIGMA grundsätzlich auch für viele schwere Elektrorollstühle interessant.
Allerdings entscheidet nicht nur das Gewicht.
Ebenso relevant sind:
- Rollstuhlbreite,
- Rollstuhllänge,
- Wendekreis,
- Fußstützen,
- Einstiegssituation,
- Ausstiegsrichtung.
Ein schwerer Elektrorollstuhl kann vom Gewicht her problemlos passen, aber aufgrund seiner Abmessungen dennoch eine größere Plattform oder bestimmte Zugangsrichtung erfordern.
Welche Plattformgrößen bietet der SIGMA?
Lehner nennt aktuell zwei zentrale Plattformgrößen:
| Plattform | Maße |
|---|---|
| große Plattform | 1.100 × 1.400 mm |
| kompakte Plattform | 920 × 1.100 mm |
Warum gibt es eine kompakte Variante?
Nicht jedes Gebäude bietet ausreichend Platz für eine große Plattform.
Gerade im Bestand können:
- Treppenhäuser,
- Flure,
- Hauseingänge,
- Mauern,
- Grundstücksgrenzen
den verfügbaren Raum einschränken.
Die kompakte Plattform kann deshalb eine wichtige Lösung sein.
Seitlicher Ein- und Ausstieg
Eine weitere Stärke des SIGMA ist die Flexibilität bei den Zugängen.
Lehner beschreibt Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Seiten und nennt Haltestellen auf allen vier Seiten der Plattform.
Das ist ein erheblicher Vorteil bei schwierigen Grundrissen.
Beispiel
Im Erdgeschoss liegt der Zugang vorne.
Im Obergeschoss liegt der Flur jedoch seitlich.
Ein klassisches Durchladeprinzip vorne/hinten wäre dann möglicherweise unpraktisch.
Der SIGMA kann die Zugänge stärker an den Grundriss anpassen.
Bis zu vier Haltestellen
Der SIGMA kann mit bis zu vier Haltestellen ausgestattet werden.
Damit ist er deutlich mehr als ein einfacher Hublift für zwei Ebenen.
Denkbare Konfiguration
- Kellergeschoss
- Erdgeschoss
- Obergeschoss
- Obergeschoss
Ob eine solche Anlage tatsächlich realisiert werden kann, hängt von der erforderlichen Hubhöhe und dem Gebäude ab.
Durchgang durch den Antriebsturm
Lehner hebt zusätzlich hervor, dass Haltestellen sogar durch den Antriebsturm realisiert werden können.
Das erweitert die planerischen Möglichkeiten erheblich.
Gerade bei komplizierten Grundrissen kann dadurch ein Zugang entstehen, der mit einer klassischen Liftkonstruktion schwieriger umzusetzen wäre.
Der Doppelkettenantrieb des SIGMA
Der SIGMA arbeitet mit einem Doppelkettenantrieb.
Lehner beschreibt diese Konstruktion als Grundlage für einen angenehmen beziehungsweise ruhigen Fahrbetrieb.
Warum zwei Ketten?
Bei einem Vertikallift muss die Plattform zuverlässig und stabil geführt werden.
Die genaue technische Konstruktion wird vom Hersteller auf das System abgestimmt.
Für Nutzer ist vor allem relevant:
- ruhiger Betrieb,
- zuverlässige Bewegung,
- stabile Plattform,
- kontrolliertes Anhalten.
Schlanker Antriebsturm
Ein markantes Konstruktionsmerkmal des SIGMA ist der schlanke Antriebsturm.
Der Hersteller hebt diesen ausdrücklich als Teil des kompakten Designs hervor.
Das kann besonders wichtig sein, wenn der Lift nachträglich in ein bestehendes Gebäude integriert werden soll.
Denn anders als ein klassischer Personenaufzug benötigt ein Plattformlift nicht zwingend einen großen Maschinenraum oder einen traditionellen massiven Aufzugsschacht.
Aluminiumkonstruktion
Lehner verwendet beim SIGMA zahlreiche Aluminiumkomponenten.
Der Hersteller nennt dafür zwei wesentliche Vorteile:
- geringes Gewicht,
- guter Korrosionsschutz.
Das ist insbesondere im Außenbereich relevant.
SIGMA im Außenbereich
Der SIGMA ist ausdrücklich für Innen- und Außenbereiche konstruiert.
Typische Außenanwendungen sind:
- Hauseingang,
- erhöhte Terrasse,
- Hochparterre,
- Außenzugang zu mehreren Ebenen,
- seitlicher Anbau an ein Wohnhaus.
Lehner beschreibt den SIGMA auch ausdrücklich als interessante Lösung für einen nachträglich außen montierten Lift.
Temperaturbereich
Der aktuelle Herstellerwert liegt bei:
−15 °C bis +45 °C.
Damit ist der SIGMA grundsätzlich für unterschiedliche klimatische Bedingungen ausgelegt.
Bei einer Außeninstallation sollte trotzdem auf:
- Schnee,
- Eis,
- Entwässerung,
- Fundament,
- Windbelastung,
- Witterungsschutz
geachtet werden.
Welche Farbe hat der SIGMA?
Die Standardfarbe ist laut Hersteller RAL 9022.
