Handicare Freecurve Treppenlift: Der große Ratgeber zu Preis, Kosten, Technik, Kurventreppen, Sicherheit, Farben und Erfahrungen

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Der Handicare Freecurve Treppenlift gehört zu den bekanntesten kurvengängigen Sitztreppenliften und ist vor allem für Menschen interessant, deren Treppe nicht einfach gerade nach oben führt. Wendungen, Zwischenpodeste, enge Kurven oder sogar spiralähnliche Treppen können mit einem individuell gefertigten Freecurve erschlossen werden.

Das Besondere am Freecurve ist seine Einrohr-Schiene. Während viele Kurventreppenlifte mit zwei parallel verlaufenden Rohren arbeiten, setzt der Freecurve auf ein einzelnes Schienenrohr. Dadurch wirkt die Konstruktion vergleichsweise schlank und zurückhaltend.

Heute wird der Handicare Freecurve im Produktportfolio von Savaria geführt. Savaria beschreibt ihn als kurvengängigen Treppenlift mit individuell gefertigter Einrohr-Schiene und zahlreichen Komfortoptionen. Die Schiene wird an die konkrete Treppe angepasst und kann auch bei engen oder spiralartigen Treppenverläufen eingesetzt werden.

Treppenlift-Kosten für Ihre Situation prüfen

Welche Kosten tatsächlich entstehen, hängt von Treppe, Liftart und Einbausituation ab. Mit wenigen Angaben können passende Fachbetriebe Ihre Situation gezielter einschätzen.

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Besonders interessant ist der Freecurve für Nutzer, bei denen nicht nur die reine Funktion zählt. Das Modell lässt sich bei Sitzdesign, Sitzfarbe und Schienenfarbe individualisieren. Zusätzlich stehen je nach Konfiguration motorisierte Funktionen wie Power-Swivel, Power-Fußstütze, Power-Hinge, Parking und Active Seat zur Verfügung.

Damit ist der Freecurve weit mehr als ein einfacher Sitz, der eine Treppe hochfährt.

Er ist eine individuell geplante Mobilitätslösung, die sich an die Architektur des Hauses und an die körperlichen Bedürfnisse des Nutzers anpassen lässt.

🟢 Kurz gesagt: Der Handicare Freecurve ist ein maßgefertigter Kurventreppenlift mit schlanker Einrohr-Schiene. Er ist für kurvige, gewendelte und komplexe Treppen im Innenbereich vorgesehen und bietet neben der Standardausstattung zahlreiche Komfortoptionen. Laut aktueller Herstellerseite beträgt die Standardtragfähigkeit 125 kg, die Nenngeschwindigkeit 0,11 m/s und der Neigungsbereich 0 bis 61 Grad.

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Handicare Freecurve auf einen Blick

MerkmalHandicare Freecurve
ProduktFreecurve Curved Stairlift
Hersteller-/MarkenumfeldHandicare / Savaria
BauartSitztreppenlift
Treppenformkurvig, gewendelt, komplex
SchieneEinrohr-System
Schienenfertigungindividuell nach Treppe
EinsatzbereichWohnbereich, Innen
Standardtragfähigkeit125 kg
Neigungsbereich0–61°
Geschwindigkeit geradeca. 0,11 m/s
Geschwindigkeit in Kurvenca. 0,06 m/s
Motor24 V DC, 0,5 hp
AntriebZahnstange/Ritzel
Stromversorgung230 V
Akkubatteriebetrieben
Hochgeklappte Tiefeca. 419–442 mm
Heruntergeklappte Tiefeca. 638–660 mm
SitzvariantenAlliance, Elegance, Classic
Petite-Sitzje nach Markt verfügbar
SitzfarbenBeige, Braun, Slate
SchienenfarbenCream, Grey, Brown
Power-Swiveloptional
2-Way Power Swiveloptional
Power-Fußstützeoptional
Power-Hingeoptional
Active Seatoptional
Parkingoptional
Overrunoptional
5-Punkt-Gurtoptional
Fernbedienungen2 Standard
Akku-Betrieb
Ladestationenoben und unten
Garantie24 Monate laut Herstellerunterlagen

Die technischen Daten stammen aus der aktuellen Savaria-Produktinformation. Einzelne Ausstattungen und Optionen können je nach Land, Markt und konkreter Konfiguration abweichen.


Was ist der Handicare Freecurve?

Der Freecurve ist ein Kurventreppenlift mit maßgefertigter Einrohr-Schiene.

Das bedeutet, dass die Schiene nicht einfach als Standardstück geliefert wird, das auf jede Treppe passt.

Stattdessen wird die Treppe zunächst vermessen.

Anschließend wird die Schiene entsprechend dem tatsächlichen Verlauf gefertigt.

Das ist bei kurvigen Treppen entscheidend.

Eine Treppe kann beispielsweise:

  • eine 90-Grad-Kurve besitzen,
  • mehrere Kurven enthalten,
  • über ein Zwischenpodest führen,
  • sich über mehrere Etagen erstrecken,
  • sehr eng gebaut sein,
  • eine Wendeltreppe darstellen,
  • am oberen Ende eine spezielle Parkposition benötigen.

Der Freecurve ist gerade für solche Situationen interessant.

Savaria beschreibt die Freecurve-Schiene als individuell gefertigte Einrohr-Lösung und setzt für die Planung ein fotografisches Aufmaßsystem ein. Dadurch kann die konkrete Treppe vor der Bestellung digital dargestellt und die gewählte Konfiguration virtuell betrachtet werden.


Warum ist die Einrohr-Schiene des Freecurve interessant?

Die Schiene ist eines der auffälligsten Merkmale des Freecurve.

Ein klassischer Kurventreppenlift kann mit zwei parallel verlaufenden Schienen arbeiten.

Der Freecurve verwendet dagegen nur ein Schienenrohr.

Das verändert die Optik deutlich.

Vorteile der Einrohr-Konstruktion

🟢 Schlankere Optik

Die Schiene wirkt weniger massiv als eine klassische Zweirohr-Konstruktion.

🔵 Individuelle Kurvenführung

Die Schiene wird entsprechend der konkreten Treppe gefertigt.

🟣 Designorientierung

Die Schiene kann farblich angepasst werden.

🟠 Interessant für enge Treppen

Die Konstruktion kann insbesondere bei bestimmten engen Treppen eine attraktive Lösung darstellen.

Allerdings bedeutet „Einrohr“ nicht automatisch, dass der Freecurve auf jede beliebig schmale Treppe passt.

Gerade bei sehr engen oder extrem engen Kurven muss geprüft werden, welches System technisch am besten geeignet ist.

Savaria weist selbst darauf hin, dass sehr enge Kurven unter Umständen mit einem Zweirohrsystem besser gelöst werden können. Die konkrete Treppe entscheidet.


Freecurve für kurvige Treppen

Der klassische Anwendungsfall des Freecurve ist eine Kurventreppe.

Eine Kurventreppe kann zum Beispiel so aussehen:

TreppenformFreecurve interessant?
Gerade Treppeeher nicht erforderlich
Viertelgewendelt
Halbgewendelt
Mehrfach gewendelt
Zwischenpodest
L-förmige Treppe
U-förmige Treppe
Wendeltreppegrundsätzlich interessant, individuell prüfen
Sehr enge Spiraltreppeindividuell prüfen
AußentreppeFreecurve laut aktueller Savaria-Produktseite nicht als Außenmodell ausgewiesen

Der entscheidende Punkt ist nicht die Bezeichnung der Treppe.

Entscheidend ist der tatsächliche Verlauf.


Freecurve für Wendeltreppen

Eine Wendeltreppe ist für einen Treppenlift besonders anspruchsvoll.

Der Grund:

Die Stufen verändern ihre Richtung kontinuierlich.

Gleichzeitig wird der Innenradius immer enger.

Dadurch entstehen besondere Anforderungen an:

  • Sitzposition
  • Kniebereich
  • Schienenradius
  • Kurvengeschwindigkeit
  • Ausstieg
  • Parkposition
  • Durchgang
  • Geländer
  • Wandabstand

Der Freecurve kann grundsätzlich für kurvige und spiralartige Treppen interessant sein. Savaria beschreibt ihn ausdrücklich als Lösung, die auch bei engen oder spiralartigen Treppen eingesetzt werden kann.

Bei extrem engen Wendeltreppen sollte jedoch nicht automatisch angenommen werden, dass die Einrohrlösung die beste Variante ist.

Savaria weist darauf hin, dass bei sehr engen Kurven ein Zweirohrsystem unter Umständen geeigneter sein kann.


