Mobilitätshilfen bei Pflegegrad 1–5: Zuschüsse und Leistungen 2026
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Wer einen Pflegegrad hat, benötigt häufig Unterstützung bei der Bewegung im Alltag. Das Gehen fällt schwerer, das Aufstehen aus dem Bett wird anstrengend oder die Treppe im eigenen Haus kann nicht mehr sicher genutzt werden.
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Für Betroffene und Angehörige stellt sich deshalb eine wichtige Frage: Welche Mobilitätshilfen stehen Menschen mit Pflegegrad 1, 2, 3, 4 oder 5 zu – und welche Kosten übernimmt die Pflegekasse?
Die gute Nachricht: Bereits mit Pflegegrad 1 können bestimmte technische Pflegehilfsmittel und Zuschüsse für notwendige Wohnraumanpassungen infrage kommen.
Auch ein Rollator, ein Rollstuhl, eine Aufstehhilfe oder ein Patientenlifter kann unter den jeweiligen Voraussetzungen finanziert werden.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Nicht jede Mobilitätshilfe wird von der Pflegekasse bezahlt. Für medizinisch notwendige Hilfsmittel ist häufig die Krankenkasse zuständig. Für technische Pflegehilfsmittel und bestimmte Veränderungen der Wohnung kann dagegen die Pflegekasse verantwortlich sein.
Besonders interessant ist der Zuschuss von bis zu 4.180 Euro für notwendige wohnumfeldverbessernde Maßnahmen im Jahr 2026. Dazu können beispielsweise ein Treppenlift, eine fest installierte Rampe oder bestimmte Badezimmerumbauten gehören.
Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Mobilitätshilfen bei den Pflegegraden 1 bis 5 möglich sind, welche Zuschüsse Sie beantragen können und wie Sie bei der Finanzierung richtig vorgehen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Schon ab Pflegegrad 1 können bei häuslicher Pflege bestimmte Pflegehilfsmittel übernommen werden.
- Für technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten oder bestimmte Transferhilfen ist unter den gesetzlichen Voraussetzungen die Pflegekasse zuständig.
- Für medizinisch notwendige Rollatoren, Gehhilfen und Rollstühle ist häufig die Krankenkasse zuständig – auch ohne Pflegegrad.
- Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind 2026 bis zu 42 Euro monatlich möglich. Dieser Betrag gilt nicht für den Kauf eines Rollators oder Treppenlifts.
- Bei technischen Pflegehilfsmitteln beträgt die gesetzliche Zuzahlung für Erwachsene grundsätzlich zehn Prozent, höchstens 25 Euro. Bei leihweiser Bereitstellung kann sie entfallen.
- Für notwendige Wohnraumanpassungen kann die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro je Maßnahme gewähren.
- Leben mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, kann ein gemeinsamer Zuschuss von bis zu 16.720 Euro möglich sein.
- Pflegegrad 4 oder 5 bedeutet nicht automatisch, dass ein bestimmtes Hilfsmittel bewilligt wird.
- Ein Antrag sollte vor der kostenpflichtigen Anschaffung oder Durchführung einer Baumaßnahme gestellt und die Bewilligung abgewartet werden.
1. Welche Mobilitätshilfen gibt es bei einem Pflegegrad?
Ein anerkannter Pflegegrad bedeutet, dass die Selbstständigkeit einer Person aufgrund gesundheitlich bedingter Beeinträchtigungen für voraussichtlich mindestens sechs Monate eingeschränkt ist und die gesetzlichen Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind.
Je höher der Pflegegrad, desto ausgeprägter ist in der Regel der Unterstützungsbedarf.
Das bedeutet aber nicht, dass jeder Mensch mit demselben Pflegegrad dieselben Mobilitätshilfen benötigt.
Eine Person mit Pflegegrad 2 kann beispielsweise eine erhebliche Gehbehinderung haben. Eine andere Person mit Pflegegrad 3 ist möglicherweise noch gut zu Fuß, benötigt aber aufgrund kognitiver Einschränkungen umfangreiche Unterstützung.
Welche Hilfsmittel kommen grundsätzlich infrage?
Typische Mobilitätshilfen sind Gehstöcke, Rollatoren, Rollstühle, Elektrorollstühle, Aufstehhilfen, Patientenlifter und bestimmte Hilfen für die sichere Nutzung der Wohnung.
Hinzu kommen bauliche Maßnahmen wie Rampen oder Treppenlifte.
Entscheidet der Pflegegrad über das Hilfsmittel?
Nicht allein.
Entscheidend sind der konkrete Bedarf, die medizinischen und pflegerischen Voraussetzungen sowie die rechtliche Zuständigkeit des Kostenträgers.
Braucht man für einen Rollator einen Pflegegrad?
Nein.
Ein medizinisch notwendiger Rollator kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen werden, auch wenn kein Pflegegrad vorliegt.
Braucht man für einen Treppenlift einen Pflegegrad?
Für den Zuschuss der Pflegekasse zu einer notwendigen wohnumfeldverbessernden Maßnahme ist ein anerkannter Pflegegrad erforderlich.
Bereits Pflegegrad 1 kann hierfür ausreichen.
2. Krankenkasse oder Pflegekasse: Wer zahlt welche Mobilitätshilfe?
Bevor Sie einen Antrag stellen, sollten Sie die Zuständigkeit klären.
Die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung haben unterschiedliche Aufgaben.
Medizinische Hilfsmittel der Krankenkasse
Medizinisch notwendige Hilfsmittel sollen unter anderem Behinderungen ausgleichen oder den Erfolg einer Krankenbehandlung sichern.
Dazu gehören beispielsweise Rollatoren, Gehstützen und Rollstühle.
Technische Pflegehilfsmittel der Pflegekasse
Pflegehilfsmittel sollen die häusliche Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen.
Dazu können beispielsweise Pflegebetten, bestimmte Aufstehhilfen und Transferhilfen gehören.
Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
Dabei handelt es sich um notwendige Anpassungen der Wohnung.
Beispiele sind fest installierte Rampen, Türverbreiterungen oder Treppenlifte.