Darüber hinaus kann die Beschichtung in allen RAL-Farben ausgeführt werden.
Das ist für die architektonische Integration besonders interessant.
Beispiele
🩶 Grautöne können zu modernen Fassaden passen.
🤍 Helle Farben wirken bei Innenanlagen zurückhaltend.
🟤 Dunklere Töne können zu Holz- oder Natursteinfassaden harmonieren.
🔵 Unternehmensfarben können bei öffentlichen oder gewerblichen Gebäuden eingesetzt werden.
Integrierte Auffahrrampe
Der SIGMA besitzt eine integrierte Auffahrrampe.
Sie erleichtert das Einfahren mit Rollstuhl oder Rollator, wenn die Anlage ohne abgesenkte Grube montiert wird.
Plattformhöhe ab 50 mm
Lehner nennt eine minimale Plattformhöhe von 50 mm.
Das ermöglicht einen vergleichsweise niedrigen Zugang.
SIGMA mit oder ohne Grube
Je nach baulicher Situation kann die Plattform in eine entsprechend vorbereitete Vertiefung integriert werden oder über eine Rampe zugänglich sein.
Mit Grube
Vorteil:
Ein weitgehend ebener Einstieg kann ermöglicht werden.
Ohne Grube
Vorteil:
Weniger Eingriff in vorhandene Bausubstanz.
Hier spielt die integrierte Auffahrrampe ihre Stärke aus.
Welche Lösung sinnvoller ist, hängt vom Gebäude ab.
Ergonomische Steuerung
Die Bedienung ist laut Lehner ergonomisch in den Handlauf beziehungsweise Plattformbereich integriert.
Das ist besonders für Rollstuhlfahrer wichtig.
Die Steuerung sollte:
- gut erreichbar,
- verständlich,
- mit geringer Handkraft bedienbar
sein.
Funk-Außensteuerung
Als zusätzliche Bedienlösung nennt Lehner eine Funk-Außensteuerung.
Diese kann:
- an einer Stütze montiert oder
- tragbar ausgeführt
werden.
So kann der Lift von den jeweiligen Ebenen aus gerufen beziehungsweise bedient werden.
Plattformbeleuchtung serienmäßig
Eine weitere Stärke des SIGMA ist die serienmäßige Plattformbeleuchtung.
Besonders bei:
- Außenanlagen,
- schlecht beleuchteten Eingängen,
- Abendnutzung,
- öffentlichen Gebäuden
kann diese Funktion die Sicherheit verbessern.
Notstromversorgung serienmäßig
Der SIGMA verfügt laut Lehner standardmäßig über eine integrierte Notstromversorgung.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu Systemen, bei denen eine entsprechende Notstromoption erst zusätzlich bestellt werden muss.
Warum ist Notstrom relevant?
Ein vertikaler Plattformlift kann sich zwischen zwei Ebenen befinden, wenn die Netzversorgung ausfällt.
Eine integrierte Notstromlösung kann deshalb Teil eines sinnvollen Sicherheitskonzepts sein.
Die genaue Funktionsweise und mögliche Anzahl der Notfahrten sollte anhand der konkreten Anlagenunterlagen geprüft werden.
Automatischer Türöffner
Lehner nennt einen automatischen Türöffner als verfügbare Option.
Das kann insbesondere für Rollstuhlfahrer einen erheblichen Komfortvorteil darstellen.
Denn eine schwere Tür manuell zu öffnen und gleichzeitig den Rollstuhl zu positionieren, kann schwierig sein.
Sicherheitsvorhang
Für bestimmte niedrige Hubhöhen ist ein Sicherheitsvorhang verfügbar.
Lehner beschreibt ihn als zusätzliche Sicherheitsoption insbesondere im öffentlichen Bereich.
Der genaue Einsatz hängt von Hubhöhe und Anlagenkonfiguration ab.
SIGMA und EN 81-41
Die aktuelle Herstellerseite nennt die Baumusterprüfung beziehungsweise Zertifizierung des SIGMA im Kontext der europäischen Maschinenrichtlinie und EN 81-41.
EN 81-41 behandelt vertikale Plattformlifte für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Das ist eine wichtige Abgrenzung:
- EN 81-40 betrifft unter anderem schräge Treppen- und Plattformlifte.
- EN 81-41 betrifft vertikale Plattformlifte.
Damit wird auch technisch deutlich, warum SIGMA nicht einfach mit DELTA oder STRATOS gleichgesetzt werden sollte.
SIGMA als Alternative zum klassischen Personenaufzug
Eine der interessantesten Suchintentionen lautet:
Kann der SIGMA einen normalen Aufzug ersetzen?
In bestimmten Situationen: ja – funktional kann er eine wirtschaftliche Alternative darstellen.
Lehner beschreibt den geschlossenen SIGMA ausdrücklich als elegante und wirtschaftliche Alternative zu einem konventionellen Aufzug beziehungsweise Schachtlift.
Vorteile gegenüber einem klassischen Aufzug können sein
- kompaktere Bauweise,
- weniger baulicher Aufwand,
- kein klassischer Maschinenraum,
- häufig leichter nachrüstbar,
- gezielt auf Barrierefreiheit ausgerichtet.