Freecurve für eine schmale Treppe

Eine der häufigsten Suchanfragen lautet:

„Ist der Freecurve für eine schmale Treppe geeignet?“

Die Antwort lautet:

Das kann der Fall sein, muss aber individuell geprüft werden.

Der Freecurve wurde gerade aufgrund seiner schlanken Einrohr-Konstruktion interessant für Wohnsituationen, in denen der Platz begrenzt ist.

Die Konstruktion kann zusammengeklappt werden.

Savaria gibt für die zusammengeklappte Sitzeinheit eine Tiefe von ungefähr 419 bis 442 mm an. Ausgeklappt beträgt die angegebene Tiefe etwa 638 bis 660 mm.

Das bedeutet aber nicht, dass eine Treppe mit beispielsweise 60 cm Breite automatisch für den Freecurve geeignet ist.

Denn die tatsächliche Situation hängt zusätzlich ab von:

  • Schienenposition
  • Sitzbreite
  • Armlehnen
  • Fußstütze
  • Geländer
  • Kurven
  • Wandabstand
  • Stufenform
  • Ein- und Ausstiegsbereich

Freecurve Platzbedarf

Der Platzbedarf ist bei einem Kurventreppenlift besonders wichtig.

Denn ein Lift darf nicht nur technisch funktionieren.

Er muss sich auch im Alltag bewähren.

Andere Personen müssen die Treppe weiterhin benutzen können.

Herstellerangaben

PositionMaß
Hochgeklapptca. 419–442 mm
Heruntergeklapptca. 638–660 mm

Die Werte sind Herstellerangaben und keine Garantie für eine bestimmte freie Restbreite auf jeder Treppe.


Warum ein professionelles Aufmaß beim Freecurve entscheidend ist

Ein Kurventreppenlift ist eine Maßanfertigung.

Deshalb sollte der Anbieter nicht nur fragen:

„Wie breit ist Ihre Treppe?“

Sondern die gesamte Treppengeometrie erfassen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Stufenbreite
  • Stufentiefe
  • Steigung
  • Kurven
  • Podeste
  • Geländer
  • Wand
  • Türen
  • Deckenhöhe
  • Ein- und Ausstiegsflächen
  • gewünschte Parkposition

Savaria setzt hierfür das eigene PS4D-Fotomesssystem ein. Nach Herstellerangaben können damit Treppen digital erfasst und verschiedene Liftkonfigurationen bereits vor dem Kauf virtuell dargestellt werden.

Das ist insbesondere bei komplizierten Treppen interessant.

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Wie wird der Freecurve gefertigt?

Der Ablauf lässt sich vereinfacht so darstellen:

1. Beratung

Die Wohnsituation und der Mobilitätsbedarf werden besprochen.

2. Aufmaß

Die Treppe wird präzise erfasst.

3. Planung

Der Schienenverlauf wird anhand der Treppengeometrie konstruiert.

4. Konfiguration

Sitz, Farbe und Komfortoptionen werden festgelegt.

5. Fertigung

Die individuelle Schiene wird hergestellt.

6. Montage

Schiene und Fahreinheit werden vor Ort installiert.

7. Einweisung

Der Nutzer wird mit Bedienung und Sicherheitsfunktionen vertraut gemacht.

Savaria beschreibt die Herstellung der Freecurve-Schiene als kundenspezifische Fertigung nach den beim Aufmaß ermittelten Daten.


Freecurve technische Daten

Die wichtigsten Werte

Technische EigenschaftFreecurve
Motor24 V DC
Motorleistung0,5 hp
Standardtraglast125 kg
Neigungsbereich0–61°
Geschwindigkeit0,11 m/s
Geschwindigkeit in Kurvenca. 0,06 m/s
Hochgeklappt419–442 mm
Heruntergeklappt638–660 mm
Stromversorgung230 V
AntriebZahnstange/Ritzel
Akku
SchieneEinrohr
EinsatzWohnbereich, innen

Wie viel Gewicht trägt der Freecurve?

Die aktuelle Savaria-Produktseite nennt eine Standardtragfähigkeit von 275 lb beziehungsweise 125 kg.

Damit liegt der Freecurve bei einer Standardkonfiguration bei 125 kg.

Das ist ein Punkt, den Käufer unbedingt vor der Bestellung klären sollten.

Denn die tatsächliche Belastungsgrenze muss zur konkreten Konfiguration und zur technischen Dokumentation passen.

Wichtig

Wenn das Körpergewicht nahe an der zulässigen Tragfähigkeit liegt, sollte nicht mit einem pauschalen Internetwert gearbeitet werden.

Stattdessen sollte der Anbieter bestätigen:

  • zulässige Belastung,
  • konkrete Sitzkonfiguration,
  • Sicherheitsabstand,
  • eventuelle Einschränkungen.

Wie schnell fährt der Freecurve?

Die Herstellerangabe liegt bei einer Nenngeschwindigkeit von etwa 0,11 m/s, also rund 6,6 Metern pro Minute.

In Kurven wird eine reduzierte Geschwindigkeit von etwa 0,06 m/s angegeben.

Die geringere Geschwindigkeit in Kurven ist nachvollziehbar.

Denn bei einer Kurvenfahrt verändert sich die Bewegungsrichtung.

Für den Nutzer ist eine kontrollierte und komfortable Fahrt wichtiger als eine möglichst hohe Geschwindigkeit.


Freecurve Antrieb

Der Freecurve verwendet einen Zahnstangenantrieb.

Dabei greift ein Antriebselement in die Zahnstange der Schiene ein.

Das ermöglicht die kontrollierte Bewegung des Stuhls entlang der individuell gefertigten Führung.

Der Antrieb arbeitet mit einem 24-Volt-Gleichstromsystem. Die Stromversorgung erfolgt über das Ladegerät beziehungsweise die Ladepunkte des Systems.


Freecurve Akku und Stromausfall

🔋 Ein wichtiger Bestandteil des Freecurve ist der Batteriebetrieb.

Der Hersteller gibt an, dass der Freecurve über Batterien betrieben wird und über Ladepunkte am oberen und unteren Ende der Treppe verfügt.

Dadurch kann der Lift auch bei einem Stromausfall noch mehrfach benutzt werden, sofern die Akkus ausreichend geladen sind.

Das ist im Alltag besonders wichtig.

Denn ein Stromausfall sollte nicht dazu führen, dass ein Nutzer mit eingeschränkter Mobilität plötzlich keine Möglichkeit mehr hat, die Etage zu wechseln.


Wie wird der Freecurve geladen?

Der Freecurve wird an seinen Ladepositionen geladen.

Savaria nennt Ladestationen oben und unten als Bestandteil der Standardausstattung.

Dadurch kann der Lift an den jeweiligen Endpunkten der Treppe geladen werden.

Für die langfristige Zuverlässigkeit eines akkubetriebenen Treppenlifts ist es wichtig, dass die Ladepunkte frei zugänglich bleiben und der Lift regelmäßig korrekt geparkt wird.


Freecurve Sicherheit

🛡️ Sicherheit steht beim Freecurve an erster Stelle.

Der Hersteller nennt mehrere Sicherheitseinrichtungen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Hindernissensoren
  • Sicherheitsgurt
  • drehbarer und verriegelbarer Sitz
  • rutschhemmende Fußstütze
  • Geschwindigkeitsüberwachung
  • Schlüsselschalter
  • Notfall- beziehungsweise Sicherheitsfunktionen des Systems

Savaria beschreibt einen Sensor an Fußstütze und Fahreinheit, der den Lift bei einem Hindernis stoppen kann. Zusätzlich überwacht ein Overspeed-Governor die Geschwindigkeit bei der Abfahrt.


Hinderniserkennung beim Freecurve

Die Hinderniserkennung ist im Alltag besonders wichtig.

Eine Treppe ist schließlich kein steriler Maschinenraum.

Auf ihr können liegen:

  • Schuhe
  • Taschen
  • Spielzeug
  • Kleidung
  • Haustiere
  • Gegenstände

Der Freecurve besitzt Sensoren, die bei einem erkannten Hindernis die Fahrt stoppen können.

Trotzdem sollte die Treppe während der Fahrt grundsätzlich frei gehalten werden.

Ein Sensor ersetzt keine ordentliche Nutzung.


Sicherheitsgurt

Zum Standard gehört ein einziehbarer Sicherheitsgurt.

Der Gurt soll den Nutzer während der Fahrt sicher auf dem Sitz halten.

Optional kann laut Hersteller ein 5-Punkt-Gurt verfügbar sein.

Diese Variante kann insbesondere dann interessant sein, wenn zusätzliche Fixierung benötigt wird.