Die Zuständigkeit im Überblick
| Mobilitätshilfe oder Maßnahme | Häufig zuständig |
|---|---|
| Medizinisch notwendiger Rollator | Krankenkasse |
| Unterarmgehstützen | Krankenkasse |
| Medizinisch notwendiger Rollstuhl | Krankenkasse |
| Elektrorollstuhl | Krankenkasse bei entsprechendem Anspruch |
| Pflegebett | Pflegekasse, sofern nicht ein anderer Träger zuständig ist |
| Bestimmte Patientenlifter | Je nach Versorgungszweck Kranken- oder Pflegekasse |
| Technische Aufstehhilfe | Je nach Einzelfall |
| Fest installierter Treppenlift | Möglicher Zuschuss der Pflegekasse |
| Fest installierte Rampe | Möglicher Zuschuss der Pflegekasse |
| Pflegehilfsmittel zum Verbrauch | Pflegekasse |
Wenn die Zuständigkeit unklar ist, können Sie sich an die Kranken- oder Pflegekasse wenden. Die Leistungsträger müssen die Zuständigkeitsfrage nach den gesetzlichen Regeln klären.
Gesundheitsportal
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Mehr über die Versorgung mit ärztlicher Verordnung erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Mobilitätshilfen auf Rezept 2026.
3. Mobilitätshilfen bei Pflegegrad 1: Was steht Ihnen zu?
Pflegegrad 1 liegt bei einer geringen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor.
Viele Menschen mit Pflegegrad 1 können noch zahlreiche Tätigkeiten allein erledigen, benötigen aber bei bestimmten Aufgaben Unterstützung.
Gerade deshalb können geeignete Mobilitätshilfen helfen, die Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.
Welche Hilfsmittel sind bei Pflegegrad 1 möglich?
Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können bereits technische Pflegehilfsmittel infrage kommen.
Beispiele sind bestimmte Hilfen, die das Aufstehen erleichtern oder die häusliche Pflege unterstützen.
Welche Versorgung übernommen wird, hängt vom individuellen Bedarf ab.
Gibt es bei Pflegegrad 1 einen Rollator?
Ja, wenn er medizinisch notwendig ist.
Die Versorgung erfolgt in diesem Fall häufig über die Krankenkasse und ist nicht davon abhängig, ob Pflegegrad 1 besteht.
Gibt es bei Pflegegrad 1 einen Treppenlift-Zuschuss?
Ja.
Bereits ab Pflegegrad 1 kann die Pflegekasse notwendige wohnumfeldverbessernde Maßnahmen mit bis zu 4.180 Euro bezuschussen.
Ein Treppenlift muss dafür im konkreten Fall geeignet und notwendig sein.
Gibt es bei Pflegegrad 1 Pflegegeld?
Nein.
Ein regulärer Anspruch auf Pflegegeld besteht erst ab Pflegegrad 2.
Welche weiteren Leistungen sind relevant?
Bei Pflegegrad 1 können unter den gesetzlichen Voraussetzungen unter anderem der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich und Pflegehilfsmittel zum Verbrauch relevant sein.
Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden. Er darf nicht einfach für den freien Kauf beliebiger Mobilitätshilfen eingesetzt werden.
Beispiel bei Pflegegrad 1
Eine 81-jährige Frau lebt allein in ihrem Reihenhaus.
Sie kann sich im Erdgeschoss gut bewegen, hat aber erhebliche Schwierigkeiten beim Treppensteigen.
Die Pflegekasse hat Pflegegrad 1 anerkannt.
Wenn ein Treppenlift notwendig ist, um ihre selbstständige Lebensführung zu ermöglichen oder die häusliche Pflege erheblich zu erleichtern, kann ein Zuschuss beantragt werden.
Der Pflegegrad 1 schließt diese Förderung nicht aus.
4. Mobilitätshilfen bei Pflegegrad 2: Welche Zuschüsse gibt es?
Pflegegrad 2 bedeutet eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.
Betroffene benötigen häufig regelmäßig Unterstützung im Alltag.
Welche Mobilitätshilfen sind bei Pflegegrad 2 sinnvoll?
Je nach Situation können ein Rollator, ein Rollstuhl, eine Aufstehhilfe oder technische Pflegehilfsmittel notwendig sein.
Auch Anpassungen der Wohnung können eine wichtige Rolle spielen.
Bekomme ich mit Pflegegrad 2 einen Rollstuhl?
Ein medizinisch notwendiger Rollstuhl kann von der Krankenkasse übernommen werden.
Entscheidend ist die Einschränkung der Mobilität und nicht allein der Pflegegrad.
Gibt es einen Zuschuss für einen Treppenlift?
Ja.
Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Pflegekasse auch bei Pflegegrad 2 bis zu 4.180 Euro für eine notwendige Wohnraumanpassung gewähren.
Wie hoch ist das Pflegegeld bei Pflegegrad 2?
2026 beträgt das Pflegegeld 347 Euro monatlich.
Es wird unter den gesetzlichen Voraussetzungen gezahlt, wenn die häusliche Pflege selbst sichergestellt wird.
Kann Pflegegeld für Mobilitätshilfen genutzt werden?
Über das ausgezahlte Pflegegeld kann die pflegebedürftige Person grundsätzlich frei verfügen.
Allerdings sollte zuerst geprüft werden, ob für ein notwendiges Hilfsmittel ein gesonderter Leistungsanspruch besteht.
So lässt sich vermeiden, dass Kosten privat getragen werden, die möglicherweise ein zuständiger Kostenträger übernehmen müsste.
Beispiel bei Pflegegrad 2
Ein 83-jähriger Mann kann noch kurze Strecken gehen, benötigt dafür aber einen Rollator.
Sein Badezimmer ist eng und besitzt eine hohe Einstiegskante zur Dusche.
Hier kommen unterschiedliche Maßnahmen infrage.
Der Rollator kann gegebenenfalls über die Krankenkasse bereitgestellt werden.
Ein notwendiger barrierearmer Umbau des Badezimmers kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen über die Pflegekasse bezuschusst werden.
5. Mobilitätshilfen bei Pflegegrad 3: Welche Leistungen sind möglich?
Pflegegrad 3 liegt bei einer schweren Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor.
Die notwendige Unterstützung kann sehr unterschiedlich aussehen.
Manche Betroffene können mit einem Rollator gehen, andere benötigen regelmäßig Hilfe beim Aufstehen oder Umsetzen.
Welche Hilfsmittel kommen infrage?
Je nach Bedarf können folgende Lösungen relevant sein:
- Rollstuhl oder Elektrorollstuhl
- Pflegebett
- Geeignete Aufstehhilfe
- Patientenlifter
- Transferhilfen
- Rampe oder Treppenlift
- Weitere notwendige Wohnraumanpassungen
Zahlt die Pflegekasse einen Patientenlifter?
Ein Patientenlifter kann bei entsprechender Notwendigkeit als Hilfsmittel übernommen werden.