Aber
Ein Vertikalplattformlift ist technisch und rechtlich nicht einfach identisch mit einem klassischen Personenaufzug.
Geschwindigkeit, Zulassung, Nutzung und bauliche Anforderungen unterscheiden sich.

SIGMA im Einfamilienhaus
Für ein Einfamilienhaus kann der SIGMA besonders interessant sein, wenn mehrere Ebenen barrierefrei verbunden werden sollen.
Lehner beschreibt vertikale Plattformlifte ausdrücklich als sinnvolle Lösung für barrierefreie beziehungsweise altersgerechte Wohnhäuser.
Typische Anwendungen
Garage → Erdgeschoss
Erdgeschoss → Obergeschoss
Außenniveau → Hochparterre
Terrasse → Wohnebene
SIGMA im Mehrfamilienhaus
Auch Mehrfamilienhäuser können interessant sein.
Gerade im Bestand fehlt häufig Platz für einen klassischen Aufzugsschacht.
Ein vertikaler Plattformlift kann unter bestimmten Voraussetzungen:
- außen an der Fassade,
- in einem Treppenauge,
- neben dem Treppenhaus
nachgerüstet werden.
Lehner beschreibt externe Plattformliftlösungen ausdrücklich als Alternative, wenn im bestehenden Grundriss kein klassischer Aufzugskern vorhanden ist.
SIGMA in öffentlichen Gebäuden
Der SIGMA ist auch für den öffentlichen Bereich vorgesehen.
Denkbare Einsatzorte sind:
- Arztpraxen,
- Verwaltungsgebäude,
- Schulen,
- Vereinsgebäude,
- Restaurants,
- Hotels,
- öffentliche Einrichtungen.
Bei öffentlichen Anlagen können zusätzliche Vorschriften hinsichtlich Zugang, Brandschutz, Rettungswegen und Betreiberpflichten relevant sein.
Wie viel Platz benötigt der SIGMA?
Eine pauschale Grundfläche lässt sich nicht mit nur einem Wert beantworten.
Die Plattform selbst ist in zwei zentralen Größen erhältlich:
- 920 × 1.100 mm
- 1.100 × 1.400 mm.
Hinzu kommen:
- Antriebsturm,
- Zugangsflächen,
- Türbereiche,
- eventuell Schacht oder Verkleidung,
- erforderliche Bewegungsflächen.
Besonders wichtig für Rollstuhlfahrer
Nicht nur die Plattform muss passen.
Vor dem Lift muss genügend Raum vorhanden sein, um den Rollstuhl sinnvoll auszurichten.
SIGMA Kosten: Was kostet der Vertikalplattformlift?
Lehner veröffentlicht keinen allgemeinen SIGMA-Festpreis.
Das ist nachvollziehbar, weil eine 80-cm-Anlage mit zwei Haltestellen etwas völlig anderes ist als ein acht Meter hoher Lift mit Schacht und mehreren Zugängen.
Die aktuelle Lehner-Preisübersicht nennt für vertikale Plattform- beziehungsweise Hublifte als grobe Marktwerte:
| Vertikallift | Preisorientierung 2026 |
|---|---|
| bis ca. 1,5–1,8 m | ab etwa 17.000 € |
| bis ca. 3 m | etwa 20.000–25.000 € |
Diese Werte sind ausdrücklich allgemeine Markt-Richtwerte und kein verbindlicher SIGMA-Preis.
Bei einem SIGMA mit:
- mehreren Etagen,
- 4–8 m Hubhöhe,
- geschlossenem Fahrkorb,
- Schacht,
- mehreren Türen
kann der Projektpreis entsprechend deutlich höher liegen.
Welche Faktoren bestimmen den SIGMA Preis?
| Kostenfaktor | Einfluss |
|---|---|
| Hubhöhe | sehr hoch |
| Zahl der Haltestellen | hoch |
| Plattformgröße | relevant |
| offene Plattform | günstiger als komplexe Einhausung |
| geschlossener Fahrkorb | höherer Aufwand |
| Schacht | hoher Einfluss |
| Innen/Außen | relevant |
| Zahl der Türen | relevant |
| automatische Türöffner | optional |
| Sonderfarbe | eher geringer |
| Fundament/Grube | baulich relevant |
| Elektroarbeiten | relevant |
| Montage | projektspezifisch |
Warum sollte man einen SIGMA nicht nur über den Preis vergleichen?
Ein Angebot über 25.000 Euro kann unter Umständen wirtschaftlicher sein als ein scheinbar günstigeres Angebot über 20.000 Euro.
Warum?
Weil im teureren Angebot möglicherweise bereits enthalten sind:
- Schacht,
- Türen,
- Montage,
- Elektroarbeiten,
- Fundamentplanung,
- Notstrom,
- automatische Türöffnung,
- Service.
Deshalb muss immer der komplette Leistungsumfang verglichen werden.