Welche Gurtlösung sinnvoll ist, sollte individuell entschieden werden.


Drehsitz beim Freecurve

Der Drehsitz gehört zu den wichtigsten Komfort- und Sicherheitsmerkmalen.

Warum?

Weil ein Nutzer nicht einfach am Ende der Treppe geradeaus aus dem Sitz steigen sollte, wenn die Treppenkante direkt hinter ihm liegt.

Der Sitz kann gedreht und verriegelt werden.

Dadurch wird das Aufstehen beziehungsweise Hinsetzen auf der oberen Etage sicherer und kontrollierter.


Power-Swivel

Beim Power-Swivel übernimmt ein Motor die Drehbewegung.

Das ist besonders interessant für Menschen, denen die manuelle Drehung schwerfällt.

Savaria nennt den motorisierten Sitzdrehmechanismus ausdrücklich als verfügbare Option für den Freecurve.

Besonders interessant für:

  • Senioren
  • Nutzer mit eingeschränkter Kraft
  • Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit
  • Nutzer mit Schwierigkeiten beim Drehen
  • Personen, die beim Ausstieg zusätzliche Unterstützung benötigen

2-Way Power Swivel

Noch interessanter wird es bei sehr engen Treppen.

Der 2-Way Power Swivel kann die Sitzposition während der Fahrt automatisch verändern.

Savaria beschreibt diese Funktion insbesondere für sehr schmale Treppen und enge Spiralen.

Der Sinn:

Die Knie und Beine sollen bei der Fahrt besser innerhalb des verfügbaren Raumes bleiben.

Das ist eine der technischen Funktionen, die den Freecurve für bestimmte schwierige Treppen besonders interessant machen.


Freecurve Active Seat

🟣 Eine der interessantesten Komfortoptionen ist der Active Seat.

Der Active Seat unterstützt das Hinsetzen und Aufstehen.

Savaria beschreibt die Funktion ähnlich wie bei einem elektrisch unterstützten Aufstehsessel.

Der Sitz kann den Nutzer beim Aufstehen nach oben unterstützen und beim Hinsetzen kontrolliert absenken.

Für wen kann das besonders interessant sein?

  • Menschen mit schwacher Beinmuskulatur
  • Senioren
  • Nutzer mit Schwierigkeiten beim Aufstehen
  • Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit
  • Personen, die sich nicht tief hinsetzen können

Der Active Seat ist allerdings nicht für jeden Nutzer zwingend erforderlich.

Bei einer Probefahrt sollte geprüft werden, ob die Funktion tatsächlich einen Mehrwert bringt.


Power-Fußstütze

Eine weitere Komfortoption ist die motorisierte Fußstütze.

Bei einer manuellen Fußstütze muss der Nutzer sie gegebenenfalls selbst mit dem Fuß oder der Hand bewegen.

Das kann für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit schwierig sein.

Mit der Power-Fußstütze kann die Bewegung per Knopfdruck erfolgen.

Savaria nennt die motorisierte Fußstütze als verfügbare Option beim Freecurve.


Power-Hinge beim Freecurve

Ein besonderes Problem entsteht, wenn am unteren Ende der Treppe direkt eine Tür liegt.

Die Schiene kann dann im Weg sein.

Dafür gibt es das Power-Hinge.

Dabei kann der untere Teil der Schiene motorisch weggeklappt werden.

Das kann verhindern, dass die Schiene dauerhaft in einen Eingangsbereich hineinragt.

Savaria nennt den Power-Hinge ausdrücklich als Option für den Freecurve.


Parking-Funktion

Eine Parkposition kann bei einem Kurventreppenlift sehr wichtig sein.

Denn der Lift muss nicht zwangsläufig genau dort stehen bleiben, wo man ausgestiegen ist.

Mit einer individuellen Parkposition kann der Stuhl beispielsweise:

  • um eine Ecke geführt werden,
  • weiter in einen Flur hineinlaufen,
  • außerhalb des Hauptdurchgangs parken,
  • am oberen Ende aus dem Treppenbereich herausgeführt werden.

Savaria nennt 90- oder 180-Grad-Parking als mögliche Optionen.


Overrun beim Freecurve

Ein sogenannter Overrun verlängert die Fahrstrecke über den eigentlichen Treppenbereich hinaus.

Das kann den Ein- und Ausstieg erleichtern.

Beispielsweise kann der Stuhl am oberen Ende etwas weiter fahren, bevor der Nutzer aussteigt.

Dadurch kann eine größere und sicherere Ausstiegsfläche entstehen.

Savaria nennt Overrun-Optionen für oben oder unten.


Freecurve Design und Farben

🎨 Ein großer Vorteil des Freecurve liegt in seiner Individualisierung.

Die Schiene muss nicht zwangsläufig in einer einzigen Standardfarbe bleiben.

Savaria nennt:

  • Cream
  • Grey
  • Brown

als Schienenfarben.

Auch beim Sitz gibt es verschiedene Möglichkeiten.


Die Freecurve Sitzvarianten

Der aktuelle Hersteller nennt drei zentrale Sitzdesigns:

Classic

Die klassische Sitzvariante ist schlicht und funktional.

Elegance

Die Elegance-Variante bietet eine stärker gepolsterte und wohnlichere Gestaltung.

Alliance

Die Alliance-Variante besitzt ein eigenes Design mit beige-brauner Gestaltung.

Savaria nennt außerdem eine Petite-Sitzvariante für kleinere Nutzer, wobei die Verfügbarkeit je nach Markt variieren kann.

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Freecurve Sitzfarben

SitzmodellFarben laut Hersteller
AllianceBeige / Brown
EleganceBeige / Brown
ClassicBeige / Slate
Petiteje nach Markt

Warum Design bei einem Treppenlift wichtig ist

Ein Treppenlift steht nicht in einem Technikraum.

Er befindet sich im Mittelpunkt des Hauses.

Das bedeutet:

Er wird gesehen von:

  • Bewohnern
  • Familie
  • Freunden
  • Besuchern

Deshalb ist es durchaus sinnvoll, auf eine möglichst harmonische Gestaltung zu achten.

Die Kombination aus Einrohr-Schiene, verschiedenen Sitzvarianten und unterschiedlichen Schienenfarben macht den Freecurve vergleichsweise individuell.


Freecurve Preis: Was kostet der Treppenlift?

Eine der wichtigsten Fragen lautet:

Was kostet ein Handicare Freecurve?

Eine seriöse Antwort ist:

Der konkrete Preis wird individuell kalkuliert.

Der Grund liegt in der maßgefertigten Kurvenschiene.

Eine Treppe mit einer einfachen 90-Grad-Kurve benötigt eine andere Planung als:

  • eine Wendeltreppe,
  • eine zweigeschossige Treppe,
  • eine Treppe mit mehreren Kurven,
  • eine enge Spiraltreppe.

Auch die Ausstattung beeinflusst den Preis.


Welche Faktoren beeinflussen den Freecurve Preis?

KostenfaktorEinfluss
Treppenlängehoch
Anzahl der Kurvenhoch
Schienenführunghoch
Anzahl der Etagenhoch
Montageaufwandhoch
Sitzvariantemittel
Power-Swivelmittel
Power-Fußstützemittel
Active Seatmittel bis hoch
Power-Hingemittel
Parkingmittel
Overrunmittel
Sonderkonfigurationindividuell
Servicevertraglaufende Kosten

Deshalb sollte man nie nur einen beworbenen Einstiegspreis vergleichen.

Entscheidend ist der komplette Endpreis.


Was kostet ein Kurventreppenlift allgemein?

Als grobe Marktordnung liegen Kurventreppenlifte deutlich über einfachen geraden Sitzliften.

Aktuelle deutsche Preisübersichten nennen für Kurventreppenlifte häufig Einstiegspreise ab etwa 6.000 bis 8.000 Euro; komplexere Anlagen können deutlich darüber liegen. Andere aktuelle Marktübersichten nennen für Kurven- und Rollstuhllifte Preise ab etwa 10.000 Euro. Das sind ausdrücklich Marktrichtwerte und keine Freecurve-Herstellerpreise.

Beim Freecurve sollte deshalb immer ein individuelles Angebot eingeholt werden.


Was sollte ein Freecurve-Angebot enthalten?

Ein gutes Angebot sollte transparent sein.