Ob die Kranken- oder Pflegekasse zuständig ist, hängt vom konkreten Versorgungszweck ab.
Wie hoch ist das Pflegegeld bei Pflegegrad 3?
2026 beträgt das Pflegegeld 599 Euro monatlich.
Gibt es mehr Treppenlift-Zuschuss als bei Pflegegrad 2?
Nicht automatisch.
Der mögliche Zuschuss zu einer wohnumfeldverbessernden Maßnahme beträgt auch bei Pflegegrad 3 bis zu 4.180 Euro.
Der höhere Pflegegrad erhöht diesen Höchstbetrag nicht von selbst.
Beispiel bei Pflegegrad 3
Eine 77-jährige Frau kann nur noch mit Unterstützung aufstehen.
Was könnte Ihr Treppenlift kosten?
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1. Welche Liftart benötigen Sie?
2. Wie verläuft die Treppe?
3. Wo soll der Lift eingebaut werden?
4. Kommt ein gebrauchter Lift infrage?
5. Ist ein Pflegegrad vorhanden?
Der tatsächliche Preis hängt unter anderem ab von:
- Treppenverlauf und Schienenlänge
- Liftmodell und Ausstattung
- Baulicher Situation
- Montage und Zusatzarbeiten
Unverbindliche Orientierung, kein verbindliches Angebot. Der tatsächliche Preis kann außerhalb der Spanne liegen. Zuschüsse werden nicht automatisch abgezogen.
Sie benötigt regelmäßig Hilfe beim Wechsel vom Bett in den Rollstuhl.
Eine geeignete Transferhilfe könnte die häusliche Pflege erleichtern.
Zusätzlich sollte geprüft werden, ob das Bett und die vorhandenen Bewegungsflächen für sichere Transfers geeignet sind.
6. Mobilitätshilfen bei Pflegegrad 4: Was wird übernommen?
Bei Pflegegrad 4 liegt eine schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor.
Häufig ist die Unterstützung durch Angehörige oder professionelle Pflegekräfte umfangreich.
Welche Mobilitätshilfen können notwendig sein?
Je nach Situation kommen beispielsweise ein individuell angepasster Rollstuhl, ein Pflegebett, ein Patientenlifter und geeignete Lagerungs- oder Transferhilfen infrage.
Die konkrete Ausstattung sollte fachlich geplant werden.
Warum sind Transferhilfen besonders wichtig?
Wenn eine Person nicht mehr selbstständig aufstehen kann, können manuelle Transfers für beide Seiten gefährlich werden.
Geeignete technische Hilfen können körperliche Belastungen reduzieren und die Versorgung sicherer machen.
Wie hoch ist das Pflegegeld bei Pflegegrad 4?
2026 beträgt das Pflegegeld 800 Euro monatlich.
Ist ein Treppenlift bei Pflegegrad 4 immer sinnvoll?
Nein.
Ein Sitzlift ist beispielsweise nur geeignet, wenn die Person sicher sitzen und entsprechend ihren Fähigkeiten auf den Lift gelangen kann.
Bei starker Mobilitätseinschränkung können andere Lösungen notwendig sein.
Gibt es automatisch mehr Zuschuss?
Nein.
Auch bei Pflegegrad 4 beträgt der mögliche Zuschuss für eine notwendige Wohnraumanpassung grundsätzlich bis zu 4.180 Euro je Maßnahme.
7. Mobilitätshilfen bei Pflegegrad 5: Was ist möglich?
Pflegegrad 5 liegt bei schwersten Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung vor.
Betroffene benötigen häufig umfassende Unterstützung.
Welche Hilfsmittel sind besonders relevant?
Je nach Gesundheitszustand können spezielle Rollstühle, Pflegebetten, Patientenlifter und individuell angepasste Transfer- und Positionierungshilfen erforderlich sein.
Warum ist eine fachliche Versorgung wichtig?
Bei sehr hohem Unterstützungsbedarf können ungeeignete Hilfsmittel zu Schmerzen, Druckbelastungen oder unsicheren Transfers führen.
Deshalb sollten geeignete Pflegefachpersonen und Hilfsmittelversorger in die Auswahl einbezogen werden.
Wie hoch ist das Pflegegeld bei Pflegegrad 5?
2026 beträgt das Pflegegeld 990 Euro monatlich.
Gibt es einen besonderen Zuschuss für einen Treppenlift?
Der gesetzliche Höchstbetrag für eine notwendige wohnumfeldverbessernde Maßnahme steigt nicht allein aufgrund von Pflegegrad 5.
Auch hier können grundsätzlich bis zu 4.180 Euro je Maßnahme gewährt werden.
Ist ein Treppenlift immer die richtige Lösung?
Nein.
Bei fehlender Sitzfähigkeit oder umfangreichen Transferanforderungen kann ein gewöhnlicher Sitzlift ungeeignet sein.
In manchen Fällen sind eine andere Wohnraumgestaltung oder alternative Versorgungsformen sinnvoller.
8. Alle Pflegegrade im Vergleich: Mobilitätshilfen und Leistungen 2026
| Leistung | PG 1 | PG 2 | PG 3 | PG 4 | PG 5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Technische Pflegehilfsmittel bei Bedarf | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Pflegehilfsmittel zum Verbrauch | Bis 42 €/Monat | Bis 42 €/Monat | Bis 42 €/Monat | Bis 42 €/Monat | Bis 42 €/Monat |
| Wohnraumanpassung | Bis 4.180 € | Bis 4.180 € | Bis 4.180 € | Bis 4.180 € | Bis 4.180 € |
| Entlastungsbetrag | Bis 131 €/Monat | Bis 131 €/Monat | Bis 131 €/Monat | Bis 131 €/Monat | Bis 131 €/Monat |
| Pflegegeld bei vollem Anspruch | – | 347 € | 599 € | 800 € | 990 € |
Alle Leistungen setzen die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen voraus.
Wichtig: Die Beträge können nicht einfach addiert und für einen beliebigen Hilfsmittelkauf ausgegeben werden.
Pflegegeld, Entlastungsbetrag, Pflegehilfsmittel und Wohnraumanpassungen sind unterschiedliche Leistungsarten mit unterschiedlichen Regeln.
BMG
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9. Treppenlift-Zuschuss 2026: Bis zu 4.180 Euro von der Pflegekasse
Ein Treppenlift kann helfen, wichtige Wohnbereiche weiterhin zu erreichen.