Was sollte ein gutes SIGMA-Angebot enthalten?
| Position | Prüfen |
|---|---|
| Modell SIGMA | eindeutig |
| Hubhöhe | exakt |
| Tragfähigkeit | 385 kg |
| Plattformgröße | angegeben |
| Anzahl Haltestellen | angegeben |
| Zugangsseiten | festgelegt |
| offene/geschlossene Ausführung | festgelegt |
| Türen | festgelegt |
| Schacht | falls benötigt |
| Notstrom | enthalten |
| Plattformbeleuchtung | enthalten |
| Rampe/Grube | festgelegt |
| Farbe | festgelegt |
| Montage | enthalten |
| elektrische Arbeiten | geklärt |
| Bauarbeiten | geklärt |
| Wartung | geklärt |
| Garantie | geklärt |
Förderung des SIGMA in Deutschland
Der SIGMA kann unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen einer wohnumfeldverbessernden Maßnahme relevant sein.
Das Bundesgesundheitsministerium nennt fest installierte Rampen, Treppenlifte und technische Wohnraumanpassungen ausdrücklich als mögliche Fördermaßnahmen. Für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 bis 5 kann die Pflegekasse aktuell auf Antrag bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme und anspruchsberechtigter Person zahlen. Wohnen mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, kann der Gesamtbetrag bis zu 16.720 Euro erreichen.
Wichtig
Die Förderung erfolgt nicht automatisch, weil das Produkt SIGMA heißt.
Entscheidend sind:
- Pflegegrad,
- persönliche Situation,
- Notwendigkeit,
- Antrag,
- Entscheidung der Pflegekasse.
SIGMA und KfW-Finanzierung
Das Bundesgesundheitsministerium verweist zusätzlich auf das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen – Kredit“, über das Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren finanziert werden können. Dazu können auch Aufzüge und Treppenlifte gehören. Die jeweiligen Konditionen können sich ändern und sollten deshalb vor der Planung aktuell geprüft werden.
SIGMA oder Liftboy?
Lehner bietet mehrere vertikale Plattformlösungen.
Der entscheidende Unterschied liegt vor allem in der Hubhöhe.
| Modell | Typischer Höhenbereich |
|---|---|
| Liftboy 1/2/3 | bis 970 mm |
| Liftboy 5 | bis 1.300 mm |
| Elevex | bis 1.829 mm |
| SIGMA | bis 8.000 mm |
Wann spricht mehr für den SIGMA?
Wenn:
- mehrere Meter überwunden werden müssen,
- mehrere Ebenen verbunden werden sollen,
- mehrere Haltestellen erforderlich sind,
- eine aufzugähnliche Lösung gewünscht wird.
SIGMA oder Plattformtreppenlift?
Diese Entscheidung hängt weniger vom Rollstuhl als vom Gebäude ab.
Plattformtreppenlift
Fährt entlang einer vorhandenen Treppe.
SIGMA
Fährt vertikal und benötigt eine eigene Stellfläche.
SIGMA ist besonders interessant, wenn
- neben der Treppe Platz vorhanden ist,
- mehrere Ebenen verbunden werden sollen,
- ein gerader vertikaler Fahrweg möglich ist,
- die Treppe frei bleiben soll.
Plattformtreppenlift ist interessant, wenn
kein eigener vertikaler Liftbereich vorhanden ist und der Treppenverlauf genutzt werden soll.
SIGMA oder klassischer Aufzug?
Ein klassischer Personenaufzug besitzt andere technische und rechtliche Rahmenbedingungen.
Der SIGMA kann aber in bestimmten Gebäuden die wirtschaftlichere Alternative darstellen.
SIGMA
- kompakter,
- auf Barrierefreiheit fokussiert,
- vergleichsweise leichter nachrüstbar,
- bis 8 m möglich.
Personenaufzug
- typischerweise höhere Geschwindigkeit,
- häufig größere Kabinen,
- andere Richtlinien und Bauanforderungen,
- für umfangreichen Personenverkehr ausgelegt.
Die Entscheidung sollte deshalb nach Nutzung und Gebäude getroffen werden und nicht nur nach Anschaffungskosten.
Wie wird der SIGMA montiert?
Lehner hat 2025 ein eigenes Installationsvideo veröffentlicht, das die Montage schrittweise zeigt.
Der konkrete Ablauf hängt stark von der Anlage ab.
Typischerweise gehören dazu:
- Aufmaß und Planung,
- Fundament beziehungsweise Aufstellfläche vorbereiten,
- Antriebsturm montieren,
- Plattform installieren,
- Türen und Zugänge montieren,
- elektrische Versorgung herstellen,
- Schacht oder Einhausung montieren,
- Sicherheitsfunktionen prüfen,
- Probefahrten durchführen,
- Nutzer einweisen.
Kann der SIGMA nachträglich eingebaut werden?
Ja.
Lehner beschreibt den SIGMA ausdrücklich als gut nachrüstbare Lösung für Innen- und Außenbereiche.
Gerade das ist einer der wichtigsten Vorteile gegenüber einem klassischen Aufzug.
Typische Nachrüstorte
- Außenfassade,
- bestehendes Treppenhaus,
- Terrasse,
- Hauseingang,
- Innenhof.
Welche baulichen Arbeiten sind nötig?
Das hängt von der Konfiguration ab.
Möglich sind unter anderem:
- Fundament,
- Stromanschluss,
- Wanddurchbruch,
- Türöffnung,
- Deckendurchbruch,
- Schachtbau,
- Entwässerung bei Außenanlagen.