PositionPrüfen
Freecurve Fahreinheit
maßgefertigte Schiene
Aufmaß
Montage
Sitzvariante
Schienenfarbe
Akku/Ladesystem
Fernbedienungen
Garantie
Einweisung
Power-Swiveloptional
Power-Fußstützeoptional
Active Seatoptional
Power-Hingeoptional
Parkingoptional
Overrunoptional
Wartungseparat prüfen
Anfahrtseparat prüfen

Freecurve gebraucht kaufen

Ein gebrauchter Freecurve kann grundsätzlich interessant sein.

Bei einem gebrauchten Kurventreppenlift ist jedoch die Schiene das große Thema.

Denn die Schiene wurde für eine konkrete Treppe gefertigt.

Sie passt nicht automatisch auf eine andere Treppe.

Vor dem Kauf eines gebrauchten Freecurve prüfen

  • Baujahr
  • Schienenlänge
  • Kurvenverlauf
  • Akkuzustand
  • Motor
  • Sitz
  • Sicherheitsgurt
  • Sensoren
  • Ladegeräte
  • Fernbedienungen
  • Sicherheitsfunktionen
  • Montage
  • Ersatzteile
  • Garantie
  • Umbaufähigkeit

Eine gebrauchte Kurvenschiene sollte daher niemals einfach online gekauft werden, ohne vorher die technische Verwendbarkeit zu prüfen.


Freecurve Erfahrungen

Wer nach „Freecurve Erfahrungen“ sucht, sollte mehrere Aspekte voneinander trennen.

Eine einzelne Nutzermeinung sagt wenig über die Qualität einer konkreten Installation aus.

Bei einem Kurventreppenlift hängt die Alltagserfahrung stark davon ab, wie gut:

  • vermessen,
  • geplant,
  • gefertigt,
  • montiert,
  • eingestellt

wurde.

Deshalb sollte man bei Erfahrungsberichten insbesondere auf folgende Punkte achten:

Bedienung

Ist der Joystick einfach zu bedienen?

Komfort

Ist der Sitz bequem?

Kurven

Fühlt sich die Fahrt in Kurven angenehm an?

Einstieg

Ist der Ein- und Ausstieg sicher?

Platz

Bleibt ausreichend Durchgang?

Technik

Funktionieren Akku und Ladepunkte zuverlässig?

Service

Wie schnell reagiert der Ansprechpartner bei Problemen?


Freecurve Erfahrungen aus der Praxis richtig einordnen

Online findet man sowohl positive als auch kritische Erfahrungsberichte.

Das ist bei einem technischen Produkt normal.

Ein Teil der Kritik kann beispielsweise eine individuelle Konfiguration betreffen und nicht das Grundprinzip des Produkts.

Gerade bei einem Freecurve sollte deshalb immer gefragt werden:

War die Treppe ähnlich?

War die Sitzvariante vergleichbar?

Gab es eine Power-Funktion?

Wie alt war die Anlage?

Welcher Servicepartner war zuständig?

So werden Erfahrungsberichte deutlich aussagekräftiger.


Freecurve Vorteile

1. Einrohr-Schiene

Die Schiene wirkt vergleichsweise schlank und elegant.

2. Maßanfertigung

Die Führung wird an die konkrete Treppe angepasst.

3. Kurventauglichkeit

Der Lift ist für komplexe Treppenverläufe ausgelegt.

4. Viele Komfortoptionen

Power-Swivel, Power-Fußstütze, Active Seat und weitere Optionen sind verfügbar.

5. Design

Sitz und Schiene können individuell gestaltet werden.

6. Akku-Betrieb

Der Lift kann bei Stromausfall noch mehrfach genutzt werden, sofern ausreichend Akkuladung vorhanden ist.

7. Fernbedienungen

Zwei Fernbedienungen gehören laut Hersteller zur Standardausstattung.


Mögliche Nachteile des Freecurve

Kein Treppenlift ist für jede Situation perfekt.

1. Standardtragfähigkeit 125 kg

Wer schwerer ist, sollte die konkrete Eignung besonders genau prüfen.

2. Innenmodell

Der aktuelle Hersteller führt den Freecurve als Wohnbereichs-/Innenmodell. Für eine Außentreppe sollte deshalb ein dafür vorgesehenes Modell geprüft werden.

3. Individuelle Fertigung

Eine Maßanfertigung bedeutet normalerweise höhere Planungskosten als ein Standardlift.

4. Sehr enge Kurven

Nicht jede extrem enge Kurve muss zwingend mit einer Einrohrlösung optimal realisierbar sein.

5. Optionen erhöhen den Preis

Active Seat, Power-Swivel, Power-Fußstütze und weitere Funktionen können den Gesamtpreis erhöhen.


Freecurve oder Zweirohr-Kurventreppenlift?

Das ist eine wichtige Kaufentscheidung.

KriteriumFreecurveZweirohr-System
Schiene1 Rohr2 Rohre
Optiksehr schlankstärker sichtbar
Kurventauglichkeit
Sehr enge Kurvenindividuellteilweise Vorteil
Designsehr starkabhängig vom Modell
Power-Funktionenmodellabhängig
Maßanfertigung
Platzbedarfindividuellindividuell
EntscheidungTreppe + NutzerTreppe + Nutzer

Savaria weist selbst darauf hin, dass sehr enge Kurven unter Umständen besser mit einem Zweirohrsystem gelöst werden können. Deshalb sollte nicht automatisch das Schienensystem gewählt werden, das auf Fotos am besten aussieht.

freecurve3

Freecurve oder anderer Kurventreppenlift?

Ein sinnvoller Vergleich sollte folgende Kriterien berücksichtigen:

KriteriumWarum wichtig?
SchienensystemPlatz und Optik
TragfähigkeitSicherheit
SitzhöheEin-/Ausstieg
SitzbreiteKomfort
Kurvenradiustechnische Machbarkeit
GeschwindigkeitFahrkomfort
DrehsitzAusstieg
FußstützeBedienkomfort
Active SeatAufstehen
ParkingPlatz
HingeTüren
Servicelangfristige Sicherheit
GarantieKostenrisiko
WartungBetriebskosten
Ersatzteilelangfristige Verfügbarkeit

Freecurve für Senioren

Der Freecurve kann insbesondere für ältere Menschen interessant sein, die:

  • Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben,
  • aber weiterhin zu Hause wohnen möchten,
  • einen Sitzlift benötigen,
  • eine kurvige Treppe besitzen,
  • Wert auf komfortable Bedienung legen.

Besonders relevant können die motorisierten Optionen sein.

Bei eingeschränkter Beweglichkeit

🟢 Power-Swivel

🔵 Power-Fußstütze

🟣 Active Seat

🟠 2-Way Power Swivel

Diese Funktionen können je nach körperlicher Situation einen erheblichen Unterschied machen.


Freecurve für Menschen mit eingeschränkter Kraft

Nicht jeder Nutzer hat Schwierigkeiten beim Sitzen.

Manchmal ist das eigentliche Problem das Aufstehen.

Hier kann der Active Seat interessant sein.

Der Sitz unterstützt die Bewegung vom Sitzen zum Stehen und umgekehrt. Savaria beschreibt die Funktion ausdrücklich als motorisierte Unterstützung beim Hinsetzen und Aufstehen.

Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn:

  • die Beinmuskulatur schwach ist,
  • das Aufstehen aus tiefen Sesseln schwerfällt,
  • der Nutzer sich beim Aufstehen stark abstützen muss.

Freecurve Bedienung

Die Standardbedienung erfolgt über einen Joystick am Armrest.

Damit kann der Nutzer die Fahrtrichtung steuern.

Das Bedienprinzip ist bewusst einfach gehalten.

Grundsätzlich

  1. Sicherheitsgurt schließen.
  2. Sitzposition einnehmen.
  3. Joystick in gewünschte Richtung bewegen.
  4. Fahrt durchführen.
  5. Joystick loslassen beziehungsweise Fahrt stoppen.
  6. Am Ziel gegebenenfalls Sitz drehen.
  7. Sicherheitsgurt lösen.
  8. Sicher aussteigen.

Die genaue Bedienung muss anhand der mitgelieferten Bedienungsanleitung und der Einweisung des zuständigen Fachbetriebs erfolgen.


Fernbedienungen beim Freecurve

Der Hersteller nennt zwei Fernbedienungen als Standardausstattung.

Dadurch kann der Lift beispielsweise von oben oder unten gerufen werden.

Das ist besonders praktisch, wenn:

  • mehrere Personen den Lift nutzen,
  • der Lift auf der falschen Etage steht,
  • Angehörige den Lift herholen möchten.

Schlüsselbedienung

Der Freecurve kann mit einem Schlüssel gegen unbefugte Nutzung gesichert werden.

Das kann sinnvoll sein, wenn:

  • Kinder im Haushalt leben,
  • mehrere Personen im Haus wohnen,
  • der Lift nicht von jedem genutzt werden soll.