Gerade bei mehrgeschossigen Häusern ist das häufig ein entscheidender Faktor für den Verbleib in der eigenen Wohnung.
Wie hoch ist der Zuschuss?
Bei Pflegegrad 1 bis 5 kann die Pflegekasse unter den gesetzlichen Voraussetzungen bis zu 4.180 Euro je notwendiger wohnumfeldverbessernder Maßnahme gewähren.
Für welche Treppenlifte ist ein Zuschuss möglich?
Je nach Situation können beispielsweise Sitzlifte oder andere geeignete fest installierte Lösungen infrage kommen.
Entscheidend ist, ob die konkrete Maßnahme die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.
Gibt es den Zuschuss automatisch?
Nein.
Ein anerkannter Pflegegrad allein genügt nicht.
Die Pflegekasse muss die Notwendigkeit der Maßnahme prüfen.
Beispielrechnung: Treppenlift für 7.500 Euro
| Position | Betrag |
|---|---|
| Beispielhafter Treppenliftpreis | 7.500 € |
| Angenommener bewilligter Zuschuss | −4.180 € |
| Verbleibende Kosten | 3.320 € |
Dieses Beispiel zeigt nur die rechnerische Wirkung eines vollständig bewilligten Zuschusses.
Es ist weder ein konkretes Treppenlift-Angebot noch eine Zusage der Pflegekasse.
Was passiert bei einem günstigeren Treppenlift?
Wenn die förderfähigen Kosten geringer sind als der Höchstbetrag, wird nicht automatisch der volle Zuschuss ausgezahlt.
Der Zuschuss orientiert sich an den anerkannten Kosten und den gesetzlichen Voraussetzungen.
Warum mehrere Angebote sinnvoll sind
Treppenlifte unterscheiden sich hinsichtlich Treppenverlauf, Ausstattung, Montage und Service.
Mit mehreren Angeboten lassen sich Kosten und Leistungen besser vergleichen.
Wichtig: Vor der Beauftragung klären
Stellen Sie den Antrag frühzeitig und warten Sie möglichst die Entscheidung der Pflegekasse ab, bevor Sie verbindlich beauftragen.
Das Bundesgesundheitsministerium nennt Treppenlifte ausdrücklich als mögliches Beispiel für eine bezuschussbare Wohnraumanpassung.
BMG
10. Können mehrere Pflegebedürftige gemeinsam einen höheren Zuschuss erhalten?
Ja.
Wenn mehrere anspruchsberechtigte Pflegebedürftige zusammenwohnen, kann sich der Gesamtzuschuss für eine gemeinsame Maßnahme erhöhen.
Wie hoch kann der Zuschuss sein?
Unter den gesetzlichen Voraussetzungen sind bis zu viermal 4.180 Euro möglich.
Das entspricht einem Höchstbetrag von 16.720 Euro.
Beispiel: Zwei pflegebedürftige Personen
Ein Ehepaar lebt gemeinsam in einem Haus.
Beide Personen haben einen anerkannten Pflegegrad.
Für eine gemeinsame notwendige Maßnahme kann der Zuschuss unter den gesetzlichen Voraussetzungen höher ausfallen als bei einer einzelnen anspruchsberechtigten Person.
Bei zwei Personen beträgt der rechnerische Höchstbetrag bis zu 8.360 Euro.
Beispiel: Vier anspruchsberechtigte Personen
Bei vier anspruchsberechtigten Personen kann der Gesamtbetrag für eine gemeinsame Maßnahme bis zu 16.720 Euro betragen.
Gilt das für jede Wohngemeinschaft?
Nein.
Es müssen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein.
Bei mehr als vier Anspruchsberechtigten gelten besondere Verteilungsregeln.
Wird der Höchstbetrag immer ausgezahlt?
Nein.
Auch hier sind die tatsächlichen förderfähigen Kosten und die Entscheidung der Pflegekasse maßgeblich.
11. Welche weiteren Wohnraumanpassungen werden bezuschusst?
Ein Treppenlift ist nur eine mögliche Maßnahme.
Je nach Mobilitätseinschränkung können andere Anpassungen genauso wichtig sein.
Fest installierte Rampen
Eine Rampe kann Stufen am Hauseingang überwinden.
Die sichere Steigung, ausreichende Bewegungsflächen und die baulichen Voraussetzungen müssen berücksichtigt werden.
Türverbreiterungen
Wenn eine Person einen Rollstuhl benötigt, können schmale Türen zum Hindernis werden.
Eine notwendige Türverbreiterung kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen förderfähig sein.
Badezimmerumbau
Eine hohe Badewannenkante oder eine schwer zugängliche Dusche kann die selbstständige Körperpflege erschweren.
Ein geeigneter Umbau kann die häusliche Versorgung verbessern.
Schwellenabbau
Hohe Türschwellen können für Rollatoren und Rollstühle problematisch sein.
Eine bauliche Anpassung kann die Beweglichkeit innerhalb der Wohnung erleichtern.
Veränderung der Raumaufteilung
In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, Wohnbereiche neu zu gestalten.
Beispielsweise kann ein barrierearm zugängliches Schlafzimmer im Erdgeschoss eine Alternative zu aufwendigen technischen Lösungen sein.
Welche Maßnahme ist die beste?
Das hängt vom tatsächlichen Problem ab.
Eine Rampe kann beispielsweise bei wenigen Stufen sinnvoll sein, während bei einer längeren Innentreppe eine andere Lösung benötigt wird.
12. Technische Pflegehilfsmittel: Was übernimmt die Pflegekasse?
Technische Pflegehilfsmittel sind Geräte, die die häusliche Pflege erleichtern oder die Selbstständigkeit pflegebedürftiger Menschen unterstützen sollen.
Pflegebett
Ein Pflegebett kann beispielsweise das Aufstehen, Lagern und Pflegen erleichtern.
Die Höhenverstellung kann auch Pflegepersonen unterstützen.
Aufstehhilfen
Bestimmte technische Aufstehhilfen können helfen, vom Sitzen in den Stand zu gelangen.
Voraussetzung ist, dass die betreffende Person das Gerät sicher nutzen kann.
Patientenlifter
Ein Patientenlifter kann Transfers ermöglichen, wenn eine Person nicht mehr ausreichend selbstständig aufstehen kann.
Die Auswahl muss zu den körperlichen Voraussetzungen und den räumlichen Gegebenheiten passen.
Dusch- und Transferhilfen
Auch geeignete Hilfen für die Körperpflege oder das Umsetzen können infrage kommen.
Muss man diese Hilfsmittel kaufen?