Ein niedriger SIGMA über einen Eingang benötigt wesentlich weniger Bauaufwand als ein mehrgeschossiges System mit geschlossenem Schacht.
Wartung des SIGMA
Ein Vertikalplattformlift ist ein sicherheitsrelevantes Personenbeförderungssystem.
Deshalb sollten Wartung, Inspektion und Service bereits vor dem Kauf geklärt werden.
Lehner arbeitet weltweit mit Partnerunternehmen zusammen, die Installation und Wartung vor Ort übernehmen.
Zu prüfen sind beispielsweise
- Doppelkettenantrieb,
- Türen,
- Plattform,
- Sicherheitskontakte,
- Notstrom,
- Beleuchtung,
- Steuerung,
- Schachtkomponenten.
SIGMA Kaufberatung: die wichtigsten Fragen
Wie hoch muss der Lift fahren?
Unter 1 m oder fast 8 m macht technisch einen enormen Unterschied.
Wie viele Ebenen werden benötigt?
Bis zu vier Haltestellen sind möglich.
Welche Plattformgröße wird benötigt?
Rollstuhl und Nutzer müssen ausreichend Platz haben.
Welche Zugangsrichtungen braucht das Gebäude?
Der SIGMA ermöglicht unterschiedliche Ein- und Ausstiegsseiten.
Innen oder außen?
Beide Varianten sind möglich.
Offen oder geschlossen?
Mit steigender Hubhöhe kann eine Einhausung erforderlich beziehungsweise sinnvoll sein.
Wird eine automatische Tür benötigt?
Für Rollstuhlfahrer kann sie den Alltag erheblich erleichtern.
Ist ein Schacht erforderlich?
Das hängt von Hubhöhe, Nutzung und Vorschriften ab.
SIGMA Kauf-Checkliste
- benötigte Hubhöhe bestimmt
- Anzahl Haltestellen festgelegt
- Rollstuhl ausgemessen
- Gesamtgewicht geprüft
- Plattformgröße gewählt
- Ein- und Ausstiegsseiten geplant
- Innen-/Außenmontage festgelegt
- offene oder geschlossene Variante gewählt
- Schachtbedarf geklärt
- Türsystem ausgewählt
- automatische Türöffnung geprüft
- Plattformbeleuchtung berücksichtigt
- Notstromkonzept erklärt
- Fundament geprüft
- Stromanschluss geklärt
- RAL-Farbe gewählt
- vollständiges Angebot eingeholt
- Wartung geklärt
- Förderung geprüft
Häufig gestellte Fragen zum Lehner SIGMA
Was ist der Lehner SIGMA?
Der Lehner SIGMA ist ein vertikaler Plattformlift für die Beförderung von Menschen zwischen mehreren Höhenebenen. Im Gegensatz zu DELTA, STRATOS oder OMEGA fährt er nicht entlang einer Treppe, sondern senkrecht. Dadurch eignet er sich besonders für Hauseingänge, Hochparterre-Situationen, mehrere Geschosse und Gebäude, in denen eine kompakte Alternative zu einem klassischen Aufzug gesucht wird.
Wie hoch kann der SIGMA fahren?
Die aktuelle Herstellerangabe reicht von mindestens 650 mm bis maximal 8.000 mm Hubhöhe. Die tatsächlich zulässige Höhe hängt allerdings von der Ausführung ab. Bei offenen Plattformen gelten je nach privatem oder öffentlichem Bereich niedrigere Grenzen. Die maximale Hubhöhe von acht Metern wird insbesondere mit entsprechend geschlossenen Fahrkorb- oder Schachtlösungen möglich.
Wie viel Gewicht trägt der SIGMA?
Der SIGMA besitzt laut aktuellem Herstellerdatenblatt eine Tragfähigkeit von 385 kg. Damit bietet er ausreichend Reserven für viele Rollstuhlfahrer und auch für zahlreiche elektrische Rollstühle. Entscheidend ist trotzdem immer das Gesamtgewicht aus Nutzer, Rollstuhl und gegebenenfalls zusätzlich mitgeführten Hilfsmitteln.
Ist der SIGMA für Elektrorollstühle geeignet?
Grundsätzlich ja. Mit 385 kg Tragfähigkeit und Plattformgrößen bis 1.100 × 1.400 mm ist der SIGMA für viele Elektrorollstühle interessant. Ob ein konkreter Rollstuhl tatsächlich passt, muss jedoch anhand seiner Länge, Breite und seines Gesamtgewichts geprüft werden. Besonders bei größeren Elektrorollstühlen sollten auch die Bewegungsflächen vor den Türen berücksichtigt werden.
Welche Plattformgrößen gibt es beim SIGMA?
Lehner nennt aktuell eine Plattform von 1.100 × 1.400 mm und eine kompaktere Variante von 920 × 1.100 mm. Die kleinere Plattform kann insbesondere bei begrenzten Platzverhältnissen sinnvoll sein. Welche Größe gewählt werden sollte, hängt vor allem vom verwendeten Rollstuhl und von den Ein- und Ausstiegsflächen ab.
Wie viele Haltestellen kann der SIGMA haben?