Savaria führt die Schlüsselbedienung als Bestandteil der Standardausstattung und nennt optional auch eine schlüssellose Konfiguration.


Freecurve Wartung

Ein Treppenlift ist ein technisches Sicherheitssystem.

Deshalb sollte die Wartung nicht vernachlässigt werden.

Besonders relevant sind:

  • Akku
  • Ladepunkte
  • Motor
  • Antrieb
  • Zahnstange
  • Sicherheitsgurt
  • Sensoren
  • Sitzverriegelung
  • Fußstütze
  • Fernbedienungen
  • Befestigungspunkte

Das offizielle Benutzerhandbuch weist darauf hin, dass die Anlage entsprechend den geltenden Vorschriften genutzt und gewartet werden muss. Die Herstellerunterlagen enthalten außerdem Garantiebedingungen und Sicherheitsvorgaben.


Freecurve Garantie

Die aktuelle Savaria-Produktseite nennt eine 24-monatige Garantie auf defekte Teile über den zuständigen Händler.

Dabei weist der Hersteller ausdrücklich darauf hin, dass die vollständigen Garantiebedingungen und insbesondere Anforderungen an regelmäßige Wartung berücksichtigt werden müssen.

Das Benutzerhandbuch nennt ebenfalls eine Garantiezeit von 24 Monaten ab dem Zeitpunkt, an dem das Produkt das Werk verlässt.

Deshalb beim Angebot prüfen

  • Garantiezeit
  • Geltungsbereich
  • Arbeitskosten
  • Anfahrt
  • Verschleißteile
  • Akkus
  • Wartungspflicht
  • Händlerzuständigkeit

Freecurve Förderung in Deutschland

💶 Für viele Käufer ist die Finanzierung entscheidend.

In Deutschland können wohnumfeldverbessernde Maßnahmen unter bestimmten Voraussetzungen durch die Pflegekasse bezuschusst werden.

Das Bundesgesundheitsministerium nennt ausdrücklich Treppenlifte als mögliche wohnumfeldverbessernde Maßnahme.

Für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 kann die Pflegekasse auf Antrag einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro gewähren, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.


Wie hoch ist der Pflegekassen-Zuschuss?

SituationMaximaler Zuschuss
1 pflegebedürftige Personbis 4.180 €
2 Personen im gemeinsamen Haushaltbis 8.360 €
3 Personenbis 12.540 €
4 Personenbis 16.720 €

Die gesetzliche Regelung sieht bis zu 4.180 Euro je pflegebedürftiger Person vor; für eine gemeinsame Maßnahme gilt ein Gesamtbetrag von bis zu 16.720 Euro.


Wichtig: Förderung vor dem Kauf beantragen

Ein häufiger Fehler besteht darin, den Treppenlift zuerst zu bestellen und sich erst anschließend mit der Pflegekasse zu beschäftigen.

Besser ist:

Antrag → Bewilligung → Beauftragung

Die konkrete Vorgehensweise sollte mit der Pflegekasse abgestimmt werden.

Das Bundesgesundheitsministerium weist ausdrücklich auf die Antragstellung für solche wohnumfeldverbessernden Maßnahmen hin.


Gilt die Förderung auch für einen Freecurve?

Ein Freecurve kann grundsätzlich unter die förderfähigen wohnumfeldverbessernden Maßnahmen fallen, wenn die individuellen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Das bedeutet aber nicht:

„Jeder Freecurve wird automatisch mit 4.180 Euro bezuschusst.“

Entscheidend sind:

  • Pflegegrad
  • individuelle Situation
  • Notwendigkeit
  • Wohnsituation
  • Antrag
  • Entscheidung der Pflegekasse

Das Bundesgesundheitsministerium nennt fest installierte Treppenlifte ausdrücklich als Beispiel für förderfähige Maßnahmen.


Freecurve Finanzierung

Neben der Pflegekassenförderung können je nach persönlicher Situation weitere Finanzierungsmöglichkeiten relevant sein.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Eigenfinanzierung
  • Ratenzahlung
  • Mietmodelle
  • Zuschüsse anderer Träger
  • Leistungen bei Arbeits- oder Unfallfolgen
  • individuelle Förderprogramme

Welche Förderung tatsächlich greift, muss im Einzelfall geprüft werden.


Freecurve Montage

Die Montage eines Freecurve unterscheidet sich von der Installation eines geraden Standardlifts.

Die Schiene ist individuell gefertigt.

Der Monteur muss deshalb:

  • Schiene positionieren,
  • Befestigungen setzen,
  • Fahreinheit montieren,
  • Ladepunkte anschließen,
  • Sitz einstellen,
  • Sicherheitsfunktionen prüfen,
  • Endpositionen kontrollieren,
  • Nutzer einweisen.

Je komplexer die Treppe, desto aufwendiger kann die Montage sein.


Kann der Freecurve über mehrere Etagen fahren?

Ein kurvengängiger Lift kann grundsätzlich mehrere Treppenabschnitte miteinander verbinden.

Ob eine konkrete Mehr-Etagen-Treppe geeignet ist, hängt von:

  • Schienenführung
  • Kurven
  • Etagen
  • Zwischenpodesten
  • Parkpositionen
  • Ein- und Ausstiegsbereichen

ab.

Gerade bei einer Mehr-Etagen-Anlage sollte die Planung besonders gründlich erfolgen.


Freecurve für ein Einfamilienhaus

Der Freecurve eignet sich insbesondere für klassische Wohnsituationen.

Beispielsweise:

Erdgeschoss → Obergeschoss

oder:

Erdgeschoss → Obergeschoss → Dachgeschoss

Der Vorteil einer individuellen Schiene besteht darin, dass nicht für jede Etage ein separater Lift benötigt werden muss, sofern die konkrete Treppe mit einer durchgehenden Führung realisierbar ist.


Freecurve bei Zwischenpodesten

Zwischenpodeste sind bei Kurventreppenliften interessant.

Der Lift kann so geplant werden, dass er:

  • um das Podest fährt,
  • dort seine Richtung verändert,
  • weiter zur nächsten Etage fährt,
  • oder auf dem Podest parkt.

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von der Geometrie ab.


Freecurve Ein- und Ausstieg

Ein guter Treppenlift muss nicht nur fahren.

Der Ein- und Ausstieg ist mindestens genauso wichtig.

Deshalb sollte man bei der Planung prüfen:

  • Wo sitzt der Nutzer?
  • Wo zeigt der Sitz beim Ausstieg hin?
  • Wie weit muss der Nutzer drehen?
  • Wo befinden sich die Füße?
  • Gibt es ausreichend Platz?
  • Ist eine Tür in der Nähe?
  • Kann ein Angehöriger unterstützen?

Optionen wie Power-Swivel, Parking und Overrun können genau hier ansetzen.


Freecurve und Türen am unteren Treppenende

Eine Tür direkt neben der Treppe kann problematisch sein.

Die Schiene könnte den Durchgang behindern.

Hier kann eine Power-Hinge-Lösung interessant sein.

Die Schiene wird am unteren Ende motorisch weggeklappt.

Dadurch kann der Eingangsbereich besser nutzbar bleiben.

Savaria führt den Power-Hinge ausdrücklich als Freecurve-Option.


Freecurve Parkposition am oberen Ende

Manchmal soll der Lift oben nicht direkt mitten auf der Treppe stehen bleiben.

Dann kann eine Parkkurve sinnvoll sein.

Der Lift kann beispielsweise:

Treppenende → Kurve → seitlicher Parkplatz

fahren.

Dadurch bleibt der eigentliche Treppenbereich freier.

Savaria nennt 90- und 180-Grad-Parking als mögliche Konfigurationen.


Freecurve und Barrierefreiheit

Ein Treppenlift beseitigt nicht automatisch jede Barriere im Haus.

Er löst vor allem das Problem:

„Wie komme ich sicher von einer Etage zur anderen?“

Weitere Barrieren können bleiben:

  • Türschwellen
  • Badezimmer
  • enge Türen
  • Küche
  • Eingangsbereich
  • Außenstufen

Deshalb sollte der Freecurve als Bestandteil eines gesamten barrierearmen Wohnkonzepts betrachtet werden.


Freecurve Kaufberatung

Vor dem Kauf sollte man nicht nur fragen:

„Was kostet der Freecurve?“

Sondern:

„Welche Konfiguration brauche ich wirklich?“


Frage 1: Wie schwer ist der Nutzer?

Standardmäßig nennt Savaria 125 kg Tragfähigkeit.