Nein.
Größere technische Pflegehilfsmittel werden häufig leihweise zur Verfügung gestellt.
Welche Zuzahlung gilt?
Bei technischen Pflegehilfsmitteln beträgt die gesetzliche Zuzahlung für Erwachsene grundsätzlich zehn Prozent, höchstens 25 Euro je Hilfsmittel.
Bei einer leihweisen Bereitstellung kann die Zuzahlung entfallen.
Gesundheitsportal
13. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: 42 Euro monatlich
Bei häuslicher Pflege können Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine monatliche Erstattung für bestimmte Verbrauchsprodukte erhalten.
2026 beträgt der Höchstbetrag 42 Euro monatlich.
Welche Produkte gehören dazu?
Beispiele sind Einmalhandschuhe, bestimmte Desinfektionsmittel, Schutzschürzen und zum Verbrauch bestimmte Bettschutzeinlagen.
Kann man damit einen Rollator kaufen?
Nein.
Die Pauschale ist für bestimmte Pflegehilfsmittel zum Verbrauch vorgesehen.
Ein Rollator gehört nicht dazu.
Kann man den Betrag für einen Treppenlift ansparen?
Nein.
Die monatliche Leistung ist kein frei verwendbares Sparguthaben für Wohnraumanpassungen.
Wie beantragt man die Pauschale?
Bei der Pflegekasse kann ein entsprechender Antrag gestellt werden.
Je nach Anbieter und Versorgung kann die Abwicklung unterschiedlich organisiert sein.
Ist eine ärztliche Verordnung erforderlich?
Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch ist in der Regel keine ärztliche Verordnung notwendig.
Der Anspruch richtet sich nach den Voraussetzungen der Pflegeversicherung.
BMG
14. Welche Rolle spielt der Entlastungsbetrag von 131 Euro?
Pflegebedürftige in häuslicher Pflege können unter den gesetzlichen Voraussetzungen einen Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich nutzen.
Er steht grundsätzlich bereits ab Pflegegrad 1 zur Verfügung.
Wofür ist der Entlastungsbetrag gedacht?
Er soll bestimmte anerkannte Unterstützungs- und Entlastungsangebote finanzieren.
Dazu können je nach Voraussetzungen und Landesrecht beispielsweise bestimmte Angebote zur Unterstützung im Alltag gehören.
Kann ich damit einen Rollstuhl bezahlen?
Nein, nicht einfach durch freien Kauf.
Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden.
Kann ich damit einen Treppenlift finanzieren?
Nicht als gewöhnliche freie Anschaffungsleistung.
Für notwendige Wohnraumanpassungen gibt es einen eigenen Zuschuss.
Warum ist die Unterscheidung wichtig?
Viele Familien sehen verschiedene Pflegeleistungen und gehen davon aus, dass alle Beträge frei miteinander kombiniert werden können.
Das ist nicht der Fall.
Jede Leistungsart besitzt eigene Voraussetzungen.
15. Pflegegeld und Mobilitätshilfen: Wie hängen die Leistungen zusammen?
Das Pflegegeld ist eine Geldleistung der Pflegeversicherung für die häusliche Pflege.
Es wird unter den gesetzlichen Voraussetzungen ab Pflegegrad 2 gezahlt.
Pflegegeld 2026 im Überblick
| Pflegegrad | Pflegegeld pro Monat |
|---|---|
| Pflegegrad 1 | Kein Anspruch |
| Pflegegrad 2 | 347 € |
| Pflegegrad 3 | 599 € |
| Pflegegrad 4 | 800 € |
| Pflegegrad 5 | 990 € |
Darf Pflegegeld für Hilfsmittel verwendet werden?
Die pflegebedürftige Person kann grundsätzlich frei über das ausgezahlte Pflegegeld verfügen.
Das bedeutet aber nicht, dass es sinnvoll ist, notwendige Hilfsmittel sofort selbst zu bezahlen.
Warum sollte man zuerst die Kostenübernahme prüfen?
Wenn ein Rollstuhl medizinisch notwendig ist, kann ein Anspruch gegenüber der Krankenkasse bestehen.
Wenn eine technische Pflegehilfe erforderlich ist, kann die Pflegekasse zuständig sein.
Ein separater Leistungsanspruch kann private Ausgaben vermeiden.
Was passiert bei zusätzlicher ambulanter Pflege?
Wenn Pflegegeld mit ambulanten Pflegesachleistungen kombiniert wird, kann das Pflegegeld anteilig reduziert werden.
Die genaue Berechnung richtet sich nach der Inanspruchnahme der Leistungen.
16. So beantragen Sie Mobilitätshilfen mit Pflegegrad
Die richtige Antragstellung kann entscheidend sein.
Schritt 1: Mobilitätsbedarf dokumentieren
Notieren Sie, welche Bewegungen oder Wege nicht mehr sicher möglich sind.
Beispiele sind Schwierigkeiten beim Aufstehen, unsicheres Gehen oder Probleme beim Treppensteigen.
Schritt 2: Passendes Hilfsmittel ermitteln
Holen Sie je nach Situation ärztlichen, therapeutischen oder pflegefachlichen Rat ein.
Schritt 3: Zuständigkeit klären
Prüfen Sie, ob die Krankenkasse oder Pflegekasse zuständig ist.
Bei baulichen Wohnraumanpassungen kommt häufig die Pflegekasse infrage.
Schritt 4: Unterlagen vorbereiten
Je nach Leistung können eine ärztliche Verordnung, ein Kostenvoranschlag oder eine Beschreibung des Pflegebedarfs erforderlich sein.
Schritt 5: Antrag stellen
Reichen Sie den Antrag bei der zuständigen Stelle ein.
Schritt 6: Bewilligung abwarten
Klären Sie vor einer kostenpflichtigen Bestellung oder einem Umbau, ob und in welchem Umfang die Kosten übernommen werden.
Schritt 7: Hilfsmittel fachgerecht nutzen
Lassen Sie das Gerät anpassen und sich in die sichere Bedienung einweisen.
Schritt 8: Versorgung regelmäßig überprüfen
Verändert sich der Pflegebedarf, können andere Hilfsmittel oder zusätzliche Maßnahmen notwendig werden.
17. Welche Unterlagen benötigt die Pflegekasse?
Nicht jede Leistung erfordert dieselben Unterlagen.
Für technische Pflegehilfsmittel kann die Pflegekasse beispielsweise eine genauere Prüfung der Notwendigkeit vornehmen.