Der SIGMA kann laut Hersteller mit bis zu vier Haltestellen ausgestattet werden. Besonders flexibel ist dabei die Möglichkeit, Zugänge auf unterschiedlichen Seiten zu realisieren. Dadurch lässt sich der Lift auch an komplexere Grundrisse anpassen, bei denen die Türen nicht auf jeder Etage in dieselbe Richtung zeigen.
Kann man auf verschiedenen Seiten ein- und aussteigen?
Ja. Genau das ist eine der besonderen Stärken des SIGMA. Lehner nennt Haltestellen beziehungsweise Zugänge auf allen vier Seiten der Plattform. Dadurch kann beispielsweise im Erdgeschoss vorne eingefahren und im Obergeschoss seitlich ausgestiegen werden. Diese Flexibilität ist bei Sanierungen und schwierigen Grundrissen besonders wertvoll.
Kann der SIGMA draußen montiert werden?
Ja. Der SIGMA wurde für Innen- und Außenbereiche entwickelt. Seine Aluminiumkomponenten bieten Korrosionsschutz, und der angegebene Temperaturbereich reicht von −15 bis +45 °C. Bei einer Außenanlage müssen trotzdem Fundament, Entwässerung, Schnee, Eis und die konkrete Gebäudesituation berücksichtigt werden.
Hat der SIGMA eine Notstromversorgung?
Ja. Eine integrierte Notstromversorgung gehört laut Lehner serienmäßig zum SIGMA. Das ist bei einem vertikal fahrenden Personenlift besonders wichtig, weil eine Unterbrechung der normalen Netzversorgung während einer Fahrt berücksichtigt werden muss. Die genaue Funktionsweise sollte bei der Einweisung erklärt werden.
Hat der SIGMA eine Beleuchtung?
Ja. Plattformbeleuchtung gehört zu den serienmäßigen Sicherheits- und Komfortmerkmalen des aktuellen SIGMA. Besonders bei Außenanlagen und bei Nutzung am Abend kann eine integrierte Beleuchtung den Ein- und Ausstieg sicherer und angenehmer machen.
Welche Stromversorgung benötigt der SIGMA?
Der aktuelle Herstellerwert lautet 1 × 230 V. Damit benötigt der SIGMA keinen typischen 400-V-Drehstromanschluss als allgemeine Standardvoraussetzung. Die konkrete elektrische Vorbereitung sollte trotzdem durch den Fachbetrieb anhand der geplanten Anlage festgelegt werden.
Wie funktioniert der Antrieb des SIGMA?
Der SIGMA arbeitet mit einem Doppelkettenantrieb. Lehner hebt diesen Antrieb als Basis für einen angenehmen und zuverlässigen Fahrbetrieb hervor. Anders als ein schräg fahrender Plattformtreppenlift bewegt sich die Plattform dabei senkrecht entlang des schlanken Antriebsturms.
Gibt es den SIGMA mit geschlossener Kabine?
Ja. Lehner hat das SIGMA-System um einen geschlossenen Fahrkorb mit entsprechender Türlösung erweitert. Gerade bei größeren Hubhöhen kann diese Variante interessant oder erforderlich sein. Dadurch nähert sich der SIGMA funktional und optisch stärker einem klassischen kleinen Aufzug an.
Kann der SIGMA einen Schacht bekommen?
Ja. Lehner bietet inzwischen sowohl offene als auch geschlossene Schachtlösungen an. Der geschlossene Schacht wird mit einer 2-m-Tür am oberen Zugang beschrieben, während für die offene Schachtvariante eine 1,1-m-Tür genannt wird. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von Hubhöhe, Gebäude und regionalen Anforderungen ab.
Was ist der Sicherheitsvorhang beim SIGMA?
Der optionale Sicherheitsvorhang ist eine zusätzliche Schutzeinrichtung für bestimmte niedrige Hubhöhen. Lehner nennt ihn insbesondere für öffentliche Bereiche und beschreibt ihn als Möglichkeit, die Sicherheitsanforderungen bei entsprechenden Anlagen zu erfüllen. Die genaue Eignung hängt von der jeweiligen SIGMA-Konfiguration ab.
Hat der SIGMA eine Auffahrrampe?
Ja. Eine integrierte Auffahrrampe gehört zum Produktkonzept. Sie erleichtert den Zugang insbesondere dann, wenn der Lift nicht in einer vollständig bodengleichen Grube montiert wird. Die minimale Plattformhöhe wird mit 50 mm angegeben.
Kann der SIGMA ohne Grube installiert werden?
Je nach Einbausituation kann eine Installation mit integrierter Rampe statt eines vollständig bodengleichen Zugangs sinnvoll sein. Gerade bei Nachrüstungen reduziert das möglicherweise den baulichen Aufwand. Ob eine Grube erforderlich oder sinnvoll ist, muss aber immer projektspezifisch geplant werden.
Welche Farbe hat der SIGMA?
Die Standardfarbe ist RAL 9022. Darüber hinaus bietet Lehner Beschichtungen in allen RAL-Farben an. Dadurch kann der Lift an Fassaden, Innenräume oder architektonische Vorgaben angepasst werden. Gerade bei Außenanlagen kann eine farbliche Integration in Fensterrahmen oder Fassadenelemente die optische Wirkung deutlich verbessern.
Ist der SIGMA für ein Einfamilienhaus geeignet?