Frage 2: Wie eng ist die Treppe?

Sehr enge Kurven können eine besondere Planung erfordern.


Frage 3: Wie leicht kann der Nutzer aufstehen?

Wenn das Aufstehen schwerfällt, kann der Active Seat interessant sein.


Frage 4: Kann der Nutzer den Sitz selbst drehen?

Falls nicht, kann Power-Swivel sinnvoll sein.


Frage 5: Kann der Nutzer die Fußstütze bedienen?

Falls nicht, kann die motorisierte Fußstütze sinnvoll sein.


Frage 6: Liegt unten eine Tür?

Dann sollte Power-Hinge geprüft werden.


Frage 7: Wo soll der Lift parken?

Eine Parkkurve kann den Alltag deutlich verbessern.


Frage 8: Wie viel Durchgang muss frei bleiben?

Das sollte nicht geschätzt, sondern am konkreten Modell geprüft werden.


Freecurve Checkliste vor dem Kauf

PunktErledigt
Treppe vermessen
Kurven geprüft
Treppenbreite geprüft
Nutzergewicht geprüft
Sitz ausprobiert
Sitzhöhe geprüft
Ausstieg getestet
Power-Swivel geprüft
Active Seat geprüft
Fußstütze geprüft
Power-Hinge geprüft
Parkposition geplant
Schienenfarbe gewählt
Sitzfarbe gewählt
Förderung geprüft
Angebot komplett erhalten
Garantie geprüft
Wartung geklärt
Servicepartner bekannt

Häufige Fehler beim Kauf eines Freecurve

Nur den Grundpreis vergleichen

Das ist bei einer Maßanfertigung wenig aussagekräftig.

Nur die Optik beurteilen

Die schönste Schiene hilft nicht, wenn der Einstieg nicht funktioniert.

Tragfähigkeit vergessen

125 kg Standardkapazität müssen zur tatsächlichen Nutzung passen.

Keine Probefahrt

Ein Nutzer sollte den Sitz und die Bedienung testen.

Förderung zu spät prüfen

Die Pflegekasse sollte frühzeitig einbezogen werden.

Gebrauchtkauf ohne Schienenprüfung

Eine Kurvenschiene passt nicht automatisch auf eine andere Treppe.

Service nicht hinterfragen

Ein Treppenlift sollte über viele Jahre betreut werden können.

Treppenlift Pilot

Für wen ist der Handicare Freecurve besonders interessant?

Der Freecurve ist besonders interessant für Menschen, die:

  • eine kurvige Treppe besitzen,
  • eine gewendelte Treppe haben,
  • eine schlanke Liftoptik bevorzugen,
  • eine individuell gefertigte Schiene benötigen,
  • Wert auf Design legen,
  • einen komfortablen Sitz wünschen,
  • zusätzliche Motorfunktionen benötigen.

Für wen ist der Freecurve möglicherweise nicht ideal?

Der Freecurve ist nicht automatisch die beste Lösung für jede Treppe.

Beispielsweise kann bei:

  • sehr engen Kurven,
  • besonders hohen Nutzergewichten,
  • Außenanlagen,
  • sehr speziellen baulichen Situationen

ein anderes Modell besser geeignet sein.

Savaria selbst weist darauf hin, dass sehr enge Kurven unter Umständen besser mit einem Zweirohrsystem funktionieren.


Freecurve Fazit

Der Handicare Freecurve ist ein hochwertiger Kurventreppenlift, dessen wichtigste Besonderheit die individuell gefertigte Einrohr-Schiene ist.

Das Modell kombiniert eine vergleichsweise schlanke Optik mit einer umfangreichen Auswahl an Komfortfunktionen.

Technisch bietet der aktuelle Freecurve unter anderem:

  • 24-Volt-Antrieb,
  • Zahnstangenantrieb,
  • Batteriebetrieb,
  • 125 kg Standardtragfähigkeit,
  • 0 bis 61 Grad Neigungsbereich,
  • rund 0,11 m/s Nenngeschwindigkeit,
  • reduzierte Geschwindigkeit in Kurven,
  • zwei Ladestationen,
  • zwei Fernbedienungen,
  • Hinderniserkennung,
  • Sicherheitsgurt,
  • Sitzverriegelung,
  • Geschwindigkeitsüberwachung.

Besonders stark ist das Modell bei der Individualisierung.

Der Nutzer kann je nach Markt und Konfiguration unter anderem zwischen Classic, Elegance und Alliance wählen und die Schienenfarbe an die Wohnsituation anpassen.

Noch interessanter wird der Freecurve durch die verfügbaren Komfortoptionen.

Dazu zählen:

🟣 Power-Swivel

🔵 2-Way Power Swivel

🟢 Power-Fußstütze

🟠 Power-Hinge

🟡 Active Seat

🔴 Parking

Overrun

Diese Funktionen können einen erheblichen Unterschied machen, wenn der Nutzer nicht nur Schwierigkeiten beim Treppensteigen, sondern auch beim Drehen, Aufstehen oder Bedienen des Lifts hat.

Der Freecurve ist deshalb nicht einfach ein „Treppenlift für Kurven“.

Er ist vielmehr ein konfigurierbares System, das an die Treppe und an den Nutzer angepasst werden kann.


Die wichtigsten Freecurve Vorteile auf einen Blick

VorteilBewertung
Kurventauglichkeit⭐⭐⭐⭐⭐
Maßanfertigung⭐⭐⭐⭐⭐
Einrohr-Design⭐⭐⭐⭐⭐
Designauswahl⭐⭐⭐⭐
Komfortoptionen⭐⭐⭐⭐⭐
Active Seat⭐⭐⭐⭐⭐
Akku-Betrieb⭐⭐⭐⭐⭐
Platzsparende Optik⭐⭐⭐⭐⭐
Standardtragfähigkeit⭐⭐⭐
Außenbereichnicht als aktuelle Freecurve-Anwendung ausgewiesen

Freecurve: Die wichtigste Kaufentscheidung

Wenn Sie über einen Freecurve nachdenken, sollte die Entscheidung nicht ausschließlich über den Namen des Herstellers oder über einen Preis getroffen werden.

Die wichtigste Frage lautet:

Wie sieht Ihre Treppe tatsächlich aus?

Denn genau diese Treppe bestimmt:

  • die Schienenform,
  • die Kurven,
  • die Sitzposition,
  • die Geschwindigkeit,
  • die Parkposition,
  • den Platzbedarf,
  • den Ein- und Ausstieg,
  • den Montageaufwand.

Und genau deshalb ist das professionelle Aufmaß beim Freecurve so entscheidend.

Savaria nutzt dafür ein digitales fotografisches Messsystem und beschreibt die Möglichkeit, das geplante Ergebnis bereits vor dem Kauf virtuell auf der eigenen Treppe zu betrachten.

Das ist aus Käufersicht sinnvoll.

Denn bei einem individuell gefertigten Kurventreppenlift sollte man möglichst genau wissen, was man später im eigenen Haus bekommt.


FAQ zum Handicare Freecurve Treppenlift

1. Was ist der Handicare Freecurve?

Der Handicare Freecurve ist ein kurvengängiger Sitztreppenlift mit einer individuell gefertigten Einrohr-Schiene. Das Modell wird heute im Savaria-Produktportfolio geführt und ist für Wohnbereiche mit kurvigen, gewendelten oder komplexeren Treppenverläufen vorgesehen. Die Schiene wird an die konkrete Treppe angepasst.

2. Wie viel kostet ein Handicare Freecurve?

Einen pauschalen Freecurve-Festpreis gibt es nicht, weil die Schiene individuell für die jeweilige Treppe gefertigt wird. Der Preis hängt unter anderem von Treppenlänge, Kurven, Etagen, Montage, Sitzvariante und zusätzlichen Funktionen ab. Als Marktvergleich liegen Kurventreppenlifte generell deutlich über einfachen geraden Sitzliften; aktuelle deutsche Marktübersichten nennen häufig mehrere tausend Euro bis in den fünfstelligen Bereich. Ein konkretes Freecurve-Angebot sollte deshalb immer die komplette Anlage inklusive Maßschiene und Montage ausweisen.

3. Wie viel Gewicht darf auf dem Freecurve sitzen?

Die aktuelle Savaria-Produktseite nennt für den Freecurve eine Standardtragfähigkeit von 125 kg. Wer nahe an dieser Grenze liegt oder sie überschreitet, sollte vor dem Kauf die zulässige Belastung der konkret angebotenen Konfiguration schriftlich bestätigen lassen.