Bei einem Treppenlift oder einer baulichen Anpassung werden häufig zusätzliche Informationen benötigt.
Pflegegradnachweis
Die Pflegekasse kennt bei gesetzlich Versicherten in der Regel den anerkannten Pflegegrad.
Bei anderen Konstellationen können entsprechende Nachweise erforderlich sein.
Beschreibung der Einschränkungen
Erklären Sie möglichst konkret, warum die Maßnahme notwendig ist.
Beispielsweise kann eine Person die Treppe nicht mehr sicher nutzen oder benötigt technische Unterstützung beim Transfer.
Kostenvoranschlag
Bei einer Wohnraumanpassung ist ein nachvollziehbarer Kostenvoranschlag wichtig.
Fotos und Angaben zur Wohnung
Fotos können helfen, die vorhandenen Hindernisse zu dokumentieren.
Fachliche Stellungnahmen
Je nach Situation können ärztliche, pflegefachliche oder therapeutische Stellungnahmen hilfreich sein.
Warum vollständige Unterlagen wichtig sind
Je besser die Notwendigkeit dokumentiert ist, desto leichter lässt sich der Antrag nachvollziehen.
Das garantiert keine Bewilligung, kann aber Rückfragen vermeiden.
18. Wie lange dauert die Entscheidung der Pflegekasse?
Die Bearbeitungsdauer hängt von der beantragten Leistung und den gesetzlichen Fristen ab.
Bei Anträgen auf Pflegehilfsmittel gelten grundsätzlich bestimmte Entscheidungsfristen.
Das staatliche Gesundheitsportal erläutert für entsprechende Pflegehilfsmittelanträge eine Frist von drei Wochen, beziehungsweise bis zu fünf Wochen, wenn eine gutachterliche Stellungnahme eingeholt wird.
Gesundheitsportal
Gilt diese Frist für jeden Antrag?
Nein.
Für andere Leistungen, beispielsweise bestimmte Wohnraumanpassungen, können abweichende rechtliche Regelungen und Verfahrensfragen relevant sein.
Was tun bei Verzögerungen?
Fragen Sie schriftlich nach dem Bearbeitungsstand.
Bei dringendem Bedarf sollten Sie außerdem klären, wie die Versorgung bis zur Entscheidung sichergestellt werden kann.
Kann ich einfach selbst kaufen?
Ein vorschneller Kauf ist riskant.
Ob nachträglich eine Erstattung möglich ist, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen und dem konkreten Verlauf ab.
19. Was tun, wenn die Pflegekasse einen Antrag ablehnt?
Eine Ablehnung kann unterschiedliche Gründe haben.
Möglicherweise hält die Pflegekasse die Maßnahme nicht für erforderlich oder sieht eine andere Versorgung als ausreichend an.
Was könnte Ihr Treppenlift kosten?
Beantworten Sie fünf kurze Fragen und erhalten Sie eine unverbindliche Kostenspanne – ohne Kontaktdaten.
1. Welche Liftart benötigen Sie?
2. Wie verläuft die Treppe?
3. Wo soll der Lift eingebaut werden?
4. Kommt ein gebrauchter Lift infrage?
5. Ist ein Pflegegrad vorhanden?
Der tatsächliche Preis hängt unter anderem ab von:
- Treppenverlauf und Schienenlänge
- Liftmodell und Ausstattung
- Baulicher Situation
- Montage und Zusatzarbeiten
Unverbindliche Orientierung, kein verbindliches Angebot. Der tatsächliche Preis kann außerhalb der Spanne liegen. Zuschüsse werden nicht automatisch abgezogen.
Bescheid prüfen
Lesen Sie die Begründung sorgfältig.
Medizinische oder pflegefachliche Nachweise ergänzen
Wenn wichtige Einschränkungen nicht ausreichend berücksichtigt wurden, können zusätzliche Stellungnahmen hilfreich sein.
Widerspruch einlegen
Gegen einen ablehnenden Bescheid kann grundsätzlich Widerspruch eingelegt werden.
Bei ordnungsgemäßer Rechtsbehelfsbelehrung beträgt die Frist üblicherweise einen Monat nach Bekanntgabe.
Beratung nutzen
Eine Pflegeberatung oder geeignete unabhängige Beratungsstelle kann bei der Einordnung helfen.
Nicht vorschnell aufgeben
Wenn eine Maßnahme tatsächlich notwendig ist, lohnt es sich, die Entscheidung fachlich und rechtlich überprüfen zu lassen.
20. Kann man mehrere Mobilitätshilfen gleichzeitig bekommen?
Ja, wenn unterschiedliche Hilfsmittel im individuellen Fall notwendig sind und die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt werden.
Beispiel: Rollator und Rollstuhl
Eine Person kann innerhalb der Wohnung mit einem Rollator gehen, für längere Wege aber einen Rollstuhl benötigen.
Ob beide Hilfsmittel übernommen werden, hängt von der medizinischen Notwendigkeit ab.
Beispiel: Pflegebett und Patientenlifter
Ein Pflegebett kann die häusliche Pflege erleichtern.
Ein Patientenlifter kann zusätzlich für sichere Transfers notwendig sein.
Beispiel: Rollstuhl und Treppenlift
Ein Rollstuhl kann der Fortbewegung dienen.
Ein geeigneter Treppenlift kann zusätzlich erforderlich sein, um unterschiedliche Etagen der Wohnung zu erreichen.
Werden alle Hilfsmittel automatisch bewilligt?
Nein.
Jede Versorgung muss entsprechend den gesetzlichen Anforderungen notwendig und geeignet sein.
21. Können Angehörige Mobilitätshilfen beantragen?
Angehörige übernehmen häufig die Organisation von Pflegehilfsmitteln und Wohnraumanpassungen.
Wer ist anspruchsberechtigt?
Anspruchsberechtigt ist grundsätzlich die versicherte beziehungsweise pflegebedürftige Person.
Dürfen Angehörige den Antrag stellen?
Mit entsprechender Vollmacht oder Vertretungsberechtigung können Angehörige bei der Antragstellung unterstützen.
Warum ist eine Vollmacht hilfreich?
Sie erleichtert die Kommunikation mit der Versicherung und anderen Beteiligten.
Was sollte die pflegebedürftige Person entscheiden?
Soweit möglich, sollte die betroffene Person selbst in die Auswahl einbezogen werden.
Eine Mobilitätshilfe muss nicht nur funktional geeignet sein, sondern auch akzeptiert und sicher genutzt werden können.