Ja. Lehner nennt private Wohnbereiche ausdrücklich als Einsatzgebiet. Gerade wenn ein Einfamilienhaus mehrere Ebenen besitzt und ein klassischer Aufzug baulich zu aufwendig wäre, kann der SIGMA eine interessante Alternative sein. Er eignet sich beispielsweise zur Verbindung von Hochparterre, Erdgeschoss und Obergeschoss.
Ist der SIGMA für öffentliche Gebäude geeignet?
Ja. Der SIGMA ist ausdrücklich für private und öffentliche Bereiche konzipiert. Bei öffentlichen Anlagen müssen allerdings zusätzliche regionale Bau-, Zugangs- und Betreiberanforderungen berücksichtigt werden. Gerade die verschiedenen Haltestellen, Zugangsrichtungen und Einhausungsoptionen machen ihn für öffentliche Gebäude interessant.
Kann der SIGMA einen normalen Aufzug ersetzen?
In bestimmten Gebäuden kann der SIGMA funktional eine wirtschaftlich interessante Alternative zu einem klassischen Personenaufzug darstellen. Lehner beschreibt insbesondere die geschlossene Variante als Alternative zum Schachtlift. Ein Plattformlift ist technisch und rechtlich jedoch nicht identisch mit einem klassischen Personenaufzug, weshalb Nutzung, Geschwindigkeit und bauliche Vorgaben verglichen werden müssen.
Was kostet der Lehner SIGMA?
Einen pauschalen SIGMA-Festpreis veröffentlicht Lehner nicht. Die aktuelle Preisübersicht nennt für vertikale Plattformlifte allgemein etwa ab 17.000 Euro bei Hubhöhen bis ungefähr 1,5–1,8 m und rund 20.000 bis 25.000 Euro bei Anlagen bis ungefähr 3 m. Ein mehrgeschossiger SIGMA mit Kabine, Schacht oder mehreren Türen kann deutlich darüber liegen.
Warum kann der SIGMA deutlich teurer werden?
Der Preis steigt insbesondere mit Hubhöhe, Zahl der Haltestellen, Schacht, Kabinenlösung, Türsystemen und baulichen Arbeiten. Eine einfache Außenplattform über einen Meter Höhenunterschied ist technisch wesentlich weniger aufwendig als ein acht Meter hoher SIGMA mit mehreren Etagen und geschlossenem Schacht. Deshalb sollte immer ein vollständiger Projektpreis statt eines reinen Gerätepreises verglichen werden.
Kann der SIGMA von der Pflegekasse bezuschusst werden?
Unter den gesetzlichen Voraussetzungen kann eine fest installierte technische Lösung zur Überwindung von Barrieren als wohnumfeldverbessernde Maßnahme berücksichtigt werden. Das Bundesgesundheitsministerium nennt für Pflegegrade 1 bis 5 aktuell einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro pro anspruchsberechtigter Person und Maßnahme. Bei mehreren anspruchsberechtigten Bewohnern kann der Gesamtbetrag bis 16.720 Euro betragen.
Kann der SIGMA nachträglich eingebaut werden?
Ja. Lehner beschreibt den SIGMA ausdrücklich als gut nachrüstbare Lösung für innen und außen. Besonders interessant kann eine Montage an der Außenfassade sein, wenn im bestehenden Gebäude kein Platz für einen klassischen Aufzugsschacht vorhanden ist. Die tatsächlich notwendigen Bauarbeiten hängen aber stark vom Gebäude ab.
Welche Norm gilt für den SIGMA?
Lehner nennt den SIGMA als baumustergeprüft nach der Maschinenrichtlinie und verweist auf EN 81-41 für vertikale Plattformlifte. Das unterscheidet ihn von schrägen Plattformtreppenliften, die typischerweise unter EN 81-40 fallen. Für die konkrete Installation bleiben die aktuelle Konformitätserklärung und lokale Vorschriften maßgeblich.
Wie unterscheidet sich der SIGMA vom DELTA?
Der DELTA fährt entlang einer Treppe und ist damit ein Plattformtreppenlift. Der SIGMA fährt dagegen senkrecht. Der DELTA ist besonders sinnvoll, wenn der vorhandene Treppenlauf für den Fahrweg genutzt werden soll. Der SIGMA ist interessanter, wenn neben der Treppe beziehungsweise an anderer Stelle genügend Fläche für einen vertikalen Lift vorhanden ist und mehrere Ebenen direkt übereinander verbunden werden sollen.
Wie unterscheidet sich der SIGMA vom OMEGA?
Der OMEGA ist ein besonders leistungsfähiger Plattformtreppenlift für steile, lange und kurvige Treppen. Er folgt dem Treppenverlauf. Der SIGMA folgt keiner Treppe, sondern bewegt sich vertikal. Wer eine komplizierte Bestandstreppe erschließen muss, kann eher beim OMEGA landen; wer einen eigenen senkrechten Fahrweg schaffen kann, sollte den SIGMA prüfen.
Wie unterscheidet sich der SIGMA von einem Liftboy?