4. Ist der Freecurve für eine enge Treppe geeignet?

Der Freecurve kann gerade bei engen und komplexen Treppen interessant sein, weil er eine schlanke Einrohr-Schiene besitzt. Allerdings ist „schmal“ nicht automatisch gleich „geeignet“. Bei sehr engen Kurven kann ein Zweirohrsystem unter Umständen technisch besser passen. Savaria weist selbst auf diesen Unterschied hin. Deshalb sollte die konkrete Treppe professionell vermessen werden.

5. Kann der Freecurve auf einer Wendeltreppe installiert werden?

Grundsätzlich kann der Freecurve für spiralartige und kurvige Treppen interessant sein. Savaria nennt ausdrücklich enge und spiralartige Treppen als möglichen Einsatzbereich. Bei extrem engen Radien muss jedoch geprüft werden, ob die Einrohrschiene ausreichend Platz für Sitz, Knie und sichere Ein- und Ausstiege bietet.

6. Wie breit ist der Freecurve?

Eine einzige feste Gesamtbreite kann nicht für jede Konfiguration angegeben werden. Die aktuelle Herstellerseite nennt eine zusammengeklappte Tiefe von ungefähr 419 bis 442 mm und eine ausgeklappte Tiefe von etwa 638 bis 660 mm. Welche Restbreite auf der jeweiligen Treppe bleibt, hängt von Schiene, Sitz, Armlehnen, Geländer und Treppenform ab.

7. Wie schnell fährt der Freecurve?

Savaria nennt eine Nenngeschwindigkeit von etwa 0,11 m/s. In Kurven wird eine Geschwindigkeit von ungefähr 0,06 m/s angegeben. Die reduzierte Kurvengeschwindigkeit trägt zu einer kontrollierten Fahrt durch Richtungsänderungen bei.

8. Hat der Freecurve einen Akku?

Ja. Der Freecurve arbeitet batteriebetrieben und besitzt Ladestationen am oberen und unteren Ende der Treppe. Dadurch kann der Lift laut Hersteller bei einem Stromausfall noch mehrfach benutzt werden, sofern die Batterien ausreichend geladen sind.

9. Was passiert bei einem Stromausfall?

Der Freecurve ist nicht ausschließlich von einer laufenden Netzversorgung während der Fahrt abhängig. Die Batterien ermöglichen einen weiteren Betrieb. Der Hersteller weist darauf hin, dass der Lift bei einem Stromausfall noch mehrfach genutzt werden kann, wenn ausreichend Akkuladung vorhanden ist.

10. Hat der Freecurve einen Drehsitz?

Ja. Der Sitz kann gedreht und verriegelt werden, damit der Nutzer am oberen Ende sicherer aussteigen kann. Zusätzlich ist ein motorisierter Power-Swivel verfügbar. Dieser kann die Drehbewegung automatisch übernehmen und ist insbesondere für Menschen interessant, denen die manuelle Sitzdrehung schwerfällt.

11. Was ist der 2-Way Power Swivel?

Der 2-Way Power Swivel ist eine spezielle motorisierte Sitzdrehfunktion für besonders enge Treppen. Der Sitz kann während der Fahrt automatisch in eine günstigere Position gebracht werden. Dadurch soll insbesondere bei schmalen oder spiralförmigen Treppen mehr Raum für die Knie und Beine geschaffen werden.

12. Was ist der Active Seat?

Der Active Seat ist eine motorisierte Sitzfunktion, die den Nutzer beim Hinsetzen und Aufstehen unterstützt. Savaria beschreibt die Funktion ähnlich wie bei einem elektrisch unterstützten Aufstehsessel: Der Sitz bewegt sich so, dass das Aufstehen erleichtert wird. Das kann für Personen mit eingeschränkter Beinkraft besonders interessant sein.

13. Welche Sitzvarianten gibt es beim Freecurve?

Savaria nennt die Sitzvarianten Classic, Elegance und Alliance. Je nach Variante stehen unterschiedliche Farben und Gestaltungen zur Verfügung. Zusätzlich kann eine Petite-Variante für kleinere Nutzer verfügbar sein; die genaue Verfügbarkeit kann vom Markt abhängen.

14. Welche Farben hat der Freecurve?

Bei den Sitzen nennt der Hersteller unter anderem Beige, Brown und Slate. Die Schiene kann je nach Konfiguration in Cream, Grey oder Brown ausgeführt werden. Dadurch lässt sich der Freecurve stärker an die Einrichtung des Hauses anpassen.

15. Gibt es beim Freecurve eine motorisierte Fußstütze?

Ja. Die Power-Fußstütze ist als Option verfügbar. Sie ermöglicht das Ein- und Ausklappen der Fußstütze per Bedienung, sodass der Nutzer sich nicht nach unten beugen muss. Das kann insbesondere bei eingeschränkter Beweglichkeit hilfreich sein.

16. Was ist die Power-Hinge-Funktion?

Die Power-Hinge ist eine motorisierte Klappschiene am unteren Ende der Treppe. Sie kann sinnvoll sein, wenn sich beispielsweise direkt neben der Treppe eine Tür oder ein Eingang befindet. Die Schiene kann dann aus dem Weg geklappt werden.

17. Kann der Freecurve eine Parkposition bekommen?

Ja. Der Hersteller nennt Parkoptionen mit 90 oder 180 Grad. Dadurch kann der Sitz beispielsweise am oberen oder unteren Ende um eine Ecke geführt werden und außerhalb des direkten Treppenbereichs parken. Das kann den Durchgang verbessern.

18. Kann der Freecurve außen montiert werden?

Die aktuelle Savaria-Produktseite führt den Freecurve als Residential, indoor, also für den Wohnbereich im Innenbereich. Für Außentreppen sollte deshalb geprüft werden, welches Modell des aktuellen Savaria-Portfolios ausdrücklich für den Außenbereich vorgesehen ist.

19. Wie sicher ist der Freecurve?

Der Freecurve verfügt laut Hersteller über mehrere Sicherheitsfunktionen. Dazu gehören Hindernissensoren an Fußstütze und Fahreinheit, ein Sicherheitsgurt, ein verriegelbarer Drehsitz, eine rutschhemmende Fußstütze, eine Geschwindigkeitsüberwachung und eine Schlüsselbedienung. Die genaue Sicherheitsausstattung hängt von der jeweiligen Konfiguration ab.

20. Wie lange ist die Garantie beim Freecurve?

Savaria nennt aktuell eine 24-monatige Garantie auf defekte Teile über den zuständigen Händler. Das Benutzerhandbuch nennt ebenfalls eine Garantiezeit von 24 Monaten. Die vollständigen Garantiebedingungen sollten vor dem Kauf geprüft werden, insbesondere hinsichtlich Arbeitskosten, Wartung, Verschleißteilen und Akkus.

21. Kann ich einen Freecurve gebraucht kaufen?

Ein gebrauchter Freecurve kann grundsätzlich eine Möglichkeit sein, die Investitionskosten zu reduzieren. Allerdings wurde die Schiene speziell für eine bestimmte Treppe gefertigt. Deshalb ist sie nicht automatisch auf eine andere Treppe übertragbar. Vor dem Kauf müssen Schienenverlauf, Maße, Sitz, Akkus, Motor, Sicherheitsfunktionen und Montagefähigkeit geprüft werden.

22. Gibt es eine Förderung für den Freecurve?

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Treppenlift in Deutschland als wohnumfeldverbessernde Maßnahme von der Pflegekasse bezuschusst werden. Das Bundesgesundheitsministerium nennt fest installierte Treppenlifte ausdrücklich als Beispiel. Für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 kann der Zuschuss bis zu 4.180 Euro betragen. Die Förderung muss beantragt werden und hängt von den individuellen Voraussetzungen ab.

23. Muss der Antrag bei der Pflegekasse vor dem Kauf gestellt werden?

Wer eine Förderung nutzen möchte, sollte die Finanzierung vor der Beauftragung mit der Pflegekasse klären. Die konkrete Vorgehensweise kann von der jeweiligen Kasse und Situation abhängen. Wichtig ist, nicht einfach davon auszugehen, dass eine nachträgliche Erstattung automatisch erfolgt. Das Bundesgesundheitsministerium beschreibt die Leistung als Zuschuss auf Antrag.

24. Wie wird der Freecurve vermessen?

Savaria verwendet ein eigenes fotografisches Messsystem namens PS4D. Damit kann die Treppe digital erfasst und die geplante Liftlösung vor der Bestellung visualisiert werden. Anschließend werden die Daten für die Fertigung der individuellen Schiene verwendet.