22. Drei Beispiele: Mobilitätshilfen und Zuschüsse bei Pflegegrad
Die folgenden Fälle sind fiktiv und dienen der Veranschaulichung.
Beispiel 1: Pflegegrad 1 und Treppenlift
Eine 80-jährige Frau lebt allein in einem Haus mit zwei Etagen.
Das Treppensteigen fällt ihr zunehmend schwer.
Sie besitzt Pflegegrad 1.
Ein Fachunternehmen prüft, ob ein Sitzlift technisch geeignet ist.
Die Frau beantragt vor einer verbindlichen Beauftragung einen Zuschuss der Pflegekasse.
Bei Bewilligung kann die Maßnahme bis zum gesetzlichen Höchstbetrag gefördert werden.
Beispiel 2: Pflegegrad 3 und Patientenlifter
Ein 85-jähriger Mann wird von seiner Tochter zu Hause gepflegt.
Er kann nur noch eingeschränkt aufstehen.
Die Tochter muss ihn regelmäßig beim Wechsel vom Bett in den Rollstuhl unterstützen.
Nach fachlicher Prüfung wird ein geeigneter Patientenlifter empfohlen.
Die zuständige Kranken- oder Pflegekasse prüft die notwendige Versorgung.
Beispiel 3: Pflegegrad 4 und mehrere Hilfsmittel
Eine 76-jährige Frau hat einen hohen Unterstützungsbedarf.
Sie nutzt einen angepassten Rollstuhl und benötigt ein Pflegebett.
Außerdem ist das Badezimmer für die Versorgung ungeeignet.
In dieser Situation können unterschiedliche Leistungsansprüche bestehen.
Die Hilfsmittelversorgung und die notwendige Wohnraumanpassung sollten jeweils über den passenden Antragsweg geprüft werden.
23. Die häufigsten Fehler bei Mobilitätshilfen mit Pflegegrad
Fehler 1: Den Pflegegrad mit einer automatischen Bewilligung verwechseln
Ein Pflegegrad allein garantiert kein bestimmtes Hilfsmittel.
Fehler 2: Die falsche Kasse ansprechen
Rollatoren und Rollstühle können medizinische Hilfsmittel der Krankenkasse sein.
Andere Geräte können Pflegehilfsmittel darstellen.
Fehler 3: Zuschüsse erst nach dem Kauf prüfen
Bei einem Treppenlift oder einer größeren Wohnraumanpassung sollten Antrag und Finanzierung vorab geklärt werden.
Fehler 4: Den Höchstbetrag als garantierte Auszahlung ansehen
Bis zu 4.180 Euro bedeutet nicht, dass jede Maßnahme automatisch in dieser Höhe bezuschusst wird.
Fehler 5: Pflegehilfsmittelpauschale falsch verstehen
Die 42 Euro monatlich sind für bestimmte Verbrauchsprodukte vorgesehen.
Fehler 6: Die Eignung des Hilfsmittels nicht prüfen
Ein Sitzlift kann beispielsweise ungeeignet sein, wenn eine Person nicht sicher sitzen oder umsteigen kann.
Fehler 7: Folgekosten vergessen
Bei technischen Geräten können Wartung, Reparaturen und weitere Leistungen wichtig sein.
Fehler 8: Keine fachliche Einweisung organisieren
Gerade bei Patientenliftern und Transferhilfen ist eine sichere Anwendung entscheidend.
24. Checkliste: Mobilitätshilfen mit Pflegegrad richtig finanzieren
- Der anerkannte Pflegegrad ist bekannt.
- Die konkreten Mobilitätseinschränkungen sind dokumentiert.
- Der medizinische oder pflegerische Bedarf wurde fachlich geklärt.
- Das passende Hilfsmittel wurde ausgewählt.
- Die Zuständigkeit von Kranken- oder Pflegekasse ist geklärt.
- Eine erforderliche ärztliche Verordnung liegt vor.
- Bei baulichen Maßnahmen wurden Kostenvoranschläge eingeholt.
- Ein möglicher Zuschuss von bis zu 4.180 Euro wurde geprüft.
- Zusätzliche Ansprüche bei mehreren Pflegebedürftigen wurden berücksichtigt.
- Die Pflegehilfsmittelpauschale wurde nicht mit dem Wohnraumzuschuss verwechselt.
- Gesetzliche Zuzahlungen und private Mehrkosten sind bekannt.
- Der Antrag wurde vor einer verbindlichen Anschaffung gestellt.
- Die Entscheidung des Kostenträgers wurde abgewartet.
- Eine sichere Nutzung des Hilfsmittels ist möglich.
- Wartung und notwendige Serviceleistungen sind geklärt.
25. Häufig gestellte Fragen zu Mobilitätshilfen bei Pflegegrad
1. Welche Mobilitätshilfen bekommt man mit Pflegegrad 1?
Bereits mit Pflegegrad 1 können unter den gesetzlichen Voraussetzungen bestimmte technische Pflegehilfsmittel und notwendige Wohnraumanpassungen finanziert werden. Ein medizinisch notwendiger Rollator kann unabhängig davon über die Krankenkasse erhältlich sein.
2. Gibt es bei Pflegegrad 1 einen Zuschuss für einen Treppenlift?
Ja. Bei Pflegegrad 1 kann die Pflegekasse unter den gesetzlichen Voraussetzungen bis zu 4.180 Euro für eine notwendige wohnumfeldverbessernde Maßnahme gewähren.
3. Welche Hilfsmittel stehen mir mit Pflegegrad 2 zu?
Das hängt vom individuellen Bedarf ab. Möglich sind beispielsweise Rollator, Rollstuhl, Pflegebett, Aufstehhilfen oder notwendige Wohnraumanpassungen. Die zuständige Versicherung prüft die Voraussetzungen.
4. Bekomme ich mit Pflegegrad 2 einen Rollstuhl?
Ein medizinisch notwendiger Rollstuhl kann von der Krankenkasse übernommen werden. Pflegegrad 2 allein begründet jedoch keinen Anspruch auf ein bestimmtes Modell.
5. Welche Mobilitätshilfen gibt es bei Pflegegrad 3?
Je nach Bedarf kommen Rollstühle, Transferhilfen, Pflegebetten, Patientenlifter oder Wohnraumanpassungen infrage.
6. Was zahlt die Pflegekasse bei Pflegegrad 4?
Die Pflegekasse kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen technische Pflegehilfsmittel, Pflegehilfsmittel zum Verbrauch und notwendige Wohnraumanpassungen finanzieren. Daneben bestehen weitere Pflegeleistungsansprüche.