Liftboy-Modelle sind für deutlich kleinere Höhenunterschiede vorgesehen. Je nach Modell liegen deren Hubhöhen bei unter einem Meter beziehungsweise bis etwa 1,3 m. Der SIGMA reicht dagegen bis 8 m und kann mehrere Haltestellen verbinden. Für einige Stufen am Eingang wäre ein Liftboy daher häufig ausreichend; für mehrere Geschosse ist der SIGMA die deutlich passendere Produktklasse.

Die wichtigsten Vorteile des SIGMA
| Vorteil | Bedeutung |
|---|---|
| Bis 8 m Hubhöhe | mehrere Ebenen möglich |
| 385 kg Tragfähigkeit | auch für viele Elektrorollstühle |
| Bis 4 Haltestellen | mehrgeschossige Nutzung |
| Zugänge auf 4 Seiten | flexible Grundrissplanung |
| Innen und außen | vielseitig |
| Doppelkettenantrieb | stabiler Fahrbetrieb |
| Aluminiumkomponenten | korrosionsbeständig und leicht |
| Notstrom serienmäßig | zusätzliche Sicherheit |
| Plattformbeleuchtung | bessere Sicht |
| Integrierte Rampe | leichterer Zugang |
| Kompakte Plattform | auch bei wenig Platz |
| Alle RAL-Farben | optische Anpassung |
| Kabine möglich | aufzugähnliche Lösung |
| Schacht möglich | bis 8 m besonders interessant |
| 230-V-Versorgung | überschaubare Stromanforderung |
Mögliche Nachteile des SIGMA
Ein High-End-Vertikalplattformlift ist nicht automatisch für jedes Projekt die beste Lösung.
Eigene Stellfläche erforderlich
Anders als ein Treppenlift benötigt der SIGMA einen eigenen vertikalen Fahrbereich.
Bauliche Arbeiten möglich
Fundament, Durchbrüche, Türen oder Schacht können den Aufwand erhöhen.
Mehrere Etagen erhöhen den Preis
Eine acht Meter hohe Anlage ist ein anderes Projekt als ein kleiner Außenlift.
Langsamer als klassischer Personenaufzug
Plattformlifte verfolgen ein anderes technisches Konzept.
Genehmigungen können erforderlich sein
Die Anforderungen hängen von Gebäude, Bundesland, Nutzung und Ausführung ab.
Fazit: Für wen lohnt sich der Lehner SIGMA?
Der Lehner SIGMA ist eine besonders interessante Lösung, wenn nicht der Verlauf einer Treppe, sondern der vertikale Höhenunterschied zwischen mehreren Ebenen das eigentliche Problem darstellt.
Genau darin unterscheidet er sich von DELTA, STRATOS und OMEGA.
Der SIGMA fährt senkrecht und erreicht je nach Ausführung eine Hubhöhe von bis zu 8.000 mm. Mit 385 kg Tragfähigkeit, Plattformen bis 1.100 × 1.400 mm, bis zu vier Haltestellen und unterschiedlichen Zugangsrichtungen eignet er sich auch für anspruchsvollere Rollstuhl- und Mehr-Etagen-Projekte.
Besonders stark ist das Gesamtkonzept bei der Nachrüstung:
- schlanker Antriebsturm,
- Aluminiumkonstruktion,
- integrierte Rampe,
- 230-V-Stromversorgung,
- Innen- und Außenmontage,
- flexible Plattformgrößen,
- mehrere Zugangsrichtungen.
Hinzu kommen serienmäßig Notstromversorgung und Plattformbeleuchtung.
Die Weiterentwicklung des Systems erweitert den Einsatzbereich nochmals deutlich. Geschlossener Fahrkorb, offener oder geschlossener Schacht und weitere Schutzlösungen machen den SIGMA inzwischen auch für Hubhöhen und Gebäudesituationen interessant, die früher eher einem konventionellen Aufzug vorbehalten waren.
Besonders interessant ist der SIGMA, wenn
- ein Rollstuhl vertikal transportiert werden soll,
- mehrere Ebenen verbunden werden müssen,
- eine Hubhöhe von mehr als ein bis zwei Metern erforderlich ist,
- ein klassischer Aufzug zu groß oder zu aufwendig wäre,
- innen oder außen nachgerüstet werden soll,
- mehrere Zugangsrichtungen benötigt werden.
Vor dem Kauf müssen vor allem diese Punkte geklärt sein
Hubhöhe + Plattformgröße + Rollstuhlmaße + Haltestellen + Zugangsrichtungen + offene oder geschlossene Ausführung + Schacht + Türen + Fundament + elektrische Versorgung + Wartung + Gesamtpreis.
Gerade beim SIGMA ist die Planung entscheidend
Denn die Preisspanne und der bauliche Aufwand können je nach Projekt enorm variieren.
Ein niedriger SIGMA für einen Hauseingang ist technisch etwas völlig anderes als eine mehrgeschossige Anlage mit vier Haltestellen und geschlossenem Fahrkorb.
Die wichtigste SIGMA-Kaufregel lautet deshalb
Nicht zuerst fragen: „Was kostet der SIGMA?“ – sondern zuerst klären, welche Ebenen, Nutzer und baulichen Situationen der Lift tatsächlich verbinden muss.
Erst danach lässt sich aus dem SIGMA eine wirklich passende, sichere und wirtschaftlich sinnvolle barrierefreie Lösung planen.