25. Ist der Freecurve besser als ein Zweirohr-Treppenlift?

Nicht pauschal. Der Freecurve hat mit seiner Einrohrschiene einen starken optischen und konstruktiven Vorteil. Bei extrem engen Kurven kann ein Zweirohrsystem jedoch unter Umständen besser geeignet sein. Savaria weist selbst darauf hin, dass sehr enge Kurven mit einem Zweirohrsystem besser funktionieren können. Die konkrete Treppe sollte deshalb die Entscheidung bestimmen.

26. Ist der Freecurve für Senioren geeignet?

Der Freecurve kann für Senioren sehr interessant sein, wenn eine kurvige Treppe das selbstständige Wohnen erschwert. Besonders die Optionen Power-Swivel, Power-Fußstütze und Active Seat können bei eingeschränkter Beweglichkeit einen zusätzlichen Komfortgewinn bringen. Vor dem Kauf sollte der Nutzer den Sitz, den Einstieg, den Ausstieg und die Bedienung selbst ausprobieren.

27. Wie laut ist der Freecurve?

Eine aktuelle offizielle Dezibelangabe ist auf der derzeitigen Savaria-Freecurve-Produktseite nicht ausgewiesen. Deshalb sollte man keine konkrete dB-Zahl als Herstellerwert nennen, wenn sie nicht in den aktuellen Unterlagen steht. Bei einem Beratungstermin kann der Lift praktisch vorgeführt werden, was für die persönliche Einschätzung der Geräuschentwicklung sinnvoller ist.

28. Kann der Freecurve über mehrere Etagen fahren?

Eine individuelle Kurvenschiene kann grundsätzlich mehrere Treppenabschnitte miteinander verbinden. Ob eine konkrete Mehr-Etagen-Treppe realisierbar ist, hängt jedoch von ihrem Verlauf, den Kurven, Zwischenpodesten, Parkpositionen und Ein- beziehungsweise Ausstiegsflächen ab. Das muss im Aufmaß geprüft werden.

29. Wie lange dauert die Herstellung eines Freecurve?

Savaria beschreibt einen effizienten kundenspezifischen Fertigungsprozess und gibt für viele kurvige Treppenlifte eine schnelle Fertigung an. Die tatsächliche Lieferzeit hängt jedoch von Aufmaß, Freigabe, Konfiguration, Fertigung, Transport und Montage ab. Deshalb sollte die konkrete Lieferzeit immer im Angebot bestätigt werden.

30. Ist der Freecurve sein Geld wert?

Das lässt sich nur anhand der konkreten Treppe und des konkreten Nutzers beantworten. Seine Stärken liegen in der individuellen Einrohr-Schiene, der großen Auswahl an Komfortoptionen und der Möglichkeit, die Anlage optisch an das Wohnumfeld anzupassen. Wer eine kurvige Treppe hat und Wert auf eine schlanke Konstruktion sowie motorisierte Komfortfunktionen legt, sollte den Freecurve definitiv mit anderen Kurventreppenliften vergleichen.


Freecurve: Die endgültige Kauf-Checkliste

Bevor ein Freecurve bestellt wird, sollten mindestens diese Punkte geklärt sein:

Technisch

  • Ist die Treppe für eine Einrohrschiene geeignet?
  • Wie eng sind die Kurven?
  • Wie hoch ist die tatsächliche Traglast?
  • Wo liegen die Ladepositionen?
  • Welche Parkposition ist sinnvoll?

Komfort

  • Reicht der Standard-Drehsitz?
  • Ist Power-Swivel sinnvoll?
  • Brauche ich 2-Way Power Swivel?
  • Ist die Power-Fußstütze sinnvoll?
  • Brauche ich Active Seat?
  • Ist eine Overrun-Lösung notwendig?

Baulich

  • Gibt es Türen am Treppenanfang?
  • Muss eine Power-Hinge eingebaut werden?
  • Wie viel Durchgang bleibt?
  • Gibt es Geländer oder Wände, die berücksichtigt werden müssen?
  • Wo kann der Lift parken?

Finanziell

  • Was kostet die komplette Anlage?
  • Ist Montage enthalten?
  • Ist Aufmaß enthalten?
  • Welche Optionen sind enthalten?
  • Wie hoch sind Wartungskosten?
  • Welche Garantie gilt?
  • Kann eine Förderung beantragt werden?

Unser Fazit zum Handicare Freecurve

Der Handicare Freecurve ist vor allem für Menschen interessant, die eine kurvige, gewendelte oder komplexe Innentreppe sicherer und komfortabler überwinden möchten.

Sein auffälligstes Merkmal ist die maßgefertigte Einrohr-Schiene.

Diese sorgt für eine vergleichsweise schlanke Optik und ermöglicht eine individuelle Führung entlang der Treppe.

Technisch ist der Freecurve mit einem 24-Volt-Antrieb, Zahnstangenantrieb, Akkuversorgung, Hinderniserkennung, Sicherheitsgurt und verriegelbarem Drehsitz ausgestattet. Die aktuelle Herstellerseite nennt 125 kg Standardtragfähigkeit, einen Neigungsbereich von 0 bis 61 Grad und eine Nenngeschwindigkeit von 0,11 m/s.

Seine größte Stärke liegt aber in der Individualisierung.

Mit:

🟢 Power-Swivel

🔵 2-Way Power Swivel

🟣 Active Seat

🟠 Power-Fußstütze

🔴 Power-Hinge

🟡 Parking

⚪ Overrun

kann die Anlage auf unterschiedliche körperliche und bauliche Anforderungen angepasst werden.

Dazu kommen unterschiedliche Sitzvarianten und Schienenfarben.

Der Freecurve ist damit interessant für Menschen, die nicht einfach irgendeinen Treppenlift suchen, sondern eine Lösung, die möglichst genau zur eigenen Treppe und zum eigenen Alltag passt.

Die wichtigste Erkenntnis

Nicht der Freecurve als Modell entscheidet allein darüber, ob er die beste Lösung ist.

Entscheidend ist die Kombination aus:

Treppe + Nutzer + Sitz + Schiene + Ausstattung + Montage + Service.

Bei einer normalen geraden Treppe wäre ein solch individuell gefertigter Kurventreppenlift meist unnötig.

Bei einer komplizierten Wendeltreppe kann genau diese individuelle Fertigung dagegen den entscheidenden Unterschied machen.

Und gerade bei sehr engen Treppen sollte man nicht blind nach dem schönsten Produkt entscheiden. Savaria weist selbst darauf hin, dass bei sehr engen Kurven unter Umständen ein Zweirohrsystem die bessere technische Lösung sein kann.

Wer den Freecurve in die engere Auswahl nimmt, sollte deshalb mindestens zwei oder drei konkrete Angebote vergleichen und dabei nicht nur den Preis betrachten.

Verglichen werden sollten:

  • technische Machbarkeit,
  • Schienenverlauf,
  • Restbreite,
  • Sitzkomfort,
  • Ein- und Ausstieg,
  • Sicherheitsausstattung,
  • Komfortoptionen,
  • Garantie,
  • Wartung,
  • Service,
  • Fördermöglichkeiten,
  • Gesamtkosten.

Für die Finanzierung besonders wichtig: Das Bundesgesundheitsministerium nennt Treppenlifte ausdrücklich als mögliche wohnumfeldverbessernde Maßnahme. Bei Pflegegrad 1 bis 5 kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Maßnahme möglich sein.

Unterm Strich ist der Handicare Freecurve eine besonders interessante Lösung für anspruchsvolle Kurventreppen, wenn eine schlanke Einrohr-Optik, individuelle Schienenführung und umfangreiche Komfortoptionen gewünscht sind.

Die richtige Entscheidung fällt aber erst nach einem professionellen Aufmaß.

Denn ein Treppenlift muss nicht nur auf dem Papier funktionieren.

Er muss auf Ihrer Treppe funktionieren – und für den Menschen, der ihn jeden Tag benutzt.


Quellen und Aktualität

Für diesen Ratgeber wurden vorrangig aktuelle Hersteller- und Primärquellen berücksichtigt:

  • aktuelle Savaria-Produktseite zum Handicare Freecurve,
  • aktuelles Savaria-Treppenlift-Portfolio,
  • offizielle Informationen zu Power-Funktionen,
  • offizielles Freecurve-Benutzerhandbuch,
  • aktuelle gesetzliche Regelung zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen,
  • Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zur Förderung von Treppenliften.

Die technischen Daten können sich durch Markt-, Länder- oder Modellvarianten ändern. Für ein konkretes Angebot sind daher immer die aktuelle technische Dokumentation und die tatsächlich angebotene Konfiguration maßgeblich.

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