7. Gibt es bei Pflegegrad 5 mehr Treppenlift-Zuschuss?
Nicht automatisch. Der mögliche Zuschuss für eine notwendige wohnumfeldverbessernde Maßnahme beträgt grundsätzlich bis zu 4.180 Euro je Maßnahme, unabhängig davon, ob Pflegegrad 1 oder 5 vorliegt.
8. Wie hoch ist der Zuschuss für einen Treppenlift 2026?
Bis zu 4.180 Euro je notwendiger wohnumfeldverbessernder Maßnahme sind unter den gesetzlichen Voraussetzungen möglich.
9. Können Ehepaare einen doppelten Zuschuss erhalten?
Wenn beide Personen anspruchsberechtigt sind und die Voraussetzungen für eine gemeinsame Maßnahme erfüllen, kann ein höherer Gesamtzuschuss möglich sein. Bei zwei Anspruchsberechtigten beträgt der rechnerische Höchstbetrag bis zu 8.360 Euro.
10. Bezahlt die Pflegekasse einen Rollator?
Für medizinisch notwendige Rollatoren ist häufig die Krankenkasse zuständig. Die genaue Zuständigkeit richtet sich nach dem Versorgungszweck.
11. Bezahlt die Pflegekasse einen Patientenlifter?
Das kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen möglich sein. Je nach Einsatz und Versorgungszweck kann auch die Krankenkasse zuständig sein.
12. Wie viel kosten technische Pflegehilfsmittel?
Das hängt vom Produkt und der Versorgung ab. Bei bewilligter Kostenübernahme beträgt die gesetzliche Zuzahlung für Erwachsene grundsätzlich zehn Prozent, höchstens 25 Euro. Bei leihweiser Bereitstellung kann sie entfallen.
13. Was sind die 42 Euro Pflegehilfsmittelpauschale?
Damit können bei häuslicher Pflege unter den gesetzlichen Voraussetzungen bestimmte Pflegehilfsmittel zum Verbrauch finanziert werden. Der Betrag ist nicht für einen Treppenlift oder den freien Kauf eines Rollstuhls bestimmt.
14. Kann ich den Entlastungsbetrag für einen Rollator verwenden?
Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden. Ein gewöhnlicher freier Rollatorkauf gehört nicht zu seinen regulären Verwendungszwecken.
15. Kann ich Pflegegeld für eine Mobilitätshilfe verwenden?
Über das ausgezahlte Pflegegeld kann grundsätzlich frei verfügt werden. Dennoch sollte zuerst geprüft werden, ob ein gesonderter Anspruch auf Hilfsmittelversorgung besteht.
16. Muss ich für Pflegehilfsmittel ein Rezept haben?
Nicht in jedem Fall. Für bestimmte Pflegehilfsmittel ist keine ärztliche Verordnung erforderlich. Die Pflegekasse prüft jedoch die gesetzlichen Voraussetzungen.
17. Kann ich einen Treppenlift nachträglich bezuschussen lassen?
Eine nachträgliche Finanzierung sollte nicht vorausgesetzt werden. Stellen Sie den Antrag möglichst vor Beginn der Maßnahme und warten Sie die Entscheidung ab.
18. Was mache ich bei einer Ablehnung?
Prüfen Sie die Begründung und die Rechtsbehelfsbelehrung. Gegebenenfalls kann ein Widerspruch mit ergänzenden Nachweisen sinnvoll sein.
26. Mobilitätshilfen und Treppenlifte vergleichen
Sie möchten wissen, welche Mobilitätshilfe bei einem vorhandenen Pflegegrad sinnvoll ist?
Dann sollten Sie zuerst den konkreten Unterstützungsbedarf prüfen und klären, ob eine Versorgung über die Krankenkasse oder Pflegekasse möglich ist.
Bei einem Treppenlift kommt es zusätzlich auf die baulichen Voraussetzungen, die sichere Nutzung und die tatsächlichen Kosten an.
Wenn Sie einen Treppenlift planen, vergleichen Sie möglichst mehrere Angebote und prüfen Sie den Zuschuss der Pflegekasse vor der Beauftragung.
Weitere Informationen finden Sie auf Treppenlift Pilot.
Für einen Überblick über die verschiedenen Hilfsmittel empfehlen wir außerdem unseren Ratgeber zu Mobilitätshilfen für Senioren 2026.
Wenn Sie wissen möchten, welche Hilfsmittel ärztlich verordnet werden können, lesen Sie unseren Ratgeber zu Mobilitätshilfen auf Rezept und zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
27. Fazit: Schon ab Pflegegrad 1 sind wichtige Zuschüsse möglich
Mobilitätshilfen können Menschen mit Pflegegrad helfen, den Alltag sicherer und selbstständiger zu gestalten.
Dabei ist es wichtig, die unterschiedlichen Leistungsarten zu kennen.
Medizinisch notwendige Rollatoren, Rollstühle und andere Hilfsmittel können von der Krankenkasse übernommen werden.
Technische Pflegehilfsmittel und bestimmte notwendige Wohnraumanpassungen können dagegen Leistungen der Pflegekasse sein.
Bereits bei Pflegegrad 1 kommen entsprechende Ansprüche infrage.
Besonders relevant ist der mögliche Zuschuss von bis zu 4.180 Euro für eine notwendige wohnumfeldverbessernde Maßnahme.
Entscheidend ist nicht, einen möglichst hohen Pflegegrad zu haben, sondern das passende Hilfsmittel für den tatsächlichen Bedarf zu finden und die richtige Finanzierung zu beantragen.
Wer die Zuständigkeit frühzeitig klärt, die notwendigen Unterlagen vorbereitet und die Bewilligung vor größeren Ausgaben abwartet, kann finanzielle Risiken vermeiden.
28. Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesgesundheitsministerium – Zuschüsse zur Wohnungsanpassung
- Bundesgesundheitsministerium – Pflegehilfsmittel
- Bundesgesundheitsministerium – Leistungen bei Pflegegrad 1
- Bundesgesundheitsministerium – Häusliche Pflege und Pflegegeld
- Gesund.bund.de – Pflegehilfsmittel beantragen
- Gesund.bund.de – Hilfsmittel der Krankenkasse
- Gesund.bund.de – Pflegegrade im Überblick
- GKV-Spitzenverband – Hilfsmittelverzeichnis
Redaktioneller Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische, pflegerische oder rechtliche Beratung. Die tatsächliche Kostenübernahme richtet sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen und dem Einzelfall.

